Blaue Flagge als äußeres Zeichen zum Aktionstag:
"Nein zu Gewalt gegen Frauen"

Die Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen hisste die blaue Flagge als äußeres Zeichen zum Aktionstag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ vor dem Rathaus.
  • Die Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen hisste die blaue Flagge als äußeres Zeichen zum Aktionstag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ vor dem Rathaus.
  • Foto: Stadt Schwerte
  • hochgeladen von Helmut Eckert

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr setzt die Stadt Schwerte ein dickes Ausrufezeichen gegen Gewalt. Bürgermeister Dimitrios Axourgos solidarisierte sich am heutigen Mittwoch mit den Frauen der Stadt Schwerte und war dabei, als die Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen die blaue Flagge als äußeres Zeichen zum Aktionstag „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ vor dem Rathaus hisste.

Schon im Sommer hatte sich die Stadt mit einer Plakataktion gegen Gewalt positioniert. In fünf Sprachen (deutsch, englisch, arabisch, türkisch und russisch) wurden Besucher*innen der Schwerter Rathäuser darüber aufgeklärt: Die Stadtverwaltung Schwerte ist ein gewaltfreier Raum!

Und jetzt geht es um den Aktionstag Gewalt gegen Frauen. „Dieses Thema ist so wichtig, dass es durch Aktionen wie diese ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden muss“, unterstrich der Bürgermeister - denn auch in Schwerte sind Fälle häuslicher Gewalt gegen Frauen registriert worden, alleine 2019 64 Mal. „Nur ein einziger Fall ist schon einer zu viel“, so Birgit Wippermann, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte. Und sie führt fort: „Mit unserer Fahnenaktion wollen wir betroffenen Frauen Mut machen“. Solidarität und Unterstützung findet sie dabei in der Arbeitsgemeinschaft Schwerter Frauengruppen. Deren Sprecherin Gudrun Körber hatte am Mittwoch die Aktion vor dem Rathaus begleitet.

Der Aktionstag geht zurück auf den 27. Dezember 1999, den Tag als die UN-Generalversammlung eine Resolution verabschiedete, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen bestimmt wurde. Damals zeigte sich die Generalversammlung beunruhigt darüber, "dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen", und besorgt darüber, "dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern“.

Viele Frauen, die unter körperlicher oder psychischer Gewalt leiden, wissen oftmals nicht, wem sie sich anvertrauen sollen. „Deswegen sollte jede und jeder die Nummer des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" kennen - dem Beratungsangebot in Deutschland, das Tag und Nacht unter der Rufnummer 08000 116 016 und per Online-Beratung auf www.hilfetelefon.de erreichbar ist. Und zwar vertraulich, kostenfrei und in 17 Sprachen“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte.

Weitere Telefonnummern sind: Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Frauenforums im Kreis Unna: Tel. 02303/82202; Frauenhaus im Frauenforum: Tel. 02303/77891.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schwerte, Birgit Wippermann, ist unter Tel. 02304/104691 oder E-Mail gleichstellung@stadt-schwerte.de erreichbar.

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

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