Aus dem Schwerter Rathaus:
Plaudertelefonkette – ein probates Mittel im Kampf gegen Einsamkeit

Katarina Spigiel wirbt für die Plaudertelefonkette.
  • Katarina Spigiel wirbt für die Plaudertelefonkette.
  • Foto: Stadt Schwerte / Ingo Rous
  • hochgeladen von Helmut Eckert

Wer plaudert, führt eine gemütliche und zwanglose Unterhaltung – auch am Telefon. In Schwerte soll nun der Fernsprecher eine noch höhere Effektivität im Kampf gegen die Einsamkeit im Alter erzielen. Schon seit Februar 2021 ist das Telefon Grundlage einer Plauderkette, jetzt soll die Vernetzung einsamer und kommunikationsfreudiger Menschen fortschreiten, wünscht sich Katarina Spigiel, für die Seniorenarbeit zuständige Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung Schwerte.

Entstanden ist die Idee einer Plaudertelefonkette in der Lenkungsgruppe des Runden Tisches „Einsamkeit im Alter“. Den hatte Bürgermeister Dimitrios Axourgos vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben und an ihm viele Einrichtungen und Institutionen um sich versammeln können. Klar, dass er in dieser Plaudertelefonkette eine gute Maßnahme mit hohen Synergieeffekten sieht. „So können soziale Kontakte erhalten werden bzw. neu geknüpft werden“, weiß das Stadtoberhaupt. „Das war schon vor der Coronapandemie wichtig und ist in dieser Zeit mit ihren Einschränkungen umso bedeutsamer“. Das Alter spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle.

Wie funktioniert eine Plaudertelefonkette? Eine Kette besteht in der Regel aus sechs bis acht Teilnehmern, die sich der Reihe nach immer zu Zweit am Telefon unterhalten. Innerhalb einer Woche ruft A bei B an, B bei C und C bei D. Die darauffolgende Woche ruft A bei C an, B bei D, usw. , so dass jeder innerhalb der Kette zwei Gespräche führt. Natürlich können sich die Teilnehmer auch zu weiteren Gesprächen verabreden.

„Erst wussten die Teilnehmer nicht so recht, was sie sagen sollten“, berichtet Katarina Spigiel, die die Kette gemeinsam mit Anna Rademacher, der Leitung des Grete-Meißner-Zentrums, koordiniert. „Aber dann wurde drauf los geplaudert“. Aus dieser Kette ist jetzt auch ein persönliches Treffen entstanden. Bei Kaffee und belegten Brötchen haben sich die Menschen persönlich kennengelernt und interessante Gespräche geführt.

Jetzt soll das Projekt gegen Einsamkeit und Langeweile ausgeweitet werden. Neue Plauderketten können entstehen bzw. Vernetzungen untereinander geknüpft werden. „Es gibt eine Menge Menschen, die sich einen Austausch und Gespräche mit anderen wünschen und sich so weniger allein fühlen“, erklärt Spigiel. Wer Interesse hat, sich einer Plaudertelefonkette anzuschließen, kann sich mit ihr in Verbindung setzen. Katarina Spigiel ist erreichbar unter 02304/104274 bzw. katarina.spigiel(at)stadt-schwerte.de .

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

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