Kreis Unna: Polizei stockt Seniorenberater-Team auf / Seniorenberater im und für den Kreis Unna gesucht

Wie Personen im Notfall geholfen werden kann, steht unter anderem auch im Stundenplan. In Rollenspielen werden die zukünftigen Beraterinnen und Berater auf ihre Aufgaben vorbereitet. Unser Foto zeigt eine Szene aus dem ShS-Schulungsprogramm zum Thema Zivilcourage: Übergriff im Bus - Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff (mit Mütze) bedroht einen Fahrgast im „Omnibus“.
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  • Wie Personen im Notfall geholfen werden kann, steht unter anderem auch im Stundenplan. In Rollenspielen werden die zukünftigen Beraterinnen und Berater auf ihre Aufgaben vorbereitet. Unser Foto zeigt eine Szene aus dem ShS-Schulungsprogramm zum Thema Zivilcourage: Übergriff im Bus - Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff (mit Mütze) bedroht einen Fahrgast im „Omnibus“.
  • Foto: Eckert / 4
  • hochgeladen von Helmut Eckert

Sie sind im Kampf gegen die Kleinkriminalität unterwegs, informieren und geben Ratschläge, halten Vorträge und schauspielern sogar manchmal, um in Rollenspielen zu verdeutlichen, wie man/frau sich gegen Diebe, Einbrecher, Rowdies in Bus und Bahn und…. und….. und… schützen kann bzw. wie man/frau schon vorbeugend tätig sein kann - sich Situationen angepasst richtig verhält: beispielsweise bei unerwünschten Anrufen, bei Belästigungen an der Haustür, bei Käufen im Internet und vieles mehr. Es sind Seniorenberaterinnen und Seniorenberater der Kreispolizeibehörde Unna – von denen derzeit 105 aktiv ihren ehrenamtlichen Dienst beim Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz versehen.

Messbar ist der Erfolg der Arbeit zwar nicht und doch lassen Rückmeldungen Rückschlüsse darauf zu, dass die Arbeit der im Kreis Unna tätigen Seniorenberaterinnen und Seniorenberater oftmals von Erfolg gekrönt ist.

Das Team der ehrenamtlich tätigen Seniorenberater soll auch im kommenden Jahr wieder verstärkt werden. Und so bietet das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna auch im Frühjahr 2018 wieder ein Seminar für am Projekt „Senioren helfen Senioren“ (ShS) Interessierte an. Seniorinnen und Senioren können sich an diesem 23. Seminar, das über einen Zeitraum von fünf Tagen durchgeführt wird, beteiligen und sich zur Seniorenberaterin bzw. zum Seniorenberater ausbilden lassen. Allerdings ist die Teilnehmerzahl der Schulung auf 16 Bewerber bzw. Bewerberinnen begrenzt.

In dem Seminar, das vom 19. März bis 23. März 2018 (Montag bis Freitag) im Kreishaus in Unna stattfindet, werden unter anderem Antworten auf Fragen gegeben, wie beispielsweise: „Sind Senioren bevorzugte Opfer von Straftaten? Müssen Senioren Angst haben, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen?“ Kleinkriminalität kennt eben keine Grenzen und so erwartet die Teilnehmer am Seminar eine hochinteressante Woche mit einem umfangreichen Themenkomplex – täglich von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Seniorinnen und Senioren, die sich für dieses Seminar bewerben, sollten mitten im Leben stehen und Spaß daran haben, neue Erfahrungen zu sammeln und das Erfahrene an Informationsständen bei verschiedenen Veranstaltungen, in Vereinen, Seniorenkreisen sowie bei weiteren geeigneten Gelegenheiten oder aber auch im Rahmen einer Sicherheitspatenschaft ehrenamtlich weiterzugeben. Sie sollen als Multiplikatoren in ihrem Bekanntenkreis oder bei anderen Anlässen nicht nur über Kriminalität aufklären, sondern auch in der Lage sein, über die „Tricks der Täter“ und die Möglichkeiten des Schutzes richtige vorbeugende Maßnahmen anzubieten.

Die Seminarteilnehmer werden intensiv, u. a. auch in Rollenspielen, auf ihre spätere, ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet. Es werden folgende Themen vermittelt: Umgang mit Ängsten, Erläuterung des Täter- und Opferverhaltens – wie verhalte ich mich: beim Ratenkauf und welche Rechte habe ich? Wie verhalte ich mich an der Haustür oder aber beim Geldabheben? Wie verhalte ich mich im Umgang mit dem Internet, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Kaffeefahrten oder auf Friedhöfen? Ziel der Schulung ist die Verbesserung des Selbstschutzes, die Vermittlung von Kenntnissen im Umgang mit Ängsten, Täter- und Opferverhalten sowie Informationen über tatsächliche Sicherheitslagen und aktuelle Deliktsformen, um das subjektive Sicherheitsempfinden zu stärken.

Weiter wird geklärt, wer der zuständige Bezirksbeamte der angehenden Seniorenberaterinnen und Seniorenberater ist oder aber auch, wie man sich verhält, wenn man Zeuge eines Unfalls oder einer Straftat wird. Natürlich stehen das eigene Verhalten im Straßenverkehr sowie die Sicherung des eigenen Hauses bzw. der eigenen Wohnung ebenfalls mit im Stundenplan.

Außerdem: Durch regen Kontakt mit dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz ist auch nach der erfolgreichen Seminarteilnahme eine kontinuierliche Fortbildung möglich, so dass die Beraterinnen und Berater in der Lage sind, über die „Tricks der Täter“ und die Möglichkeiten des Schutzes echte Aufklärungsarbeit anzubieten.

Und auch das ist möglich: Eigenständig oder in Kooperation mit dem Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz und auch anderen Interessensgruppen bzw. Einrichtungen können selbstständig, natürlich nach erfolgreicher Seminarteilnahme, vielfältige Ideen entwickelt und angeboten werden.

Bewerberinnen und Bewerber sollten eine E-Mailadresse haben. Anmeldungen werden beim Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz unter Tel. 02307 9214414 (Kriminalhauptkommissarin Petra Landwehr) oder unter 02307 9214416 (Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff) ab sofort entgegen genommen.

Übrigens: Das Seminar zum Projekt „Senioren-helfen-Senioren“ wurde 1998 durch das Kommissariat Vorbeugung ins Leben gerufen.

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