Engpässe vermeiden
Blut spenden auch während der Corona-Krise

Auch während der Corona-Krise darf und soll Blut gespendet werden. Foto: LK-Archiv
  • Auch während der Corona-Krise darf und soll Blut gespendet werden. Foto: LK-Archiv
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Sind Sie gesund und fit? Dann können Sie Blut spenden. Denn auch in Zeiten der Corona-Kirse, der Grippewelle und grassierender Erkältungen benötigt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. 

Kreis Unna. Auch wenn in der weiteren dynamischen Entwicklung um den Coronavirus in den Kliniken elektive (geplante Operationen) Eingriffe verschoben werden sollten, werden Blutpräparate zur Versorgung der Patienten in akuten Notsituationen und chronisch Kranker weiterhin dringend benötigt. 
Das DRK ist auf jedes Spendelokal angewiesen sind. Mehren sich die Absagen bereits gebuchter Spendelokale kann dies zu erheblichen Problemen führen. Unter Umständen können Versorgungsauftrag nicht mehr erfüllt werden, denn ein öffentlich zugängliches Spendelokal ist der erste Grundpfeiler in einer empfindlichen Kette der Versorgung von Patienten mit Blut in Therapie und Notfallversorgung. Ohne Spendelokal können keine Blutspendeaktion durchführen, keine Blutspenden erhalten, weiterverarbeiten, testen und am Ende fehlen die Blutpräparate bei den Patienten in den Kliniken.
Für die Blutspendetermine gilt: Ein mobiler Blutspendetermin kann nicht mit einem Konzert, Cafébesuch oder Sportevent gleichgesetzt werden.
Eine Cafébesuch lässt sich nachholen, eine lebensrettende Blutspende nicht! Auch wenn die Maßgabe jetzt heißt, möglichst Sozialkontakte zu meiden, gibt es Bereiche in der grundlegenden medizinischen Versorgung der Bevölkerung, in denen wir dennoch zusammenstehen müssen. Dies betrifft auch das Blutspendewesen. Hier kommen deutlich weniger Menschen auf einmal zusammen, die darüber hinaus im Regelfall gesund sind. Wer sich nicht gut fühlt, wer erste Anzeichen einer Erkrankung verspürt, geht schlicht und einfach nicht zur Blutspende. Darüber hinaus erfolgt die Durchführung der Blutspendetermine stets unter ärztlicher Aufsicht und bei Berücksichtigung höchster Hygiene-​ und Sicherheitsstandards. So wird bei sämtlichen Spendewilligen unmittelbar nach dem Eintreffen die Körpertemperatur festgestellt. Sollte es hier zu etwaigen Auffälligkeiten kommen, würde entsprechend der geltenden Vorgaben gehandelt. Oberste Priorität ist die Sicherheit von Spendern und Empfängern.

Kann ich jetzt noch Blut spenden?

Ja, denn jede Blutspende zählt und wird dringend benötigt. Die DRK-​Blutspendedienste beobachten die Lage rund um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus (Sars-​CoV-2) sehr aufmerksam und stehen hierzu in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Grundsätzlich gilt wie immer: Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit dafür fühlen. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Empfänger.
Wie immer gilt: Menschen mit grippalen oder Erkältungs-​Symptomen sollen sich erst gar nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen, die anwesenden Ärzte auf unseren Blutspendeterminen werden sie in diesen Fällen nicht zur Spende zulassen. Das gilt auch für Spendewillige, die vom Coronavirus betroffene Risikogebiete bereist haben.

Sind Blutpräparate für die Empfänger sicher?

An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-​19 nichts geändert. Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine gesicherten Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar. Auch hier gilt, dass die Aufsichtsbehörden engmaschig beobachten und analysieren.

Darf ich Blut spenden, wenn ich zu einer erkrankten Person Kontakt hatte?

Derzeit werden Personen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, oder die gar einen nachgewiesenen Kontakt zu mit Infizierten, Erkrankten oder potentiell Infizierten (sog. Kontaktfälle) hatten, nicht zur Spende zugelassen. Sie müssen aus Sicherheitsgründen eine Wartezeit von vier Wochen vor der nächsten Spende einhalten. Eine Liste der als Risikogebiete eingestuften Länder und Regionen finden Sie auf der Homepage des Robert-​Koch-Institutes unter www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Werden Blutspenden auf das neue Virus Covid-​19 getestet?

An der Präparatesicherheit für Transfusionsempfänger hat sich durch Covid-​19 nichts geändert. Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine gesicherten Hinweise, deshalb ist auch von der zuständigen Bundesbehörde eine Testung bislang nicht vorgesehen.

Wo Blut gespendet werden kann und weitere Infos zum Thema finden Interessierte unter www.drk-blutspende.de/blutspendetermine als auch unter der kostenlosen Tel. 0800/11 949 11 (8 bis 18 Uhr).

Autor:

Carolin Plachetka aus Stadtspiegel Kamen

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