Sprockhövel: Brummis in der Hombergstraße

Dies Foto schickte uns ein Anwohner der Hombergstraße.
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Mehr als 25 Jahre dauert bereits die Planung der Umgehungsstraße in Niedersprockhövel.

Ende 2012 verfügte die Bezirksregierung Arnsberg den Offenlegungsbeschluss der sogenannten L70n. Danach bestand Baurecht. Im März 2013 wurde beim Verwaltungsgericht Arnsberg Klage erhoben. Im Januar 2014 lag die Klageerwiderung von Straßen.NRW vor.
Laut Einschätzung von Bernd Woldt, Beigeordnetem der Stadt Sprockhövel soll das Klageverfahren in diesem Jahr zum Abschluss kommen. Martin Debold von der Initiative „L70n - nein, danke“ hat aber schon angekündigt, in eine nächste Instanz gehen zu wollen. Damit dürfte ein möglicher Baubeginn noch der Ferne liegen.
Die rund einen Kilometer lange geplante Umgehungsstraße beginnt an der Wuppertaler Straße mit einem Kreisverkehrsplatz und endet an der Haßlinghauser Straße im Kreisverkehr. Politisch unterstützt wird das Vorhaben von SPD, CDU und FDP, die Grünen lehnen das Vorhaben aus ökologischen Gründen ab. Auch eine Bürgerinitiative mit Martin Debold ist gegen den Bau der Straße.
In einem Verkehrsgutachen im Frühjahr 2012 war von einer Belastung von rund 13.000 Fahrzeugen in 24 Stunden auf der Hauptstraße und der Mühlenstraße die Rede, die laut Prognose noch leicht ansteigen soll. Die neue Straße soll eine Entlastung um bis zu 5.000 Fahrzeugen bringen und auch im Lkw-Bereich eine deutliche Verbesserung erzielen.

Kommt die Umgehungsstraße?

Das sehen Vertreter der Grünen und der Bürgerinitiative deutlich anders. Im Juni hatten die Grünen den verkehrspolitischen Sprecher ihre Landtagsfraktion eingeladen, Arndt Klocke. Dieser erklärte, sowohl eine Begrenzung auf 30 km/h als auch eine Begrenzung der Tonnage des Lkw-Durchgangsverkehres auf der Hauptstraße sei möglich. Ausgenommen seien lediglich Lkws ortsansässiger Unternehmen. Durch Eigeninitiative eines Geschäftsinhabers an der Hauptstraße wurde festgestellt, dass rund 80 Prozent des Lkw-Verkehrs auf der Hauptstraße „Durchgangsverkehr“ ist. Er ist mehrfach einfach den Lkws hinterhergefahren und hat kontrolliert, wo sie hinfahren.
„Dies bestätigt die von uns seit Jahren vertretene These, dass sich der Lkw-Durchgangsverkehr ,mautfreie‘ Straßen parallel zur A43 sucht und findet und dass dies bei einer L70n zu weiterem Lkw-Aufkommen in Niedersprockhövel führen würde“, so die Gegner.
Die Stadt sieht in der Herabstufung auf Tempo 30 an der Hauptstraße derzeit keine Chance. Auf einer Veranstaltung des SPD-Ortsvereins Niedersprockhövel-Stüter Anfang 2015 erläuterte Bernd Woldt, dass dies nicht möglich sei, weil es eine Landesstraße sei. Nur der Bau der Umgehungsstraße und die Umwidmung der Hauptstraße zur Kommunalstraße würde diese Möglichkeit bieten.
Ob bei einem Bau der Umgehungsstraße die Hombergstraße tatsächlich angeschlossen würde, ist fraglich. Die Firmen haben zumindest vor einigen Jahren bereits abgewunken, weil der Anschluss wirtschaftlich nicht darstellbar sei.

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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