Schwerter DLRGler halfen bei der Flut - Fünf Aktive waren in Magdeburg an der Hochwasserfront

Sie halfen in Magdeburg (v.l.):  Danilel Spellerberg, Björn Tillmanns, Thorsten Rittinghaus, Ulf Warnke und Michael Althoff.
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  • Sie halfen in Magdeburg (v.l.): Danilel Spellerberg, Björn Tillmanns, Thorsten Rittinghaus, Ulf Warnke und Michael Althoff.
  • Foto: Sandra Rittinghaus
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Schwerter helfen gerne. Und sind sie noch Mitglied bei der DLRG, sind sie in Hochwassergebieten besonders willkommen. Tagelnag waren sie in den überfluteten Gebiet von Sachsen-Anhalt unterwegs, warteten auf die Möglichkeit, zu helfen. Doch langsam entspannt sich die Lage, mittlerweile sind sie zurück in der Ruhrstadt.

Zunächst war es Bayern, das in den Fluten unterging, nun sind Sachsen und Sachsen-Anhalt dran. Und in dessen Hauptstadt Magdeburg warten fünf Schwerter auf ihren Einsatz.

Michael Althoff, Thorsten Rittinghaus, Daniel Spellerberg, Björn Tillmanns und Ulf Warke gehören der Ortsgruppe Schwerte der DLRG an. Nun waren sie in Bereitschaft in der Krisenregion, warteten darauf, zu helfen. Mit im Gepäck: Das nagelneue Einsatzfahrzeug, ein Motorrettungsboot und jede Menge Ausrüstung.

Andreas Pollak, stellvertretender Vorsitzender der DLRG Schwerte: „Vor längerem ist bereits ein Schwerter, der fünf Tage vor Ort war, wieder zurückgekehrt.“ Und es standen weitere in Warteposition. Denn auch der Tauchtrupp, der gemeinsam von der Ortsgrupp Schwerte und der DLRG Westhofen/Garenfeld gebildet wird, war in den Stratlöchern, ist aber bislang noch nicht alarmiert worden.

Insgesamt sind im Moment etwa 1350 DLRG-Aktive aus ganz Deutschland im Hochwassergebiet an Elbe und Saale zusammengezogen. Aus westfalen sind davon allein sechs Wasserrettungszüge mit je 50 Helfen dabei. „Wir haben mit mehr als 300 Rettern einen großen Anteil an der Hilfe“, freut sich Andreas Pollak. Hilfe, die dort dringend benötigt wird, zumindest wenn die Deiche weiterhin anfangen aufzuweichen. Rund ein bis zwei Wochen werden die Gefahr wohl noch bestehen bleiben, so Pollak, erst dann sei wohl die Flutwelle in der Nordsee angekommen.

Drei Fragen an Michael Althoff
Thema: Einsatz im Hochwasser

1. Wie sind sie im Hochwassereinsatzgebiet aufgenommen worden?
Sehr gut, sehr freundlich. Die Bürger sind sehr dankbar und zeigen uns das auch. Sie bringen Kaffee, Kuchen, Getränke. Kindergärten kommen vorbei und besuchen uns. Es ist fast schon beschämend, diese Dankbarkeit, bei den Problemen, die die Leute hier ja haben.

2. Was ist ihr Einsatzgebiet?
Wir sind Teil einer SEG, einer Schnellen Einsatz-Gruppe. Das bedeutet, wir befinden uns zurzeit in Warteposition. Wir müssen uns bereit halten. Was natürlich gleichzeitig heißt: Wenn wir nichts zu tun bekommen, dann ist auch nicht passiert, was ja besser wäre.

3. Im Fall der Fälle, was sind ihre Aufgaben?
Wir sind bei Überflutungen gefragt, etwa durch Deichbrüche. Dann müssen wir gefährdete Menschen aus dem Überflutungsgebiet retten. Das sind dann nicht nicht nur Menschen aus der Bevölkerung. Auch andere Helfer, die in Gefahr sind, holen wir ‘raus.

Autor:

Thomas Meißner aus Witten

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