Reiher im Kreis Unna schützen
Die Vögel sind an Gartenteichen gefährdet

Reiher fressen Fische und suchen Gartenteiche auf, um sich eine schmackhafte Mahlzeit zu gönnen. Das missfällt vielen Bürgern, besonders, wenn ihnen zum Teil sehr teure Fische weggeholt werden. Foto: Norbert Jan
  • Reiher fressen Fische und suchen Gartenteiche auf, um sich eine schmackhafte Mahlzeit zu gönnen. Das missfällt vielen Bürgern, besonders, wenn ihnen zum Teil sehr teure Fische weggeholt werden. Foto: Norbert Jan
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 In vielen Gärten existieren Gartenteiche. Das ist gut so, denn dies schafft neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die im Wasser zuhause sind. Manchmal gibt es aber auch Probleme...
Gerade Goldfische, Goldorfen und Kois erfreuen sich bei Teichbesitzern großer Beliebtheit. Und beliebt sind diese auch bei Graureihern. Graureiher fressen Fische und suchen auch kleinste Gartenteiche auf, um sich oder ihrem Nachwuchs eine schmackhafte Mahlzeit zu gönnen. Das missfällt vielen Gartenteichbesitzern, besonders, wenn ihnen zum Teil sehr teure Fische weggeholt werden.

Nicht jedem Tipp trauen

Im Internet gibt es zahlreiche Empfehlungen, wie dieses Problem gelöst werden kann, und der Fachhandel bietet entsprechende Artikel an. Das sind z.B. Reiherattrappen, die auf Artgenossen abschreckende Wirkung haben sollen, Glaskugeln, Wassersprinkler, Abspannnetze oder Abspannschnüre. "Die sind nicht immer wirkungsvoll und können unter Umständen sogar die Reiher und andere Vogelarten das Leben kosten", sagt Irina Tien, Sachgebietsleiterin Landschaft beim Kreis Unna.

Erst kürzlich wurden im Kreis Unna zwei Fälle bekannt, bei denen sich jeweils ein Graureiher in den am Teichufer angebrachten Perlonschnüren verstrickt hatte. Einer der beiden Vögel hatte sich dabei so stranguliert, dass ein Tierarzt ihn nur noch einschläfern konnte. Ähnlich, wenn auch mit glücklichem Ausgang, erging es dem anderen Reiher. Perlon- oder Angelschnüre sollten also nicht verwendet werden. Sind die Netze zu dicht über dem Teich angebracht, können außerdem kleine Singvögel, die unter dem Netz ein Schlupfloch gefunden haben, nicht mehr entweichen und müssen qualvoll ertrinken.
Der Kreis Unna empfiehlt deshalb, nur solche Vorrichtungen zu verwenden, die eine Gefährdung von Tieren ausschließen. Gut geeignet ist beispielsweise Flatterband. "Und wem das nicht gefällt", so Tien, "der kann auch große Blumentöpfe mit hochwüchsigen Stauden am Gartenteich drapieren. Das schreckt Reiher ab und sieht dann zusätzlich auch hübsch aus." PK | PKU

Autor:

Anja Jungvogel aus Stadtspiegel Kamen

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