Die Verbraucherzentrale in Schwerte ist "Refill Station"

Die Verbraucherzentrale in Schwerte ist "Refill Station" !!

Das bedeutet, die Bürger können in der Beratungsstelle in Schwerte kostenlos Leitungswasser in ihre mitgebrachten Trinkwasserflaschen abfüllen lassen um so den Einsatz von Einwegflaschen aus Plastik zu reduzieren oder gar zu vermeiden.

Während der allgemeinen Öffnungszeiten (s.u.) hält die Beratungsstelle Schwerte am Westwall 4,  weitere Tipps rund um das Thema Trinkwasser bereit. 

Desweiteren können sich die Verbraucher dort tolle Rezepte für leckeres aromatisiertes Wasser, sogenanntes "Infused Water", ansehen und wenn das passende Rezept dabei ist, mit nach Hause nehmen.   

Frau Angelika Weischer, die Leiterin der Verbraucherzentrale in Schwerte, gibt daher nachfolgende Tipps, worauf bei wiederbefüllbaren Trinkflaschen zu achten ist:

Wiederbefüllbare Trinkflaschen: "Auf Design und Schadstoffe achten"

Wasser aus der Leitung ist gesund und günstig. Da ist es praktisch, wenn man eine eigene Trinkflasche dabei hat und diese immer wieder auffüllen kann. „Sie können so viel Müll vermeiden und die Umwelt schützen“, sagt Angelika Weischer, Leiterin der Beratungsstelle in Schwerte.

Doch worauf können Verbraucher achten, wenn sie sich für eine Trinkflasche zum Wiederbefüllen entscheiden?

• Die Materialfrage:
Glas ist schwer und zerbrechlich, Edelstahl kann verbeulen. Unbeschichtetes Aluminium ist für eine Trinkflasche nicht geeignet, besonders dann nicht, wenn auch säurehaltige Getränke darin transportiert werden, da Aluminium freigesetzt werden kann.

Eine Beschichtung sollte nicht aus Epoxidharzen bestehen, da diese Bisphenole (z.B. BPA) enthalten kann. Diese Stoffe können das Hormonsystem stören und führten in Tierversuchen zu Fettleibigkeit, Diabetes und Fruchtbarkeitsstörungen.

• Plastik ist robust und leicht, jedoch ist sich die Fachwelt nicht einig, ob in Plastikflaschen Schadstoffe enthalten sind. Während Ökotest zu dem Ergebnis kam, dass alle untersuchten wieder befüllbaren Plastikflaschen in Sachen Schadstoffe unproblematisch sind, konnten norwegische Forscher geringe Mengen an Flammschutzmitteln und Weichmachern nachweisen.

• "Wer einen Bogen um Schadstoffe machen will, wählt Gefäße aus Glas oder Edelstahl", rät Angelika Weischer Leiterin der Beratungsstelle in Schwerte. Mit Schutzhüllen lassen sich Glasflaschen bruchsicher ausrüsten, Edelstahlflaschen gibt es auch mit Thermofunktion, dann bleibt das Wasser im Sommer schön kühl. Plastikverschlüsse sollten am besten aus PP oder PE (Polypropylen oder -ethylen) sein. Ein weiterer Vorteil von Glas und Edelstahl: Sie lassen sich heiß und damit hygienisch reinigen und nehmen nicht so leicht Gerüche an. Es soll trotzdem eine Plastikflasche sein? Dazu hat die Verbraucherzentrale folgende Tipps.

• Riechen und Schmecken -
Kunststoffe haben den Nachteil, dass sie Substanzen an den Inhalt abgeben können – manchmal kann man das sogar schmecken, wie im Fall von Acetaldehyd, das manchmal aus PET-Flaschen ins Getränk übergeht. Wenn die Flasche also riecht oder das Getränk verändert schmeckt - Finger weg! Durch Abnutzung von Plastikverschlüssen und -flaschen können außerdem Mikroplastikteilchen in das transportierte Wasser gelangen. Es ist noch weitgehend unklar, ob Mikroplastik Auswirkungen auf die Gesundheit hat und welche das sind

• Gibt es "gutes" Plastik?
Hersteller müssen nicht kennzeichnen, aus welchen Kunststoffen die Flaschen und Verschlüsse sind. Es ist nicht möglich, bestimmte Kunststoffsorten per se als unbedenklich zu erklären, da immer unbekannt ist, welche Zusatzstoffe darin enthalten sind.

• Andererseits gibt es Kunststoffe, die generell in Bezug auf Schadstoffe problematisch sind wie PVC (Polyvinylchlorid) mit Weichmachern und Polycarbonat. Bei der Auswahl von Plastikflaschen gilt: schadstoffgeprüfte Produkte bevorzugen und auf Testergebnisse achten.

• Reinigung:
Egal welches Material - leicht zu reinigen sollten die Flasche und ihr Verschluss sein. Hier kommt es auf das richtige Design an: Die Flaschen benötigen eine weite Öffnung und sollten eine glatte Oberfläche ohne Wellen oder Rillen haben. Am besten spült man die Flasche und Verschluss nach jeder Benutzung und lässt beides gut trocknen. Kunststoffe sind anfällig für Kratzer, daher sind harte Bürsten oder kratzige Schwämme für Plastikflaschen nicht geeignet.

Mehr Informationen, weitere Tipps rund um das Thema Trinkwasser hält die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Schwerte, Westwall 4 während der Öffnungszeiten

Montags- u. Freitags     von 09.-14.00 Uhr
Mittwochs- u. Donnerstags von 09.-13.00 sowie 14.30 - 18.00 Uhr.

für die Verbraucher bereit.

Autor:

Simone Höltke (Verbraucherzentrale NRW in Schwerte) aus Schwerte

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