"Sundern verdient Beständigkeit"
"Klare Handlungen, keine Träumereien": Bürgermeister Ralph Brodel stellt Wahlprogramm vor

Bürgermeister Ralph Brodel stellte sein Wahlprogramm mit seinem Wahlkampfteam Klaus Plümper und Lukas Laufmöller am Donnerstag im Bildungszentrum Sorpesee vor.
  • Bürgermeister Ralph Brodel stellte sein Wahlprogramm mit seinem Wahlkampfteam Klaus Plümper und Lukas Laufmöller am Donnerstag im Bildungszentrum Sorpesee vor.
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 "Sundern verdient Beständigkeit": Unter diesem Motto kandidiert Sunderns Bürgermeister Ralph Brodel für eine zweite Amtszeit. Vieles habe er bereits auf den Weg gebracht und wolle es weiter vorantreiben sowie Neues angehen, kurz: die Stadt für die Zukunft aufstellen. Denn das sei die Aufgabe eines Bürgermeisters. Dabei zählt Brodel auf Fakten und echte mögliche Handlungen - "durchaus mit Visionen, aber ohne Träumereien."

"Nach fünf Jahren im Amt weiß man, was tatsächlich umsetzbar ist und was nicht", erklärte Brodel bei der Vorstellung seines Wahlprogramms im Bildungszentrum Sorpesee. Demografischer Wandel, Digitalisierung, Wirtschaft, Klimawandel und Infrastruktur: "Diese Megatrends treffen auf eine Individualisierung der Gesellschaft. Sundern liegt mittendrin in einem immer schneller werdenden gesellschaftlichen Veränderungsprozess. Als Bürgermeister habe ich auf diese Megatrends reagiert." Vieles habe er erreicht, beispielsweise die Verbesserung der medizinischen Versorgung durch die Vernetzung und Digitalisierung der medizinischen Kompetenzen im ärztlichen und pflegerischen Bereich, den Bau seniorengerechter Wohnungen, die Senkung der KiTa-Gebühren und den Bau weiterer KiTas. Schulen und Feuerwehr seien modernisiert, die Innenstadtentwicklung vorangetrieben worden, verwies er auf weitere Punkte.

"Herausforderungen jetzt angehen"

Für die Zukunft plant Brodel unter anderem den Bau weiterer seniorengerecher Wohnungen und den Ausbau von Pflegeangeboten, die weitere Verbesserung der medizinischen Versorgung durch "MeDiKus 2.0" sowie die Auflage eines Immobilienförderprogramms für Familien und den Bau einer weiteren KiTa. Der Breitbandausbau soll weiter vorangetrieben werden, die digitale Ausstattung der Schulen weiter verbessert, der Bildungshügel weiter entwickelt und die Jugendarbeit weiter ausgebaut werden.

Wirtschaft stärken

Als eine der größten Herausforderungen sieht der Verwaltungschef die Ausweisung neuer Gewerbeflächen an, um den wirtschaftlichen Standort zu stärken und auszubauen. Sundern sei Sitz von vielen dynamisch wachsenden Firmen, deren Wachstum jedoch häufig an Grenzen stoße, wenn es um benötigte weitere Flächen gehe. Außerdem strebt der Verwaltungschef die Entwicklung eines Mobilitätskonzeptes an, um Verkehrsentlastungen zu schaffen. Dazu gehört unter anderem auch die Reaktivierung der Röhrtalbahn. Was die Entwicklung der Innenstadt angeht, solle diese durch eine Renaturierung der Röhr attraktiver gestaltet werden und so mehr zum Verweilen einladen.

Klimawandel auch in Sundern sichtbar

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Bürgermeister auch beim Thema Klimawandel. Der ist auch in Sundern sichtbar und spürbar geworden. "Hätten wir nicht Corona, würden wir über nichts anderes als das Klima reden", ist Brodel überzeugt. Durch Starkregen, Waldbrände sowie Borkenkäfer und andere Schädlinge ist der Wald stark gefährdet. Wichtig sei ein abgestimmtes Konzept, das die vielen verschiedenen Verantwortlichen in diesem Bereich einbeziehe und zusammenbringe. Daher strebt der Verwaltungschef die Entwicklung eines Masterplans "Wald in Sundern" und eines vorbeugenden Waldbrandschutzkonzepts an. Das impliziert auch die weitere Modernisierung der Feuerwehr.

"2030 ist es zu spät"

"Das sind die Handlungsfelder, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren erledigt werden müssen - ohne die ist alles nichts", fasste Brodel abschließend zusammen. "Wir müssen uns jetzt um die Herausforderungen kümmern und vernünftige Antworten finden - 2030 ist es dafür zu spät."

"Offen und ohne Vorbehalte"

Angesprochen auf die Anfeindungen aus der Opposition und die teils persönlichen Angriffe der letzten Monate erklärte Brodel: "So etwas gehört nicht in die kommunale Politik." Ein Bürgermeister müsse standhaft sein und auch Stürme aushalten können. Gleichwohl gebe es "ein klares gemeinsames Ziel: Die Zukunft Sunderns zu sichern." "Ich werde das genau so machen wie 2015: Offen und ohne Vorbehalte." Auf die Frage, ob es einen "Plan B" für ihn gebe, erklärte Brodel: "Es gibt nur eines, was dieser Bürgermeister tun will: Bürgermeister von Sundern sein."

Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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