Mehr Umweltschutz: Neue Regenwasserbehandlungsanlage reinigt zwölf Hektar Autobahnfläche in Ergste

So sieht die neue Regenwasserbehandlungsanlage in Ergste aus. | Foto: Straßen.nrw
  • So sieht die neue Regenwasserbehandlungsanlage in Ergste aus.
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Gebaut hat die Autobahnniederlassung Hamm schon seit Ende 2014 im Bereich Schwerte-Ergste an der neuen Regenwasserbehandlungsanlage, jetzt ist diese Anlage fertig. Zwölf Hektar Autobahnfläche sind an dieser Anlage, die auch schon für den sechsstreifigen Ausbau und dem damit verbundenen höheren Verkehrsaufkommen konzipiert ist, angeschlossen.

Ergste.Die Strecke umfasst die A45 von "Haus Ruhr" bis zur Landesstraße 703. Die Anlage befindet sich westlich der Autobahn im Trinkwasserschutzgebiet der "Westfälischen Wasserwerke" und besteht aus zwei Behandlungsstufen. In der ersten Behandlungsstufe kommt das Oberflächenwasser der Autobahn mit bis 1.164 Liter pro Sekunde an und wird dann mechanisch gereinigt. In dieser ersten Stufe, mit einer Fläche von 480 Quadratmeter, werden unter anderem Benzin, Kohlenwasserstoffe, Öle rausgefiltert.
Bei einem Unfall kann diese Anlage auch geschlossen werden, so dass größere Mengen Leichtflüssigkeiten aufgenommen werden können und von Spezialfirmen entsorgt werden. In der zweiten Behandlungsstufe wird das Wasser durch eine spezielle Schicht geleitet, die mit Schilf bepflanzt ist. Diese Filterschicht besteht aus einer 25 Zentimeter dicken Drainageschicht, darauf befinden sich eine 50 Zentimeter dicke Sandschicht und darauf eine 5 Zentimeter Carbonatschicht.

Bodenfilter auf 1000 Quadratmtern

Das gefilterte Wasser wird mit einer Menge von 56 Litern in der Sekunde an den "Alten Ruhrgraben" abgegeben und fließt dann Richtung Wassergewinnungsgebiet. Der Bodenfilter hat eine Fläche von 1.000 Quadratmetern. Diese Behandlungsstufe dient der dauerhaften Rückhaltung von Schwermetallen und straßenspezifischen Stoffen. Straßen.NRW investierte hier in den Umweltschutz 2,5 Millionen Euro aus Bundesmitteln.

Autor:

Andreas Meier aus Dortmund-West

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