Verpackungen sind kein Müll
Wertvolle Stoffe voneinander trennen und wiederverwenden

Mit der Jahreswende trat das neue Verpackungsgesetz in Kraft. LK-Archiv: Aquazoo Löbbecke Museum

Kartons, Marmeladengläser und Weinflaschen, Konservendosen und Plastikbehälter für Eis: Weil sie aus wertvollen Rohstoffen bestehen, sind Verpackungen aus diesen Materialien kein Abfall, sondern können recycelt und wiederverwendet werden. Um diesen Verwertungskreislauf stärker in Gang zu bringen und am Laufen zu halten, tritt am 1. Januar das neue Verpackungsgesetz in Kraft.

Unna. Deutlich mehr Verpackungen müssen nun recycelt werden. Bei Kunststoffverpackungen etwa ist festgelegt, dass fast 60 Prozent wieder zu neuen Materialien verarbeitet werden müssen, statt bislang 36 Prozent. “In den nächsten drei Jahren sollen zwei von drei Kunstverpackungen wieder aufbereitet und neu eingesetzt werden. Die Verpackungsindustrie darf zudem nur solche Umhüllungen auf den Markt bringen, die nach Gebrauch aufbereitet und zu neuen Produkten oder Verpackungen verarbeitet werden können“, erklärt Karin Baumann, Umweltberaterin der Verbraucherzentrale NRW in Unna. Aber nur was richtig getrennt wurde, wird auch recycelt. Für die richtige Trennhilfe sorgen einige Tipps der Verbraucherzentrale NRW:
Alle guten Dinge zum Verpackungs-Trennen sind drei: Glas gehört in die Container, Papier in die Papiertonne und alle anderen Verpackungen dürfen in Unna in die Wertstofftonne. Verpackungen müssen nur löffelrein oder restentleert sein, es muss keine Verpackung ausgespült werden.
Glas: Hierbei ist die Trennung nach Farben von Weiß- und Braunglas ganz wichtig, damit wieder Glasflaschen und -gläser in gleicher Farbe daraus produziert werden können.
Serviceverpackungen: Gemeint sind hier Coffee-to-go-Becher, Styroporboxen vom Asienimbiss, Käsepapier und mehr. Diese Verpackungen dürfen in den gelben Sack oder die gelbe Tonne. Brötchentüten – egal ob mit oder ohne Folie – gehören ins Altpapier.
Drei-Komponenten-Behälter: Joghurtbecher etwa, die aus Kunststoffbecher mit Papiermantel und Aludeckel bestehen, benötigen zur Entsorgung etwas mehr Aufwand, damit alle Materialien komplett wiederverwertet werden können. Der Papiermantel gehört ins Altpapier. Der Aludeckel muss vom Kunststoffbecher gelöst werden. Beide wandern voneinander getrennt in die Wertstofftonne.
Verbundmaterialien: Wer bei Papierverpackungen unsicher ist, ob sie aus unterschiedlichen Materialien bestehen, sollte das Material langsam einreißen, dann zeigt sich, ob noch eine Kunststoffschicht auf dem Papier ist. Mit Kunststoff ist die Wertstofftonne die richtige Auffangstation, ansonsten sollte die papierene Umhüllung in die Papiertonne.
Stichwort Korken: Auch wenn Korken aus Kunststoff an Beliebtheit gewinnen: nach wie vor liefert die Rinde alter Korkeichen, die im Mittelmeerraum wachsen, den Rohstoff für zahlreiche Flaschenverschlüsse. Aber das Naturprodukt ist zum Wegwerfen viel zu schade. Kork lässt sich nämlich prima recyceln, indem die gebrauchten Korken gemahlen werden. Wer Korken sammelt und der Wiederverwertung zur Verfügung stellt, leistet nicht nur einen Beitrag zur Müllvermeidung und Müllverwertung, sondern ebenso zum Schutz der Baumbestände. Gleichzeitig trägt man aktiv mit dazu bei, Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und zu sichern. Denn die in Unna gesammelten Flaschenkorken werden in den Werkstätten der Diakonie Kork zu einem hochwertigen Dämmstoffgranulat verarbeitet, das für die Isolierung von Außenwänden und Dächern eingesetzt werden kann. So wird aus einem kurzfristig gebrauchten Korkstöpsel ein hochwertiges Langzeitprodukt. In Unna beteiligt sich auch die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW an der Sammlung und nimmt Flaschenkorken entgegen.
Wer sich richtig und somit umweltfreundlich von seinen Verpackungen trennen möchte, kann sich hierzu an die Umweltberaterinnen der Verbraucherzentrale in Unna wenden. Ab Donnerstag,  3. Januar , beantworten Karin Baumann und Martina Bahde im Umweltberatungszentrum (Ostseite des Rathauses) zu folgenden Öffnungszeiten Fragen (nicht nur) rund um das Thema "Abfall": Dienstag und Freitag 9.30 bis 13.30 Uhr sowie Donnerstag, 14 bis 18 Uhr. Weitere Infos zum Thema unter www.verbraucherzentrale.nrw/muelltrennung.

Autor:

Lokalkompass Unna/Holzwickede aus Unna

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