Gedenken und Dank an Heinrich Lübke

Politische Vertreter der Städte Sundern, Arnsberg und Bestwig erinnerten an an den 40. Todestag von Heinrich Lübke (r. Sunderns Bürgermeister Detlef Lins).
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In einer stillen Gedenkfeier erinnerten jetzt die politischen Vertreter der Städte Arnsberg, Sundern und Bestwig zum 40. Todestag an den ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke.
Drei große Kränze wurden im Namen des neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck, der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und für die heimischen Kommunen von Sunderns Bürgermeister Detlef Lins, Rosemarie Goldner für die Stadt Arnsberg und Bürgermeister Ralf Peus für die Gemeinde Bestwig am Grabe ihres Ehrenbürgers niedergelegt.
Sunderns Bürgermeister Lins hieß in seinem Grußwort zu dieser Kranzniederlegung neben den Vertretern der Familie Lübke auch Mitglieder des Heimatbundes Sundern und Stemel, ehemalige Weggefährten, den Ortsvorsteher Gerd Hafner aus Enkhausen und den langjährigen Bonner Begleiter Ferdi Tillmann willkommen.
In einem kurzen Rückblick zeichnete Lins den Weg des „großen Sohns der Stadt Sundern“ noch einmal nach und bezeichnete Heinrich Lübke in seiner Dankadresse als einen Kämpfer für Gerechtigkeit, der sich als sogenannter Visionär und Mahner für die Erhaltung der Natur und ganz besonders für die Welthungerhilfe einsetzte, deren globalen Verband im Sinne der Verteilung lebenswichtiger Güter er maßgeblich mitgeprägt hat.
Ein großes Anliegen sei Heinrich Lübke auch die Wiedervereinigung gewesen, die er allerdings durch seinen Tod am 6. April 1972 nicht mehr miterleben konnte. Im Rückblick auf seine damalige Beerdigung in Enkhausen erinnerten sich einige Zeitzeugen daran, dass ihm von 110 Sängern aus den Chören Hachen und Sundern das letzte Lied gesungen wurde. Beim anschließenden Rundgang durch das „Heinrich-Lübke-Museum“ nahmen die Teilnehmer der Gedenkfeier das Vermächtnis des früheren Bundespräsidenten nochmal in Augenschein.

Zur Person

Heinrich Lübke wurde am 14. Oktober 1894 in Enk-hausen, das damals noch zum Amt Hüsten gehörte, geboren. 1913 begann er sein Landwirtschaftliches Studium in Bonn, wurde von 1914 bis 1918 zum Kriegsdienst eingezogen und setzte seine Studien der Volkswirtschaft anschließend bis 1921 in Münster und Berlin fort. Danach war er maßgeblich an dem Zusammenschluss der Bauernverbände zur „Deutschen Bauernschaft“ beteiligt, deren Vorsitzender er 1926 wurde. Für die Zentrumspartei saß er von 1931 bis 1933 im Preußischen Landtag , wurde dann aber von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern entlassen.
Nach dem Zusammenbruch gehörte Heinrich Lübke wieder zu den Männern der ersten Stunde, trat 1945 in die neugegründete CDU ein und wurde von der Militärregierung in den Landtag berufen.1952 übernahm er in der Landesregierung das Amt des Landesministers für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, wurde erneut Mitglied des Bundestages und im Kabinett Dr. Adenauer Bundesminister wie zuvor. Aus dieser Zeit stammt auch sein Einsatz für den „Grünen Plan“ zur Förderung der Deutschen Landwirtschaft.
Ehe Lübke dann zum Bundespräsidenten von 1959 bis 1969 gewählt wurde, erhielt er bereits 1957 das Großkreuz zum Bundesverdienstorden. 1929 heiratete er seine Frau Wilhelmine, die 1981 neben ihm in der Familiengruft in Enkhausen beerdigt wurde.

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