Wichtiger Standort der IHK
Ausbildungslotsen in Velbert sollen Jugendliche und Betriebe in der Region Niederberg zusammenbringen

Über die "runderneuerte" IHK-Zweigstelle in Velbert freuen sich (von links): "Hausherr" Marcus Stimler, Leiter der Zweigstelle Velbert; IHK-Geschäftsführer Clemens Urbanek, Cathleen Göpfert, Dr. Ulrich Biedendorf sowie Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.
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  • Über die "runderneuerte" IHK-Zweigstelle in Velbert freuen sich (von links): "Hausherr" Marcus Stimler, Leiter der Zweigstelle Velbert; IHK-Geschäftsführer Clemens Urbanek, Cathleen Göpfert, Dr. Ulrich Biedendorf sowie Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.
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"Die fertige Umgestaltung des Umfeldes ist für uns auf jeden Fall ein Gewinn", erklärt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf zur Wiedereröffnung der IHK-Zweigstelle Velbert nach einer etwa zweijährigen Sanierungsphase. "Die IHK-Zweigstelle wird so jetzt wesentlich besser wahrgenommen."

Das denkmalgeschützte Gebäude an der Nedderstraße musste wegen eines alters- und baubedingten Feuchtigkeitsschadens umfangreich saniert werden. Bedingt durch die Hanglage war Wasser durch das Mauerwerk eingedrungen und hatte Wände und Holzböden durchfeuchtet. Abgeschlossen wurden diese Arbeiten im Dezember 2018, die IHK bezog ihre neuen Räume Mitte Januar 2019. „Wir haben Glück im Unglück gehabt, weil die Stadt Velbert während unserer Baumaßnahmen die Zuwegung zum Gebäude erneuerte und den Park Am Offers umgestaltete – was von unschätzbarem Wert für die Trockenlegung des Gebäudes war und hoffentlich künftig auch Feuchtigkeitsschäden wird verhindern helfen“, so Berghausen.
Nach der Sanierung seien die Räumlichkeiten heller, moderner und ansprechender geworden und die Arbeitsplätze technisch auf dem neuesten Stand. "Insbesondere in puncto Digitalisierung sind wir jetzt viel besser aufgestellt", erklärt "Hausherr" Marcus Stimler, Leiter der Zweigstelle Velbert.
1939 als Wohnhaus errichtet, ging es später in den Besitz der IHK Wuppertal über und 1977 der IHK Düsseldorf, nachdem die IHK-Bezirke neugegliedert worden waren und der Kreis Mettmann – und damit auch Velbert – dem Bezirk Düsseldorf zugewiesen wurde. "In Velbert ist die einzige Zweigstelle der IHK Düsseldorf", betont Berghausen.
Man habe auch deshalb Pressevertreter zum Gespräch geladen, um den Gerüchten, die IHK wolle ihre Velberter Niederlassung aufgeben, entgegenzuwirken. Solche Überlegungen habe es nie gegeben, im Gegenteil, man wolle klar machen, dass die IHK den Niederberger Raum auf dem Schirm habe. "Die neue Zweigstelle ist für uns ein wichtiger Standortfaktor. Denn gerade in der Struktur- und Regionalpolitik müssen wir mit allen relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung eng zusammenarbeiten", erklärt IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Biedendorf, Leiter der Abteilung Handel, Dienstleistungen, Regionalwirtschaft und Verkehr. "Die Präsenz vor Ort im Niederbergischen Raum ist daher unabdingbar."
"Wir wissen um die Besonderheit des Niederberger Raums und müssen gezielte Aktivitäten für die Region entwickeln", so der Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.
Zu diesen Aktivitäten gehört zum einen die Passanten- und Geschäftsbefragung in den Innenstädten, die zurzeit noch ausgewertet wird. "Wir haben diese Befragung bewusst vor die Eröffnung der ,Stadtgalerie' gelegt, um später die Entwicklung der Geschäftslage besser einschätzen zu können", sagt Stimler. Von IHK-Seite sähe man die "Stadtgalerie" zunächst als positive Entwicklung. "Wir müssen aber ein Auge darauf haben, dass auch die gesamte Innenstadt von einer positiven Entwicklung profitieren kann."
Zum anderen setze man auf Berufsbildung und Fachkräftesicherung über Aus- und Weiterbildungsberatung sowie die Eintragung und Prüfung industriell-technischer Ausbildungsberufe für alle Unternehmen in Haan, Heiligenhaus, Mettmann, Velbert und Wülfrath.
Dazu beginnt im April das Projekt „Start ME – Starthilfe für Ausbildung im Kreis Mettmann!“, mit dem die IHK in Velbert mit drei aus Bundesmitteln geförderten sogenannten Ausbildungslotsen vertreten sein wird, und zwar für drei Jahre. "Unser Ziel ist, Jugendliche und Betriebe zusammenzubringen", sagt IHK-Geschäftsführer Clemens Urbanek, Leiter der Abteilung Berufsbildung/Prüfungen. Im Bereich Niederberg gäbe es mehr Bewerber als Stellen beziehungsweise es gäbe offene Ausbildungsstellen, doch die Betriebe fänden keine geeigneten Bewerber. Urbanekt: "Die drei Ausbildungslotsen werden kleine und mittlere Unternehmen in Niederberg dabei unterstützen, geeignete Bewerber zu finden. Sie begleiten die neuen Ausbildungsverhältnisse auch während der Probezeit mit Rat und Tat. Darüber hinaus werden wir die Unternehmen beraten, wie sie sie in der digitalen Welt auf ihre Ausbildungsaktivitäten aufmerksam machen können.“
Die Entwicklung sei zwar bereits positiv, es wären im vergangenen Jahr 1,9 Prozent zusätzliche Arbeitsverträge mehr als im Vorjahr abgeschlossen worden. Doch: "Wenn beide Seiten unzufrieden sind, dann müssen wir als IHK etwas tun", betont Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Man sei schließlich sowohl für die Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchen, da als auch für die Unternehmen.
Die IHK in Velbert hat zudem in diesem Jahr etwas zu feiern: Am Donnerstag, 4. Juli, findet im Historischen Bürgerhaus Langenberg ein Festakt zum 100-jährigen Bestehen der IHK in Velbert statt.

Autor:

Annette Schröder aus Bochum

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