Iserlohn Roosters: Besser konnte der Saisonauftakt nicht starten
Riesen Jubel nach dem 4:1

Fulminanter Saisonstart für die Roosters. Foto: Jonas Brockmann
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  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Genauso hatten sich die Roosters das gewünscht: Unter dem Jubel der knapp 3.500 Zuschauer besiegten die Iserlohner die Nürnberg Ice Tigers mit 4:1 und revanchierten sich damit für die Niederlage in der Vorbereitung vor einer Woche beim Turnier in Dresden.
Von der ersten Minute an legten beide Teams los wie die Feuerwehr, angestachelt vom euphorischen Publikum am Seilersee. Doch nach 39 Sekunden gab es den ersten Dämpfer für die Sauerländer. Schmölz satter Handgelenkschuss schlug zur Überraschung von Torhüter Andy Jenike im Tor ein – ausgerechnet sein Kumpel Sezemsky hatte abgefälscht. Davon ließen sich die Gastgeber aber nicht beirren. Nur 38 Sekunden später klingelte es erneut im Kasten, diesmal aber auf der anderen Seite. Neuzugang Nick Schilkey traf zum ersten Tor der Roosters in dieser Saison: Nach Vorarbeit von Foucault setzte sich die neue Nummer 7 der Roosters sehenswert durch und traf goldrichtig oben links in den Giebel. Torchancen gab es im ersten Drittel auf beiden Seiten. Zunächst vergab Nürnbergs Fox gleich doppelt (6.) und im Anschluss musste Jenike in Unterzahl bei einem abgefälschten Schuss sein ganzes Können unter Beweis stellen. Aber auch Iserlohn besaß Möglichkeiten durch Raedeke und Cornel, der freistehend am überragend reagierenden Treutle scheiterte (16.). Die Partie war nicht nur schnell, sondern wurde auch immer ruppiger. Erst mussten Labrie und Brown nach einem Faustkampf auf die Strafbank, danach traf es Acolatse und Parlett. Letztgenannter musste nach einem deutlich sichtbaren Stockstich sogar mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe in die Kabine. Einer behielt in dieser heißen Phase dennoch einen kühlen Kopf – Joe Whitney. Der Torjäger der letzten Saison profitierte von einem feinen Zuspiel von Kris Foucault und schlenzte den Puck zur 2:1-Führung in den Winkel. Die Eissporthalle glich einem Tollhaus.

Struktur im Spiel 

Beide Trainer schienen in der Drittelpause ein wenig Struktur in das Spiel gebracht zu haben, denn der Beginn des Mittelabschnitts verlief wesentlich geordneter als noch in Drittel 1. Dementsprechend dauerte es auch eine Weile, bis es zum ersten Mal gefährlich wurde vor dem Tor. Raedeke scheiterte bei einem Konter an Niklas Treutle (26.). Nur wenig später fand auch Kris Foucault seinen Meister im Nürnberger Schlussmann. Auf der anderen Seite reagierte auch Jenike prächtig gegen Dane Fox (28.). Besser machten es Sezemsky und Foucault im Gegenzug. Der Verteidiger sah den Stürmer am langen Pfosten freistehend, so dass Kris Foucault nur seinen Schläger in den genialen Pass halten musste, um zum 3:1 einzunetzen (28.). Dann wieder Alarm auf der Gegenseite, nachdem Jenike zwar abwehren konnte, der Puck jedoch frei im Torraum lag. Zum Iserlohner Glück schaltete O’Connor am schnellsten und rettete geistesgegenwärtig vor der Linie (32.). Laut wurde es auch nochmal, als Adam das vermeidliche 4:1 in Überzahl erzielte, doch der Treffer wurde wegen Torraumabseits aberkannt.

Schlussabschnitt

Im Schlussabschnitt versuchten die Hausherren, die Spielkontrolle auf ihrer Seite zu behalten. Nürnberg spielte sich nur selten gute Torchancen heraus, wie Julius Karrer, der kurz vor Jenike seinen Schläger in einen Pass hielt und den Puck gefährlich abfälschte (48.). Abgezockter präsentierten sich an diesem Abend aber die Sauerländer. Casey Bailey ließ einen Abpraller nach einer Energieleistung von Acolatse mit seinem Schläger zum 4:1 ins Tor abtropfen und sorgte damit für die Vorentscheidung in der Partie (52.). Die Ice Tigers riskierten kurz vor dem Ende noch einmal alles, nahmen ihren Goalie vom Eis, allerdings ohne Erfolg. Es bleib beim verdienten Sieg der Roosters, der mit der lautstarken Meute ausgiebig gefeiert wurde.

Die Spieler

Roosters: Jenike – O’Connor, Ankert; Acolatse, Buschmann; Sezemsky, Labrie; Rausch – Bailey, Adam, Whitney; Ziegler, Ewanyk, Broda; Jentzsch, Raedeke, Alanov; Schilkey, Cornel, Foucault

Ice Tigers: Treutle – Parlett, Bender; Welsh, Weber; Mebus, Karrer; Pilu – Fleischer, Stoa, Schmölz; Reimer, Sheehy, Brown; Friedrich, Jahnke, Fox; Lobach, Usdorf, Kislingerg
Die Tore
Tore: 0:1 (00:39) Schmölz, 1:1 (01:17) Schilkey (Raedeke, Foucault), 2:1 (18:28) Whintney (4-4/ Foucault, Buschmann), 3:1 (27:52) Foucault (5-4/ Sezemsky, Cornel), 4:1 (51:13) Bailey (Acolatse, Adam)

Schiedsrichter: Kohlmüller/Rantala

Strafen: Roosters 8 + 5 (Labrie) – Ice Tigers 6 + 5 (Brown) + 5 (Pilu) + 5 + Spieldauer (Parlett)

Nächstes Spiel:
12.09.2021, 16:30 Uhr. Iserlohn Roosters. vs. Eisbären Berlin

Text: www.iserlohn-roosters.de

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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