Schwelmer Baskets - Saison 2011/2012 - Ein Rückblick

Seit knapp drei Wochen ruht nun der orangene Ball bei den Schwelmer Baskets und es wird Zeit ein Resümee für die abgelaufene Spielzeit zu ziehen. Nach vielen Problemen mit Verletzungen und Spielerwechseln ist am Ende doch das Saisonziel die erste Runde der Playoffs zu überstehen mit Bravour gemeistert worden.

Gleich zu Beginn der Vorbereitung im vergangenen Jahr verletzte sich Jason Holmes im ersten Training und musste fast die komplette Vorbereitung pausieren. Fabian Gentgen verletzte sich kurz vor Saisonbeginn und konnte in der kompletten Saison kein einziges Spiel bestreiten. Ausserdem brachte der amerikanische Neuzugang Danté Williams nicht dass, was sich die Verantwortlichen erhofft hatten. So wurde David Bunts nachverpflichtet, der mittlerweile in Deutschland lebt. Weiterhin war man aber weiterhin fieberhaft auf der Suche nach einem Amerikaner für die Aufbau bzw. Flügelposition, der Bunts wieder ablösen sollte. Mit Devon Omar Baker wurde dann erneut ein US-Amerikaner verpflichtet, der laut Statistiken und Agenten der Spieler sein sollte, den die Baskets suchen. Leider war Devon aber auch nicht die gewünschte Verstärkung. Als sich dann auch noch Jason Holmes im Auswärtsspiel gegen den BSV Wulfen schwer an der Schulter verletzte holten die Schwelmer Baskets um Trainer Wilder zum großen Rundumschlag aus. Devon Baker verließ die blaugelben und mit Jason Smith, dem altbekannten Alex Starr und Patrick Wischnewski standen gegen Hannover gleich drei neue Spieler im Kader. Zwar ging das erste Spiel verloren, da die Spieler sich erst einmal aneinander gewöhnen mussten, doch zeigte man schon ein ganz anderes Gesicht mit guten Ansätzen. Jason Smith war endlich die ersehnte Verstärkung und punktete die ersten Spiele selten unter 20 Punkten. Als sich das Team dann insoweit gefunden hatte und wieder Spiele gewonnen wurden, ging die Verletzungsmisere weiter. Dominik Malinowski knickte im Heimspiel gegen RASTA Vechta um und konnte in Folge sechs Wochen nicht spielen. Die Trainingsbedingungen mit gerade einmal 8-9 Spielern waren für Trainer Wilder natürlich alles andere als gut. Trotzdem gelang es den Baskets gute Spiele zu zeigen und auch für Überraschungen zu sorgen. Als Jason Holmes wieder eingreifen konnte und auch Dominik Malinowski wieder gesund war, trennten sich die Baskets von US-Amerikaner David Bunts und Patrick Wischnewski. Erneut traf eine Verletzung einen Schwelmer Spieler. Diesmal war es Kapitän "Tofer" Speier der für zwei Spiele ausfiel und den Schwelmern im engen Spiel gegen Braunschweig sicher geholfen hätte. Damit nicht genug kam um Weihnachten herum das nächste Unheil auf die Schwelmer zu. Beim Heimspiel gegen Bernau am 17. Dezember gab Jason Smith bei einer Doping-Kontrolle an, dass er seit seiner Kindheit Diabetes hat und Insulin spritzen muss. Laut der NADA (Nationale-Anti-Doping-Agentur) steht Insulin aber auf der Verbotsliste und da die Verantwortlichen der Baskets dies ebenfalls nicht wussten, konnte die notwendige Ausnahmegenehmigung nicht erwirkt werden. Aus Schutz gegen Niederlagen am grünen Tisch wurde Jason Smith in der folgenden Partie gegen Wedel nicht eingesetzt. Durch den unermüdlichen Einsatz von Mannschaftsarzt Dr. Günther Schmitz gelang es, die Genehmigung der NADA innerhalb von einer Woche zu beschaffen und so konnte Jason wieder eingesetzt werden. Ob es eine Sperre als Strafe gegen Smith geben wird ist weiterhin unklar. So endeten die Schwelmer Baskets trotz aller Probleme auf einem guten fünften Platz in der Tabelle des in diesem Jahr stärkeren Nordens. In der ersten Playoff-Runde ging es dann gegen den ambitionierten Aufsteiger aus Sandersdorf zu erst auswärts. Hier gelang eine klasse Leistung und ein toller Sieg. Eine Woche später hatte man in eigener Halle alles selbst in der Hand und konnte mit einem grandiosen Sieg in die zweite Runde einziehen. Trotz allem Jubel über den Einzug in die zweite Runde packte mit Alex Starr erneut ein Akteur der Baskets das Verletzungspech und so ging es ohne Starr in das erste Spiel der zweiten Runde nach Hannover. Im ersten Spiel gegen die "Tigers" starteten die Baskets furios und führten mit über 15 Punkten, wussten aber dann gegen die besser postierte Defense der Hannoveraner keine Antwort und verloren das erste Spiel. Das zweite Spiel gegen die Niedersachsen fand dann in der Sporthalle West statt. Bis zu diesem Zeitpunkt war man bei Samstagabend-Heimspielen immer ungeschlagen und das sollte auch gegen den ProB Nordmeister so bleiben. Mit einem spektakulären Sieg und einem Überraschungseinsatz des fitgemachten Alex Starr gelang es das entscheidende dritte Spiel zu erzwingen. Leider blieben die Baskets auch im dritten Spiel ihrer Linie treu, bei Spielen unterhalb der Woche keine gute Leistung abrufen zu können. So verlor man doch sehr deutlich und die Saison war für die Baskets im Viertelfinale beendet.

"Ich persönlich bin mit dieser Saison zufriedener als mit der letzten Saison. Erstens ist die zweite Saison immer schwieriger als die erste und zweitens hatten wir eine unglaubliche Verletzungsmisere und musste immer wieder neue Spieler integrieren. Trotzdem war diese Saison mit dem erreichen der zweiten Playoff-Runde und das Ausscheiden erst im dritten Spiel gegen den Vorrundenmeister der ProB Nord weit erfolgreicher als die vorherige und ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie mit den schlechten Umständen umgegangen ist. Wir haben alles erreicht was wir uns vorgenommen haben und es wird schwer diese Leistungen noch zu toppen.", so ein zufriedener Trainer Raphael Wilder.

Die Schwelmer Baskets möchten sich noch einmal bei allen Sponsoren, Förderern und Helfern bedanken, ohne die der professionelle Basketballsport in Schwelm nicht möglich wäre. Wir hoffen auch in den kommenden Jahren weiter auf die Unterstützung zählen zu können, um weiterhin tollen Basketballsport in der Sporthalle West bieten zu können.

Die Lizenzunterlagen für die ProB haben die Baskets in der Zwischenzeit natürlich fristgerecht eingereicht und die Vertragsverhandlungen mit Trainer und Spielern laufen. Baskets Manager Marvin Eberle rechnet damit, dass die ersten Verpflichtungen bald unter Dach und Fach gebracht werden können.

Autor:

Marvin Eberle aus Schwelm

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