Schwerter Unternehmen will 40 zentral gelegene Wohnungen schaffen
Nordwall-Karree als Brücke zwischen alter Hansestadt und der Moderne

Nordwall-Karree: Ansicht von der Ostenstraße
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  • hochgeladen von Helmut Eckert

Alles begann mit ersten Überlegungen für eine neue Nutzung der Besitzung Pferdekämper im Herzen der Schwerter Innenstadt. Michael Schröer und sein Kollege Wolfgang Behr hatten eine behutsame Lösung im Sinn, die über die vergangenen Monate immer wieder weiterentwickelt wurde. „Der besondere Reiz aller Planungen lag darin, die Lage direkt außerhalb der früheren Stadtmauer zwar zu bebauen, aber möglichst viel auch von der mittelalterlichen Situation Schwertes erlebbar zu machen. Und zugleich wollten wir so viel Grün wie möglich erhalten.“

„Das ist schon eine kleine Herausforderung“, formuliert Michael Schröer, Geschäftsführer der Schwerter Projektteam GmbH mit Blick auf die geplante Bebauung im Dreieck von Ruhrtal-Gymnasium, Ostenstraße und Nordwall. Stolz kann er freilich auf die Lösung sein: Denn erstmals tragen in Schwerte Investoren dazu bei, unter anderem mit der Stadtmauer Zeugnisse der Geschichte wiederherzustellen und erlebbar zu machen.

Dass die Planung gut gelungen ist, zeigt sich schon an schlichten Zahlen: Von dem eigentlichen Grundstück mit seinen fast 5.400 Quadratmetern werden nach Abriss der bestehenden Altbauten am Schluss lediglich 800 Quadratmeter Grundfläche mehr als bisher mit dem neuen Nordwall-Karree belegt sein. Vom renommierten Architektenbüro Weicken (Unna) erdacht, sollen vier beinahe quadratische Einzelgebäude um einen Innenhof herum gruppiert sein. Ihre Höhen orientieren sich an der Nachbarschaft. Insgesamt entstehen in den vier aufgelockerten Einzelbauten 25 Miet- bzw. Eigentumswohnungen sowie 14 öffentlich geförderte Wohnungen. Die Erschließung für den Pkw-Verkehr erfolgt direkt von der Ostenstraße, die Stellplätze werden komplett in einem Tiefgeschoss untergebracht. Die Wohnungsgrößen reichen von 54 bis 130 Quadratmeter und sind damit für wirklich alle Bevölkerungsgruppen geeignet, die eine ruhige Zentrumslage mögen. Nach dem Willen der Investoren sollen insgesamt rund 14 Millionen Euro in das Vorhaben fließen und vor allem dem regionalen Handwerk zugute kommen.

Das erste Highlight ist der hohe bauliche Standard des Projekts, das als ökologisch zukunftsweisend ausgerichtet ist: Die Gebäude werden im Energieeffizienzstandard „KfW 55“ und damit nach hochwertigen Standards errichtet, die Energieversorgung erfolgt per Nahwärmenetz mit regenerativen Wärmeerzeugern (Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen etc.), die Dächer werden extensiv begrünt – um nur einige Beispiele zu nennen. Selbst an eBike- und eCar-Sharing-Projekte ist gedacht.

Mindestens ebenso bemerkenswert ist, dass sich beim Nordwall-Karree erstmals ein Investor in Schwerte auch für eine Sicherung von Baukultur und Grünumfeld einsetzt. „Das Projekt bietet die Chance, die alte Stadtmauer wieder freizulegen, in Teilen wieder herzustellen und erlebbar zu machen. Wir denken daran, weitere historische Zeugnisse in Zusammenarbeit mit örtlichen Fachleuten einzubinden und damit einen historischen Stadtrundgang zu ermöglichen“, sagt Michael Schröer. Entlang der Stadtmauer wird ein Grünzug bis zur Ostenstraße entstehen, ohnehin wird eine großzügige (extensive) Bepflanzung das Umfeld prägen.

„Wir hoffen, mit diesem Projekt nicht nur die Eingangssituation zur Innenstadt im Bereich Ostenstraße/Nordwall aufzuwerten, sondern eine Initialzündung zu geben: Es wäre schön, wenn sich noch mehr Investoren innerhalb der Stadtmauern und rundum dazu durchringen könnten, unsere schöne alte Hansestadt zu einem Kleinod zu machen, in dem die Menschen gerne leben und an dem Besucher ihren Spaß finden“, so Wolfgang Behr.

Autor:

Helmut Eckert aus Schwerte

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