Abbiegeassistenz für mehr Sicherheit
Technische Betriebe haben Großfahrzeuge umgerüstet

Die Technischen Betriebe Velbert haben ihre Großfahrzeuge mit einer Abbiegeassistenz nachgerüstet. Damit möchten sie einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten, denn der tote Winkel ist sehr groß. Bei der Vorstellung dabei: Landrat Thomas Hendele (v.l.), Bürgermeister Dirk Lukrafka, Ralf Schefzig, Direktionsleiter Verkehr der Polizei Mettmann und TBV-Vorstand Sven Lindemann.
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  • Die Technischen Betriebe Velbert haben ihre Großfahrzeuge mit einer Abbiegeassistenz nachgerüstet. Damit möchten sie einen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit leisten, denn der tote Winkel ist sehr groß. Bei der Vorstellung dabei: Landrat Thomas Hendele (v.l.), Bürgermeister Dirk Lukrafka, Ralf Schefzig, Direktionsleiter Verkehr der Polizei Mettmann und TBV-Vorstand Sven Lindemann.
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"Man muss die Verkehrsteilnehmer unbedingt darauf aufmerksam machen, wie groß der tote Winkel neben einem Lkw ist. Für Groß und Klein gilt: Stellt euch nicht neben einen großen Lkw!", betont Landrat Thomas Hendele bei der Vorstellung der elektronischen Abbiegeassistenten an Fahrzeugen der Technischen Betriebe Velbert.

Denn die kleinen Kameras an den Seiten der Fahrerkabine vergrößern zwar die Verkehrssicherheit, aber Radfahrer und Fußgänger sollten dennoch größte Vorsicht an den Tag legen.
Neben dem neuen Großfahrzeug der Technischen Betriebe Velbert (TBV) liegt eine dreieckige Plane auf dem Boden mit der Aufschrift "Toter Winkel" von der Verkehrswacht, die verdeutlicht, wie groß der Bereich ist, in dem der Lkw-Fahrer keine Personen erkennen kann. "Wenn wir den toten Winkel von Lkw an Schulen vorstellen, passt meist einen ganze Schulklasse in den Bereich", erklärt Ralf Schefzig, Direktionsleiter Verkehr der Polizei Mettmann und Vorsitzender der Kreisverkehrswacht.
Immer wieder kommt es im Straßenverkehr zu schweren Unfällen zwischen rechtsabbiegenden Lkw mit Radfahrern oder Fußgängern. „Wir sind froh, dass es bisher keinen derartigen Unfall mit Einsatzfahrzeugen der TBV gegeben hat“, erläutert der Vorstand der TBV Sven Lindemann anlässlich der Vorstellung der Abbiegeassistenten. „Damit das auch so bleibt, legen wir besonderen Wert auf die zeitgerechte Ausstattung unserer Fahrzeuge. So schützen wir nicht nur die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch unsere Mitarbeiter. In den letzten Jahren ist deren Aufgabe durch ein stetig wachsendes Verkehrsaufkommen deutlich anspruchsvoller geworden“, sagt Lindemann.
Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, werden seit September 2018 die Großfahrzeuge der TBV mit sogenannten elektronischen Abbiegeassistenzsystemen ausgestattet. Diese Kamerasysteme ermöglichen dem Fahrer über einen Bildschirm die Einsicht in den toten Winkel rechts neben dem Fahrzeug.
Nachgerüstet wurden ein Kanalspülwagen und insgesamt fünf Groß-Lkw mit Ladekran der Geschäftsbereiche Grün, Straßenunterhaltung sowie Bauwerks- und Brückenunterhaltung. Im Bereich Abfallentsorgung erhielten acht Fahrzeuge die neue Technik: vier Müllwagen, zwei Sperrmüllwagen, ein Fahrzeug zur Abfuhr von Altpapier und ein weiterer Groß-Lkw – ein sogenanntes Abrollmuldenfahrzeug.
Keinen Abbiegeassistenten erhalten alle Großkehrmaschinen, da sie Rechtslenker sind, und alle Traktoren, die eine vollverglaste Kabine besitzen. Daher ergibt sich bei diesen Fahrzeugen das Problem des toten Winkels nicht.
„Neue Großfahrzeuge der TBV werden künftig nur noch mit dem Abbiegeassistenten beschafft, so können wir die Verkehrssicherheit für alle Teilnehmer dauerhaft erhöhen", sagt Bürgermeister Dirk Lukrafka. "Als Familienvater ist es ein gutes Gefühl, wenn die TBV damit die Sicherheit unserer Kinder im Straßenverkehr verbessern.“
Um zur Aufklärung über die anspruchsvolle Tätigkeit der Fahrer beizutragen, unterstützen die TBV zudem die Aktion "Toter Winkel" der Kreisverkehrswacht. Zusätzlich zu den Abbiegeassistenten wurden die Fahrzeuge daher mit Aufklebern der Kreisverkehrswacht ausgestattet, die an der Beifahrerseite und am Heck auf die Gefahr des toten Winkels hinweisen.
Im Rahmen dieser Aktion haben vergangenen Oktober die Fünftklässler der Gesamtschule Velbert-Mitte nach einem theoretischen Unterricht praktische Erfahrungen an und in einem Großfahrzeug der TBV gesammelt. Die toten Winkel des Fahrzeugs wurden dazu über Bodenplanen sichtbar gemacht. Die Schüler konnten sich dann aus der Fahrerkabine heraus davon überzeugen, wie ihre Mitschüler im toten Winkel verschwanden.
Auch zukünftig wollen die TBV die Aktion der Verkehrswacht weiter unterstützen. Landrat Thomas Hendele, Schirmherr der Kreisverkehrswacht Mettmann, erklärt, weshalb die Aktion besonders wichtig ist: „Die Schüler können durch die Verkehrserziehung Gefahrenquellen besser einschätzen und lernen die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Somit werden sie bereits früh für einen bewussten und sicheren Umgang miteinander sensibilisiert.“
Die Verkehrswacht sucht für die Aktion "Toter Winkel" noch weitere Partner-Unternehmen, die Lkw zur Verfügung stellen. "Unser Ziel ist, jede zweite Woche mit der Aktion eine Grundschule in der Region besuchen zu können", erklärt Tanja Smigoc, Projektmanagerin der Verkehrswacht. "Aber dafür brauchen wir noch dringend mehr Fahrzeuge." 

Die Technischen Betriebe Velbert haben 14 ihrer Großfahrzeuge mit elektronischem Abbiegeassistenten nachgerüstet.
Die Verkehrswacht führt regelmäßig die Aktion "Toter Winkel" an Schulen durch. Unter anderen die TBV sind Partner, die Verkehrswacht sucht jedoch noch weitere Unternehmen, die Lkw dafür zur Verfügung stellen können.

Autor:

Annette Schröder aus Bochum

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