Form & Spiel | Dorothee Schraube-Löffler und Johannes Braig

Ausstellung in der Stadtgalerie Sundern

Sie ist Sundern sehr verbunden, und hat Langscheid am Sorpsee seit Langem quasi zu ihrer Wahlheimat erkoren. Die Sprache ist von der Künstlerin Dorothee Schraube-Löffler, die durch ihre hochästhetisch, kunstschönen Objekte in Gold deutschlandweit nicht nur die Kunstszene überzeugt. In Sundern hat sie schon mehrmals im Kunsthaus Knapstein und in der Stadtgalerie ausgestellt. Die Künstlerin arbeitet bereits seit 1956 als freischaffende Künstlerin. Sie blickt auf viele Preise und Belobigungen zurück. So wurde ihr z. B. für die Gesamtgestaltung der Krankenhauskapelle der Universität Regensburg der 1. Preis zugesprochen.
Außerdem arbeitet Dorothee Schraube-Löffler langjährig künstlerisch mit Menschen mit einer geistigen Behinderung. Im Haus der Kunst, München, konnte sie bereits mit einem ihrer Schüler den europäischen Kunstpreis der Outsider Art in Empfang nehmen, und unlängst den Publikumspreis der Kunststiftung NRW in der selben Sparte, im Museum Abtei Liesborn

2 Kunstpositionen und 2 Künstlergenerationen unter einem Dach.

Gemeinsam mit Johannes Braig wird sie ab Sonntag, 28. Juni in der Stadtgalerie Sundern die Ausstellung „Form & Spiel“ bestücken.
Johannes Braig studierte Kunst in Berlin und Paris und lebt heute als freier Maler in Stuttgart.
„Die Farbe hat mich. Ich brauche nicht nach ihr zu haschen. Sie hat mich für immer….“, so lautet ein Tagebucheintrag Paul Klees am 16.4.1914 während seiner Tunisreise.
Das gilt auch für Johannes Braig. Wurde der Farbeinsatz in früheren abstrakten Arbeiten gleichsam zum Kompositionsprinzip, zeigen sich bis heute Figurationen und Gesichter auf einer eigentlich autonomen Farbfläche.
Wer hat Angst vor Rosa, Türkis und Himmelblau? - fragt Braig angesichts seiner „Figurationen“. Das sind Frauengestalten, die farbig und linear zwischen Zeichnung und Malerei zu schweben scheinen.
Braig lenkt uns zum einen zum Colour Field Painting eines Barnett Newman (Who's Afraid of Red, Yellow and Blue), zum anderen verweist er auf eine Formenvielfalt und Farbigkeit des späten Barock.
Malerei und bewusst gesetzte Typografie paaren sich mit Wortinhalten, parolisch, ironisch und selbstironisch auf Leinwänden. Mit Fragen wie: Warum gibt’s eigentlich so viele Künstler? Oder, ohne Moos nix los, trennt sich Johannes Braig von der Flut der Künstler, die außer einem dekorativen Anspruch keinen anderen haben.

Eröffnung, SO 28. Juni um 11 Uhr, Stadtgalerie Sundern

Man darf gespannt sein, wie sich die nach einem streng geometrischen Ordnungsprinzip gestalteten Gold – Objekte Schraube-Löfflers, die zweifelsfrei von der „ Sicherheit des Schönen“
und der Suche nach der „vollendeten Form“ geprägt sind, und die intensiven Farb- und Formobsessionen Braigs in der kommenden Ausstellung zusammenfügen.
Nicht umsonst weist der Titel „Form & Spiel“ auf Gemeinsamkeiten hin, die Künstlerin und Künstler trotz ihrer gegensätzlich anmutenden künstlerischen Ausdrucksformen anheim sind. Dazu gehört ihr jeweiliger Zugriff auf das süddeutsche Barock. Soviel sei schon verraten.
Zur Ausstellungseröffnung herzliche Einladung.
Einführung: Anne Knapstein
Stadtgalerie Sundern, Lockweg 3, 59846 Sundern
Vernissage: Sonntag, 28.06.2015, 11:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 28.Juni – 01.August 2015
Öffnungszeiten: Mi – Fr 17 – 20 Uhr, Sa u. So 12 – 18 Uhr un.V.
Kontakt: kunsthaus-knapstein@gmx.de, oder Mobil: 0171 – 120 47 16

Autor:

Anne Knapstein aus Sundern (Sauerland)

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