Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos
Solidarisierung mit Organisation „Mayors for Peace“

Bürgermeister Dimitrios Axourgos setzt sich für den Frieden ein und solidarisiert sich mit der Organisation "Mayors for Peace".
  • Bürgermeister Dimitrios Axourgos setzt sich für den Frieden ein und solidarisiert sich mit der Organisation "Mayors for Peace".
  • Foto: Stadt Schwerte / Ingo Rous
  • hochgeladen von Helmut Eckert

Mit einem klaren Nein zu Atomwaffen solidarisiert sich Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos mit der Organisation „Mayors for Peace“ und begrüßt den Atomwaffenverbotsvertrag, der am 22. Januar 2021 in Kraft tritt und 2017 von den Vereinten Nationen verabschiedet worden war.

„Als Mitglied der Mayors for Peace begrüße ich ausdrücklich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrages“, unterstreicht Axourgos. Dieser Vertrag sei ein bedeutsamer Schritt auf dem Weg zu einer Welt ohne Atomwaffen. „Die humanitären Folgen eines Einsatzes von Atomwaffen sind katastrophal. Wir brauchen jetzt eine neue Debatte über nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle. Eine friedliche und sichere Zukunft lässt sich nur in einer Welt ohne Atomwaffen gestalten.“ Die Ruhrstadt ist schon seit 1986 Mitgliedsstadt des Bündnisses „Mayors for Peace“. Als äußeres Zeichen der Solidarität hisste der Bürgermeister schon am Donnerstag die Flagge der Organisation vor dem Schwerter Rathaus.

Die Organisation Mayors for Peace, ein von Hiroshima geführtes, weltweites Städtebündnis mit rund 8.000 Mitgliedern, darunter 700 Städte in Deutschland, begrüßt das Inkrafttreten des Vertrages. Als Zeichen ihrer Unterstützung für dieses besondere Ereignis hissen etliche deutsche Mitgliedsstädte heute (22. Januar) die Mayors for Peace Flagge. Denn Städte mit ihrer wichtigen Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungszahl gelten nach wie vor als vorrangige Ziele im Falle eines nuklearen Angriffes. Noch immer verfügen die Atommächte über schätzungsweise rund 13.400 Nuklearwaffen. Derzeit investieren die Nuklearwaffenstaaten massiv in die Modernisierung und Einsatzfähigkeit ihrer Atomwaffenarsenale. Vereinbarungen zur nuklearen Abrüstung – wie der INF-Vertrag -– wurden aufgekündigt, ohne dass ein Folgevertrag an seine Stelle getreten ist.

Der Vertrag über das Verbot von Kernwaffen (TPNW) wurde von den Vereinten Nationen am 7. Juli 2017 mit 122 Stimmen angenommen, am 20. September wurde er zur Unterschrift freigegeben. Nach der am 24. Oktober 2020 erfolgten 50. Ratifizierung tritt der Vertrag gemäß seinem Artikel 15 (1) am 22. Januar 2021 in Kraft. Mit Stand 8. Jan. haben ihn 51 Staaten ratifiziert, 86 unterzeichnet. Die Atommächte sind dem Vertrag nicht beigetreten. Auch Deutschland ist nicht dabei.

In dem völkerrechtlich bindenden Vertrag verpflichten sich die Unterzeichnenden, "nie, unter keinen Umständen" Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen oder zu lagern. Darüber hinaus verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, Personen, die von Kernwaffentests oder –einsätzen betroffen sind, umfassende Hilfe zu leisten und geeignete Maßnahmen zur Umweltsanierung der kontaminierten Gebiete in ihrem Hoheitsgebiet zu ergreifen. Auch nach Inkrafttreten des Vertrages ist ein Beitritt weiterer Staaten möglich.

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

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