Update1: Niedersprockhövel
Pflegeschnitt an 260 Jahre alter Kastanie - Schäden größer als angenommen

Die abgeschnittenen Äste wurden sofort aufgeladen.
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Wir berichteten bereits über den vorgesehenen Pflegeschnitt an der alten Kastanie auf der Hauptstraße, den die Stadt Sprockhövel angekündigt hatte. Die Gärtner der Stadt wurden heute tätig. Da die vorgefundenen Schäden am Baum massiver ausfielen als angenommen, musste der Baum stärker gekürzt werden.

Der Baum gehört für die meisten Niedersprockhöveler einfach zum Stadtbild auf ihrer Einkaufsstraße. Ein von der Stadt beauftragter Gutachter sprach bereits 2004 das Todesurteil. Aus Gründen der Verkehrssicherung empfahl er die Fällung. Auf den ersten Blick mochte man dem Fachmann Glauben schenken. Denn der Baum mit einem geschätzten Lebensalter von etwa 260 Jahren, überragte früher mit einer Höhe von 20 Metern bei weitem die umliegenden Gebäude. Und schwere, ausladende Äste ragten über die Fahrbahn hinaus.Die Vitalität einer gesunden Kastanie, dies war auch damals schon klar, konnte der Baum nicht vorweisen. Auch Fäulnis und Pilzbefall waren von Umweltschützern nicht wegzudiskutieren. Schon vor Jahren erfolgte dann ein massiver substanzerhaltender Rückschnitt und die Kastanie "lebt" heute noch.
Der Baumstamm, der sich in circa drei Metern Höhe erstmalig teilt, ist besonders straßenseitig von einer schweren Fäule betroffen, teilte die Stadt jetzt mit. Die nach der Entfernung der Baumkrone verbliebenen Einzelstammteile oberhalb dieser Vergabelung wurden zum damaligen Zeitpunkt durch eine feste Stammverbindung in Form von Metallstangen gegeneinander gesichert, um einen Abbruch zu verhindern.
Um die an diesem Standort dringend erforderliche Verkehrssicherheit wiederherzustellen und dabei so viel wie möglich des Stammes zu erhalten, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, den Stamm kurzfristig bis knapp oberhalb der bruchgefährdeten Vergabelungen zu kürzen.

Rückschnitt heute Morgen

Markus Gronemeyer und sein Team waren heute Morgen frühzeitig da. Der Bürgersteig wurde abgesperrt, zahlreiche Augen der städtischen Mitarbeiter wachten darüber, dass keiner der abgeschnittenen Äste unkontrolliert herunterfiel. Mittels Hubsteiger wurden dicke ausgetriebene Äste von oben abgenommen. Ein dringend  notwendiger Pflegeschnitt für die alte Kastanie. Allerdings wurde das Ausmaß der Schäden erst beim Rückschnitt sichtbar. Daher mussten die Gärtner der Stadt, nachdem noch Dirk Hölzel vom Bauamt eingeschaltet wurde, mehr abschneiden als ursprünglich geplant, da die Fäule des Baumes extrem stark fortgeschritten ist.
Dass der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lässt, konnte man heute Morgen an den schon ausgebildeten Knospen der Kastanie erkennen. Viele Passanten verfolgten mit Interesse die Baumpflegearbeiten der städtischen Gärtner und waren aber auch erschreckt, wieviel die Fachleute von der erkrankten Kastanie abschneiden mussten.

Autor:

Hans-Georg Höffken aus Hattingen

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