Die Emmaus-Gemeinschaft in Sonsbeck engagiert sich bei der Bekämpfung von Armut
Mutig das Leben meistern

Hans-Gerd Kanthak, Claudia Theußen und Bärbel Wellmann sorgen mit dafür, dass die Emmaus-Gemeinschaft funktioniert.
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  • Hans-Gerd Kanthak, Claudia Theußen und Bärbel Wellmann sorgen mit dafür, dass die Emmaus-Gemeinschaft funktioniert.
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Ein Geheimbund? Eine verschworene Bruderschaft? Weit gefehlt. Die Emmaus-Gemeinschaft in Sonsbeck besteht hier seit dem Jahr 1985. Ihre Wurzeln reichen allerdings zurück bis in das Jahr 1949. Da gründete der französische Priester Abbé Pierre die Gemeinschaft.

Von Christoph Pries

Sonsbeck. Ziel war es denjenigen, die aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt worden waren, einen Fixpunkt zu bieten, der es ihnen ermöglicht, wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Der Gemeinschaftsgedanke verbreitete sich von Frankreich aus auch in andere Länder. So bestehen bislang in Deutschland drei Emmaus-Gründungen.
Gestützt wird die Sonsbecker Gemeinschaft von einem Trägerverein, der von einem Vorstand geleitet wird. Diesem Vorstand gehören der 1. Vorsitzende Achim Roes, die 2. Vorsitzende Susanne Bormann und Geschäftsführer Hans-Gerd Kanthak an.
In der Emmaus-Gemeinschaft leben die "Kompagnons". Wie Hans-Gerde Kanthak ausführt, sind das häufig Menschen, die einen "Lebensunfall" hatten.
Sie können in dem ehemaligen Stuhlfabrik-Gebäude an der Alpener Straße arbeiten und wohnen. Bis zu zehn Kompagnons kann die Gemeinschaft hier unterbringen. Durch die Tätigkeit und das gemeinsame Leben soll es ihnen ermöglicht werden, wieder einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Hans-Gerd Kanthak: "Es macht Freude zu sehen, wie die Menschen die Arbeit akzeptieren. Diejenigen, die mutlos waren erhalten neue Energie, um ihr Leben in den Griff kriegen."
Einige Kompagnons gehören der Gemeinschaft bereits 20 Jahre an. Für sie ist Emmaus ein Zuhause geworden. Andere kommen für einige Wochen und ziehen dann wieder weiter. "Die Vergangenheit der Menschen interessiert uns nicht", sagt Susanne Bormann. "Wir wollen hier vorurteilsfrei miteinander leben und den Blick nach vorne richten."

Feste Regeln

An die Regeln müssen sich aber alle halten. Streng verboten im Haus sind Drogen und Alkohol. Der Verein finanziert sich dabei ausschließlich über den Verkauf in seinem Secondhand-Laden. In den hellen, modern gestalteten Räumen der ehemaligen Stuhlfabrik finden sich gebrauchte Kleidung, Hausrat, Möbel, Bücher oder etwa Bilder.
Die Spender kommen mittlerweile aus den gesamten Kreisen Wesel und Kleve. Hannelore Kanthak: "Wir nehmen alles an, was gut und wieder verwertbar ist." Neben dem Vorstand und den Kompagnons packen 20 ehrenamtliche Freiwillige mit an. Die Arbeit geht in der Emmaus-Gemeinschaft nicht aus. Und so hofft der Vorstand auch noch auf weitere Freiwillige.

Hintergrund

 Die Emmaus-Gemeinschaft in Sonsbeck hat ihre Räume in der Alpener Straße 40. Erreichbar ist die Gemeinschaft unter Telefon: 02838/96446 oder über "http://www.emmaus-sonsbeck.de"
 Geöffnet sind die Räume am Mittwoch und Freitag, jeweils von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 14 Uhr.
 Auch für kleine und große Bücherwürmer gibt es ein großes Angebot. Regelmäßig finden Flohmärkte statt, bei der das gedruckte Papier kiloweise mitgenommen werden kann.
Der nächste Flohmarkt findet am 6. April statt.

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