Arbeitsmarkt
Etwas mehr Arbeitslose: Saisonbedingter Anstieg im Januar

 „Die Lage am Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann bleibt weiterhin gut, auch wenn die Zahl der Jobsuchenden im Januar wie erwartet wegen der üblichen Winterpause deutlich gestiegen ist", erklärt Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.
  • „Die Lage am Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann bleibt weiterhin gut, auch wenn die Zahl der Jobsuchenden im Januar wie erwartet wegen der üblichen Winterpause deutlich gestiegen ist", erklärt Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.
  • Foto: Agentur für Arbeit
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„Die Lage am Arbeitsmarkt im Kreis Mettmann bleibt weiterhin gut, auch wenn die Zahl der Jobsuchenden im Januar wie erwartet wegen der üblichen Winterpause deutlich gestiegen ist. Dieser Anstieg ist ganz typisch für den Januar, da zum Jahresende viele befristete Arbeitsverträge auslaufen", erklärt Karl Tymister, Chef der Agentur für Arbeit Mettmann.

Zudem ruhe wegen des kalten Winterwetters vor allem in den Außenberufen, wie beispielsweise in der Baubranche häufig die Arbeit. Auch die Jugendarbeitslosigkeit sei leicht überproportional gestiegen. "Dies liegt an den zweieinhalb oder dreieinhalbjährigen Ausbildungsverhältnissen, die jetzt im Januar mit den Prüfungen geendet haben. Die jungen Fachkräfte, die nach den bestandenen Prüfungen nicht übernommen werden konnten, haben sich bei uns arbeitslos gemeldet. Doch dies ist kein Anlass zur Sorge, denn sie werden erfahrungsgemäß schnell eine Anschlussbeschäftigung finden“, so Tymister.
In der Agentur für Arbeit Velbert, die die Städte Velbert, Wülfrath und Heiligenhaus umfasst, sind im Januar 4.008 Menschen arbeitslos. Das sind 244 Menschen mehr als im Dezember, aber 580 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Geschäftsstelle steigt von 5,4 Prozent im Dezember auf aktuell 5,8 Prozent (Januar 2018: 6,6 Prozent). 973 Personen meldeten sich (neu oder erneut) arbeitslos, das sind 95 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 728 Personen ihre Arbeits-losigkeit, das sind drei mehr als vor einem Jahr.
Arbeitgeber meldeten im Januar 161 neue Arbeitsstellen, 33 mehr als vor einem Jahr. Damit sind in der Geschäftsstelle Velbert insgesamt 749 freie Stellen gemeldet. Das sind 65 mehr als vor einem Jahr.
In der Stadt Velbert sind aktuell 2.673 Menschen arbeitslos, das sind 154 mehr als im Dezember, aber 407 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Stadt Velbert steigt von 5,7 Prozent im Dezember auf aktuell 6,0 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese noch 6,9 Prozent.
In der Stadt Heiligenhaus sind aktuell 806 Menschen arbeitslos, das sind 48 mehr als im Dezember, aber 126 weniger als vor einem Jahr. In der Stadt Wülfrath sind aktuell 529 Menschen arbeitslos, das sind 42 mehr als im Dezember, aber 47 weniger als vor einem Jahr. Für Heiligenhaus und Wülfrath wird aufgrund der geringen Größe der Städte keine Quote ausgewiesen.
Im Kreis Mettmann sind im Januar 14.773 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 715 mehr als im Dezember, aber 1.103 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 5,4 Prozent im Dezember auf aktuell 5,7 Prozent. (Januar 2018: 6,2 Prozent). Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Kreis Mettmann meldeten sich im Januar insgesamt 3.249 Personen bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter neu oder erneut arbeitslos. Das waren 168 mehr als im Dezember und auch 280 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 2.531 Menschen ihre Arbeitslosigkeit, 694 weniger als im Dezember, aber 56 mehr als im Januar 2018.
Von der Agentur für Arbeit Mettmann wurden im Januar insgesamt 5.293 Männer und Frauen ohne Job betreut. Das sind 581 Personen mehr als im Dezember, aber 101 weniger als vor einem Jahr. Vom Jobcenter ME-aktiv wurden 9.480 Arbeitslose betreut und damit 134 mehr als im Dezember, aber 1.002 weniger als vor einem Jahr.
Aktuell sind 938 junge Menschen von 15 bis 24 Jahre arbeitslos gemeldet. Das sind 68 mehr als im Dezember, aber 92 Personen oder 8,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung der Unterbeschäftigung

Eine wichtige, durch die Bundesagentur für Arbeit ausgewiesene Größe ist die Unterbeschäftigung. Sie erfasst zusätzlich zur statistischen Arbeitslosigkeit auch die Personen, die als Teilnehmer von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, aufgrund von Krankheit oder aus sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die gesamte Unterbeschäftigung inklusive den arbeitslos gezählten Menschen umfasst im Januar 19.725 Personen. Das sind 404 Personen mehr als im Dezember, aber 1.106 Menschen oder 5,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 7,5 Prozent, vor einem Jahr lag sie noch bei 8,0 Prozent.
Stellenangebot: Im Januar meldeten die Unternehmen im Kreis Mettmann der Arbeitsagentur 852 neue Stellen, 99 weniger als im Dezember, aber 101 mehr als vor einem Jahr. Insgesamt sind damit im Januar 3.851 freie Stellen im Kreis Mettmann gemeldet, das sind 150 Stellen weniger als im Dezember, aber 314 Stellen mehr als vor einem Jahr. 3.333 und damit 86,5 Prozent aller Stellen sind unbefristet, 545 Stellen oder 14,2 Prozent werden in Teilzeit angeboten. Besonders gesucht sind Fachleute aus den Bereichen Verkehr- und Logistik, Metallerzeugung, -bearbeitung, Metallbau sowie Führung von Fahrzeug- und Transportgeräten. 864 und damit etwa eine von fünf gemeldeten Stellen wird von Zeitarbeitsunternehmen angeboten.

Agentur für Arbeit Velbert: im Januar 4.008 Arbeitslose; 244 Menschen mehr als im Dezember, 580 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die Städte Velbert, Wülfrath und Heiligenhaus liegt bei 5,8 Prozent.
 Kreis Mettmann: im Januar 14.773 Arbeitslose; 715 mehr als im Dezember, 1.103 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,7 Prozent.

Autor:

Annette Schröder aus Bochum

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