Dampfloks kommen für einen Tag ins EAW Schwerte zurück!

Dampfloks im EAW Schwerte
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  • Dampfloks im EAW Schwerte
  • Foto: Fotosammlung Klaus Tillmann
  • hochgeladen von Sabine Totzauer

Die Zeit des täglichen Betriebs von Dampfloks ist seit Ende der 1960er Jahre vorbei, aber die Faszination für diese über 150 Jahre alte Technik ist geblieben. Im Jahr 1983 wurde das 1914 gegründete Eisenbahnausbesserungswerk Schwerte (EAW), in dem ca. 45.000 Dampfloks repariert und gewartet wurden, geschlossen. Im September 2014 könnten einige dieser dampfenden und zischenden Loks in das EAW Schwerte zurückkehren. Das soll der Höhepunkt eines Tages der offenen Tür sein, den fünf Eisenbahnfreunde planen, die sich zum Arbeitskreis „100 Jahre EAW“ zusammengeschlossen haben.

Am 24. März 1914 wurde zwischen der Königlich Preußischen Eisenbahnverwaltung (KPEV) und der Stadt Schwerte an der Ruhr der Vertrag zum Erwerb des Baugeländes für das EAW und der Eisenbahnersiedlung unterzeichnet. Damit konnte der Bau des Werkes beginnen, das 1922 in Betrieb ging und damals das größte und modernste EAW Deutschlands war. Zeitweise waren dort 3.900 Mitarbeiter beschäftigt. Die Eisenbahnersiedlung, im Stil der Gartenstadt gebaut, bot den dort wohnenden Arbeitern und ihren Familien für die damaligen Verhältnisse große, komfortable Wohnungen mit eigenem Garten.

Am 10. März wird ein Vortrag im Ruhrtalmuseum anlässlich des Jubiläums gehalten, der im September wiederholt wird. Der Arbeitskreis plant einen Tag der offenen Türen im ehemaligen EAW und hat erste Gespräche mit möglichen Unterstützern zur Verwirklichung dieses Planes bereits geführt. Die Firma Hövelmann & Lueg, als Eigentümer des Gleisanschlusses und der größten Hallen im EAW sowie die Eisenbahnerwohnungsbaugenossenschaft haben ihr Mitwirken bereits zugesagt. Die anderen Firmen und Vereine auf dem EAW-Gelände werden in diesen Tagen angeschrieben.

Wunsch der Arbeitsgruppe ist es, dass möglichst viele der heute dort ansässigen Unternehmen und Vereine am 20.09.2014 ihre Tore öffnen und einen Einblick in die alten Gebäude geben. Selbstverständlich nur für einen Blick durch die Tore, nicht zur Besichtigung. Vor jeder Halle werden Plakate die Nutzung in früherer und heutiger Zeit erklären. Abgerundet wird der Tag mit Führungen durch das Werk und die Kreinbergsiedlung. Die Führungen enden jeweils mit dem historischen Film über die Lehrlingsausbildung im Jahre 1938.

Der fünfköpfige Arbeitskreis besteht aus vier Männern und einer Frau, die zum Teil bereits durch die Eisenbahnausstellung 2011 im Ruhrtalmuseum gezeigt haben, welche Resonanz das Thema Eisenbahn in Schwerte auslöst. Alle sind modellbahnbegeistert und interessieren sich sowohl für Eisenbahn- als auch für Schwerter Stadtgeschichte.

Die Frau in der Gruppe, Sabine Totzauer, sagt: „Eine Modellbahn war immer mein Traum. Für die Aktion im nächsten Jahr setze ich mich ein, weil Stadtgeschichte in Schwerte auch immer Eisenbahngeschichte ist.“ Klaus Tillmann war Mitverfasser des Buches „Das Eisenbahnausbesserungswerk Schwerte (Ruhr) “ und bereits 2011 einer der Ausstellungsmacher. Ebenso wie Wolfgang Güttler und Herbert Kluge, die damals den viel beachteten Bildervortrag zur 150-jährigen Geschichte der Eisenbahn in Schwerte zeigten, der wegen des großen Interesses mehrfach wiederholt werden musste. Der neue Mann in der Gruppe, Lothar Schulze, betrachtet technikinteressiert die Eisenbahn und möchte Einblick geben in die damalige Arbeitswelt.

Alle fünf sagen: „Wir hoffen, dass der Tag der offenen Tür, nächstes Jahr, genauso erfolgreich wird wie der Vortrag und die Ausstellung im Jahre 2011“.

Autor:

Sabine Totzauer aus Schwerte

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