"Unterrichtsausfall ist kein Fremdwort"

Für Unterrichtsausfall gibt  es laut Stadtschulpflegschaft mehrere Gründe.
  • Für Unterrichtsausfall gibt es laut Stadtschulpflegschaft mehrere Gründe.
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Das Thema „Unterrichtsausfall an Schulen“, mit dem sich während einer verlagsweiten Aktion auch der Ruhr-Anzeiger befasst, betrifft auch die Schwerter.

Claudia Hülsmeyer, Vorsitzende der Stadtschulpflegschaft Schwerte, nahm wie folgt Stellung: „Unterrichtsausfall – das ist auch an Schwerter Schulen leider kein Fremdwort. Denn auch Lehrer in Schwerte erkälten sich oder brechen sich ein Bein, müssen operiert werden oder in Kur.
Fällt ein Lehrer kurzfristig aus, muss dies vom Kollegium ausgeglichen werden bzw. die (älteren) Kinder werden nach Hause geschickt. Dies gelingt in einem größeren Kollegium weitaus leichter als in einer kleinen Schule. Entsprechend haben es in Schwerte die großen, weiterführenden Schulen wie die Gymnasien und die Gesamtschule leichter kurzfristigen Unterrichtsausfall zu kompensieren, als z.B. die Realschule oder kleine Grundschulen.
Erkrankt ein Lehrer schwer und kann deswegen über viele Wochen bzw. Monate nicht seinem Beruf nachgehen, bekommt eine Schule vorübergehend eine zusätzliche Lehrkraft zugesprochen. Dieser Fall ist für Schule, Lehrer und Kinder gut zu handeln. Doch Krankheitsverläufe sind nur selten so eindeutig voraussehbar. Eine Kollegin hofft z.B. zu Beginn ihrer Schwangerschaft sicherlich darauf, dass aufgetretene Komplikationen sich legen. Doch wer will ihr einen Vorwurf machen, wenn sie immer wieder ausfällt, weil die Schwangerschaft einen schwierigen Verlauf nimmt. Für die Schule aber kann dies im Zweifelsfall bedeuten, dass monatelang, bis zum Mutterschutz, Kollegen einspringen müssen, wenn sie fehlt. Kinder werden nach Hause geschickt, weil kein Unterricht stattfinden kann. Und erst kurz vor dem Entbindungstermin kommt eine Ersatzkraft an die Schule.
Derartige Situationen belasten Schulen sehr und machen Kindern und Eltern das Leben schwer. Vor allem, wenn der Unterricht in Hauptfächern wie Deutsch, Mathe, Englisch ausfällt. Alle Fächer bauen aufeinander auf. Bei den Kindern entstehen durch Unterrichtsausfall massive Lücken: gleichgültig, ob der Unterricht nicht stattfand, weil der Lehrer krank ist, auf Klassenfahrt unterwegs ist oder an einer Fortbildung teilnimmt.
Denn natürlich führen auch wichtige Schulaktivitäten zu Unterrichtsausfall: Austauschprogramme, Weiterbildungen, Konferenzen, Sportfeste. In Schwerte scheinen die Leitungen aller Schulen bemüht, Unterrichtsausfall möglichst gering zu halten bzw. bestmöglich zu kompensieren. Dies gelingt an Schulen mit einem guten Klima im Kollegium besser als an Schulen, wo eher nebeneinanderher gearbeitet wird. Denn natürlich ist auch dies ein Faktor beim Thema Unterrichtsausfall: motivierte, erfolgreiche Lehrer versuchen ihre Fehlzeiten so minimal zu halten wie es geht.
Aus Sicht der Eltern wäre deutlich mehr Transparenz wünschenswert. Wieviel Stunden fallen pro Klasse in einem Schuljahr aus, wie viele werden vertreten, wie qualifiziert war die Vertretungsstunde – das sind die drei zentralen Fragen, die Eltern interessieren. Die NRW Schulministerin hat vor einigen Wochen behauptet, dies sei statistisch nicht erfassbar bzw. nur mit einem unverhältnismäßigem Aufwand. Dies leuchtet nur schwer ein. Alle Schulen, auch die Schwerter Schulen, machen Vertretungspläne per Computer. Insofern ist doch erfasst, wann und wo der vorgesehene Unterricht ausfällt und wie damit umgegangen wird. Vielleicht müßte einfach nur eine Software entwickelt werden, die diese Vertretungspläne auswertet! Aber möglicherweise ist dies nicht im Interesse von Schulministerium und Schulleitungen: könnte dadurch doch offensichtlich werden, dass die Schulen personell unterbesetzt sind!
Die Stadtschulpflegschaft Schwerte versucht die Interessen der Schwerter Eltern mit schulpflichtigen Kindern zu vertreten – unabhängig, unparteiisch. Ob zum Thema Unterrichtsausfall oder zu anderen wichtigen Schulthemen: die Stadtschulpflegschaft Schwerte ist interessiert, die Meinung Schwerter Eltern zu erfahren, um sie in die schulpolitische Lobbyarbeit einfließen zu lassen.

Wer mehr wissen will oder Kontakt aufnehmen möchte: schwerter-eltern.de.

Autor:

Alexander Nähle aus Schwerte

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