Evangelischer Arbeitskreis der CDU: Ja zur nachhaltigen Landwirtschaft, Nein zu Tierpatenten!

Die Hygienestandards in Schweinezucht sind hoch: EAK Mitglieder mussten bei der Besichtigung Schutzanzüge tragen. 
Bild-Mitte: Kreislandwirt Glitz, rechts davon Hartmut Marks, Vorsitzender EAK Kreis Unna, 4. Von links Elke Middendorf, stellvertretende Vorsitzende Kreis und EAK NRW.
  • Die Hygienestandards in Schweinezucht sind hoch: EAK Mitglieder mussten bei der Besichtigung Schutzanzüge tragen.
    Bild-Mitte: Kreislandwirt Glitz, rechts davon Hartmut Marks, Vorsitzender EAK Kreis Unna, 4. Von links Elke Middendorf, stellvertretende Vorsitzende Kreis und EAK NRW.
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Am Rande eines Vortrages zum Thema „Nachhaltige Landwirtschaft“ des Kreislandwirtes Heinrich Glitz in Werne, sprachen sich die Mitglieder des Evangelischen Arbeitskreises der CDU des Kreises Unna (EAK) gegen die Patentierung von Tieren und Pflanzen aus. „Es gibt ethische Grenzen und an diese stößt man bei der Patentierung von Tieren und Pflanzen“, fasst Hartmut Marks, Vorsitzender des EAK Kreis Unna und Mitglied des Landesvorstandes, die einhellige Meinung des Vorstandes zusammen.
Informieren wollten sich die Mitglieder des EAK bei der Führung durch den Schweinemastbetrieb Glitz über moderne landwirtschaftliche Betriebe und deren Bewirtschaftung. Insofern erfolgte zunächst ein Vortrag des Kreislandwirtes zu den Themen, Ferkelaufzucht, Schweinemast und nachhaltige Landwirtschaft. „Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, dass die aufgezogenen Schweine durch Eigenfütterung, also den Eigenanbau des Futters, ernährt werden. Lediglich Soja kaufen wir hinzu“, führt der erfahrene Landwirt aus. Selbst eine Getreidemühle findet sich auf dem nach höchsten Hygienestandards geführten Hof, der durch zahlreiche, lichtdurchflutete Neubauten ebenso Standards in artgerechter Tierhaltung setzt.
Ein Thema ließ die Zuhörer besonders aufhorchen. Denn als Heinrich Glitz auf die steigende Weltbevölkerung zu sprechen kommt, werden die Herausforderungen der Zukunft mehr als deutlich. „Immer mehr Menschen konsumieren immer mehr“, so Glitz über die problematische Entwicklung bei der Nahrungsnachfrage. Gleichzeitig steigt die Nachfrage im Bereich der Ethanole für Benzin und Diesel, die derzeit bei 44 Millionen Tonnen Getreide 110 Millionen Tonnen Mais liegt. Aufgrund von fehlender Infrastruktur und politischer Instabilität werde nach Meinung des Kreislandwirtes das Potential, das zahlreiche afrikanische Staaten mit guten Böden hätten, nicht ausreichend genutzt.
Abschließend erfuhren die Mitglieder des EAK, dass Deutschland aufgrund seines hervorragenden Klimas bei den Getreiden ein Ertragspotential von 8 Tonnen je Hektar hat, wohingegen die USA lediglich 3 Tonnen bei gleicher Flächengröße an Ertrag verzeichnen kann. Einig waren sich alle Anwesenden, dass die derzeitige gesetzliche Regelung, dass gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere in Deutschland verboten sind, dem Bedürfnis der Verbraucher entspricht.
„Wir müssen intelligente Lösungen für die steigende Nachfrage finden“, so Elke Middendorf, stellvertretende Vorsitzende des EAK Kreis Unna und des Landesvorstandes, „aber wenn ich mir diesen Betrieb ansehe, dann sind wir in Deutschland auf einem sehr guten Weg“, so Middendorf abschließend zur Betriebsbesichtigung des Hofes Glitz.

Autor:

Bianca Dausend aus Schwerte

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