Nach dem Brand der Turmarkaden müssen Mieter in Notunterkünfte ziehen
Räumung: 95 Bewohner verlieren ihr Dach über dem Kopf

Nach dem Großeinsatz letzte Woche, müssen nun die Häuser an der Töddinhauser Straße 135 und 137 komplett geräumt werden. Foto: DRK Fröndenberg
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  • Nach dem Großeinsatz letzte Woche, müssen nun die Häuser an der Töddinhauser Straße 135 und 137 komplett geräumt werden. Foto: DRK Fröndenberg
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Nach dem Turmarkaden-Brand, der in der letzten Woche einen Großeinsatz der Bergkamener Wehren und des DRK auf den Plan gerufen hat, äußerte sich Beigeordnete Christine Busch, wie nun weiter vorgegangen werden muss: "Um eine akute Gefahr für Leib und Leben der Bewohner auszuschließen, ist die Stadt Bergkamen gezwungen, die Häuser räumen zu lassen", erklärte sie auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz. 
Die Häuser an der Töddinghauser Str. 135 und 137 müssten für unbestimmte Zeit geräumt werden. Betroffen von dieser Maßnahme seien rund 95 Bewohner, die unter diesen Adressen gemeldet sind.
Die Stadtverwaltung stellt Notunterkünfte zu Verfügung, wobei hierfür 241,34 Euro Kosten im Monat pro Person anfallen. Die Rechnungen würden in der Regel von den entsprechenden Feuerversicherungen beglichen werden, so die Stadtverwaltung. Insgesamt hätten bislang 16 Bewohner das Notunterkunft-Angebot der Stadt Bergkamen angenommen.

Haustiere können bei der Unterbringung leider nicht berücksichtigt werden und sollten entweder zu Freunden oder vorübergehend ins Tierheim gebracht werden. Das sei so in der städtischen Satzung veranschlagt, erklärt Bürgermeister Roland Schäfer, nachdem zu diesem Punkt in der Facebook-Gruppe "Du bist Bergkamener" eine heftige Diskussion entfacht war.
Der Bürgermeister brachte sich ins Gespräch ein und versuchte die Wogen zu glätten: "Kein einziger der 16 untergebrachten Menschen hat ein Haustier! Die Empörung und Aufregung ist also nicht ganz so berechtigt."

Wann die Mieter zurück in ihre Wohnungen dürfen, kann derzeit nicht beantwortet werden. Doch die Immobilienverwaltung will so schnell wie möglich ein Sachverständigenbüro beauftragen, damit der Zustand der Häuser bewertet wird und die notwendigen Baumaßnahmen starten können.
Die nun leerstehenden Wohnhäuser werden ab sofort von einem 24-Stunden-Sicherheitsdienst bewacht, um Einbrecher fernzuhalten und um zu verhindern, dass Mieter unbemerkt in ihre Wohnungen zurückkehren.
In Begleitung des Wachschutzes soll es den Bewohnern möglich sein, fehlende oder vergessene Dinge aus den Wohnungen zu holen.

Gebäude wurden geräumt

Weitere Fragen der Bewohner beantwortet das Immobilienunternehmen unter Telefon: 02303 94237-220. Die Stadtverwaltung ist zudem unter Tel. 02307/965-444 zu erreichen.

Hintergrund

Der Brand am vergangenen Freitag (10. Mai) in den ehemaligen Turmarkaden hat dazu geführt, dass die Bewohner der unmittelbar angrenzenden Wohnhäuser (Töddinghauser Str. 135 und 137) ihre Wohnungen verlassen mussten und die Stromversorgung unterbrochen wurde.
Das Bauaufsichtsamt der Stadtverwaltung Bergkamen, die Brandschutzdienststelle des Kreises Unna und der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bergkamen haben als Folge daraus sowohl die Turmarkaden als auch die beiden Wohnhäuser erkundet.

Brandschutzmängel

Leider musste festgestellt werden, dass die Wohnhäuser 135 und 137 mit erheblichen Brandschutzmängeln belastet sind. Die Gebäude sind baulich miteinander verbunden.

Hier: Aufgewühlte Bewohner der Notunterkunft

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