Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz:
„Senioren helfen Senioren“ - Präventionsprojekt feiert Jubiläum

Empfang in der Halle der Konzertaula.
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Die Geburtstagsfeier

Ein Projekt mit Hilfsangeboten für Senioren hob die Kreispolizeibehörde Unna im Februar 1998 aus der Taufe: „Senioren helfen Senioren“, so heißt es und Landrat Michael Makiolla setzt, als Chef der Kreispolizeibehörde Unna, mit diesem Projekt auf Prävention. Es sprach und spricht nach wie vor aktive, mitten im Leben stehende Seniorinnen und Senioren an, die Spaß daran haben, neue Erfahrungen zu sammeln und das erlernte Wissen in Sachen Kriminalprävention in Vereinen, in Seniorenkreisen, in Kaufhäusern, Geschäften und vielem mehr weiterzugeben. Auch Sicherheitspatenschaften mit Senioreneinrichtungen zählen mittlerweile mit zum Repertoire der, für die Kreispolizeibehörde ehrenamtlich tätigen Seniorenberaterinnen und Seniorenberater. Die Ehrenamtlichen zeigen Bereitschaft, sich für die älteren Menschen im Kreis Unna einzusetzen. Und, wie der Jahreszahl aus Gründungstagen zu entnehmen ist, feiert das Projekt in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Am heutigen Mittwoch hatte das Kommissariat zur Geburtstagsfeier in die Konzertaula nach Kamen eingeladen. Projektleiterin Petra Landwehr, ihres Zeichens Kriminalhauptkommissarin, sowie ein „Mann der ersten Stunde“ von „Senioren helfen Senioren“, ebenfalls Trainer in Projekten der Seniorenberater, Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff, und die Leiterin der Dienststelle, welcher „Senioren helfen Senioren“ zugeordnet ist und gleichzeitig auch „Frau der ersten Stunde“, Kriminalhauptkommissarin Heike Redlin, begrüßten zunächst Vertreter aus der Führungsebene der Unnaer Polizei sowie Bürgermeister und Vertreter aus den Rathäusern der kreisangehörigen Kommunen und – natürlich nicht zu vergessen - diejenigen, die ehrenamtlich Woche für Woche für das Projekt im Einsatz sind: die Seniorenberaterinnen und Seniorenberater, von denen „eine Hundertschaft“ an den Feierlichkeiten teilnahm.

Im Anschluss übernahm Landrat Michael Makiolla das Wort. In seiner Laudatio würdigte er das Projekt als solches und vor allen Dingen den unermüdlichen Einsatz der Beraterinnen und Berater, die sich dem Kampf gegen Kriminalität verschrieben haben und vor Ort in Geschäften, Banken, Sparkassen, auf Marktplätzen und…. und…. und…. in Sachen Prävention tätig sind. Er lobte das Engagement der ehrenamtlich Tätigen und beendete seine Ansprache mit den Worten „Wir brauchen Euch!“.

Es folgte ein buntes Rahmenprogramm mit Gesangseinlage der Projektleiterin, Sketchen des freien Werkstatttheaters Köln und einem Diavortrag aus 20 Jahren „Senioren helfen Senioren“. Musikalisch untermalt wurde die Feierstunde durch die "Seniorenband Bergkamen 2004“. Der Abschluss des Tages schließlich kam aus den Reihen der Seniorenberater selbst. Und so überreichte Klemens Splittgerber Projektleiterin Landwehr einen Blumenstrauß und einen Präsentkorb, als Dankeschön für ihr unentwegtes Engagement und ihre ständige Bereitschaft für jeden Seniorenberater und jede Seniorenberaterin als Ansprechpartnerin, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, da zu sein.

Die Seniorenberater und ihr Projekt

Einmal im Jahr werden neue Seniorenberaterinnen und Seniorenberater vom Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz ausgebildet. In einem einwöchigen Seminar erfahren sie Strukturen der Alltagskriminalität und ihnen werden Grundlagen zur Prävention und zum Opferschutz vermittelt. Und so werden die Seminarteilnehmer intensiv, u. a. auch in Rollenspielen, auf ihre spätere, ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet. Es werden Themen vermittelt, wie beispielsweise Umgang mit Ängsten, Erläuterung des Täter- und Opferverhaltens – wie verhalte ich mich: beim Ratenkauf und welche Rechte habe ich? Wie verhalte ich mich an der Haustür oder aber beim Geldabheben? Wie verhalte ich mich im Umgang mit dem Internet, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Kaffeefahrten oder auf Friedhöfen? Ziel der Schulung ist die Verbesserung des Selbstschutzes, die Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Ängsten, Täter- und Opferverhalten sowie Informationen über tatsächliche Sicherheitslagen und aktuelle Deliktsformen, um das subjektive Sicherheitsempfinden zu stärken.

Nach dem einwöchigen Seminar stocken die Beraterinnen und Berater die bereits bestehenden, regional tätigen Seniorenberater-Teams auf und sind im Kampf gegen die Kleinkriminalität unterwegs, informieren und geben Ratschläge, halten Vorträge und schauspielern sogar manchmal, um in Rollenspielen zu verdeutlichen, wie man/frau sich gegen Diebe, Einbrecher, Rowdies in Bus und Bahn und…. und….. und… schützen kann bzw. wie man/frau schon vorbeugend tätig sein kann - sich Situationen angepasst richtig verhält: beispielsweise bei unerwünschten Anrufen, bei Belästigungen an der Haustür, bei Käufen im Internet und vielem mehr.

Messbar ist der Erfolg der Arbeit zwar nicht und doch lassen Rückmeldungen Rückschlüsse erahnen, dass die Arbeit der im Kreis Unna tätigen, derzeit 105 Seniorenberaterinnen und Seniorenberater, oftmals von Erfolg gekrönt ist.

Übrigens: Durch regen Kontakt mit dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz ist auch über das Jahr verteilt eine kontinuierliche Fortbildung möglich, so dass die Beraterinnen und Berater immer in der Lage sind, aktuell über die „Tricks der Täter“ und somit die Möglichkeiten des Schutzes echte Aufklärungsarbeit anzubieten.

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