Dramatiker

Beiträge zum Thema Dramatiker

Kultur

Nicht Hamlet, sondern Clown

Zum Tod des Literaturnobelpreisträgers Dario Fo Als „Wettstreit zweier Berufskomiker“ hatte Dario Fo sein höchst angespanntes Verhältnis zum einstigen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi bezeichnet. Mit seiner 2003 uraufgeführten Bühnenarbeit „Der anormale Doppelkopf“ - ein mehr als zweistündiges Zweipersonenstück, das er mit seiner Frau Franca Reme spielte - hatte er in Italien ein gigantisches mediales Echo entfacht, weil er darin Putins Hirn in Berlusconis Kopf...

  • Wattenscheid
  • 13.10.16
Kultur

Furchtbar, aber auch komisch

Zum Tod des bedeutenden US-Dramatikers Edward Albee „Wenn man eine Gesellschaft kritisieren will, muss man Außenseiter dieser Gesellschaft sein“, so das dichterische Credo des Dramatikers Edward Albee. Obwohl er dreimal den Pulitzerpreis erhielt (zuletzt 1994 für „Drei große Frauen“), ist er in der amerikanischen Gesellschaft selbst immer Außenseiter geblieben. Anfang der 1950er Jahre riet der weltberühmte Thornton Wilder dem damals noch unbekannten Edward Albee „Stücke zu schreiben.“...

  • Wattenscheid
  • 17.09.16
Kultur

Mehr Moralist als Ästhet

Zum 85. Geburtstag des Dramatikers Rolf Hochhuth am 1. April "Ihnen ging es nicht nur um einen Unterhaltungseffekt, sondern vor allem darum, gesellschaftliche und politische Missstände aufzuzeigen, die sich nach ihrer Überzeugung in unserem Lande auftaten", schrieb der damalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse vor zehn Jahren in seinem Glückwunschschreiben an den Dramatiker Rolf Hochhuth, der mit seinen Arbeiten seit mehr als 50 Jahren die deutsche Öffentlichkeit stark polarisiert. ...

  • Wattenscheid
  • 24.03.16
  •  1
Kultur

Verantwortlich für das Universum

Vor 100 Jahren wurde der Dramatiker Arthur Miller geboren (17. Oktober) "Wenn unser Theater es nicht fertig bringt, zur richtigen Erkenntnis der Vorgänge in der Welt um uns vorzustoßen, wird es zum billigen Psychologismus herabsinken." Mit solchen Bekenntnissen erteilte der Dramatiker Arthur Miller dem wissenschaftlich ambitionierten Bühnenspektakel eine deutliche Absage. Er bevorzugte in seinen Stücken die "normalen Dinge" des Alltags und Anleihen aus seiner eigenen Biographie -...

  • Wattenscheid
  • 15.10.15
Kultur

Theater ist Aufwachen

Zum 80. Geburtstag des Dramatikers Edward Bond am 18. Juli Wer Shakespeare auf der Bühne sterben lässt, muss ein mutiger Mann sein, für den es keine Tabus zu geben scheint. In "Bingo" (1973) schickt Edward Bond Hamlets geistigen Vater in den Gifttod - als Strafe, weil er sich nicht an die humane Botschaft seiner Stücke gehalten habe. Bond seinerseits hat auf der Bühne stets provoziert. Renommierte Regisseure wie Peter Stein, Luc Bondy, Veit Relin und Peter Palitzsch inszenierten in...

  • Wattenscheid
  • 19.07.14
Kultur

Meine Heimat ist ein Bett und eine Bühne

Vor 100 Jahren wurde der Georg-Büchner-Preisträger George Tabori geboren (*am 24. Mai) "Ich bin kein Regisseur, ich bin ein Spielmann. Ich bin grundsätzlich ein Fremdling. Erst hat mich das gestört, aber alle Theatermacher, die ich liebe, waren Fremde. Meine Heimat ist ein Bett und eine Bühne", verkündet Dirty Don, das zumeist schlafende Bühnen-Ego aus Taboris letztem Stück "Gesegnete Mahlzeit", das drei Monate vor seinem Tod im Rahmen der Ruhrfestspiele in Recklinghausen uraufgeführt...

  • Wattenscheid
  • 13.05.14
Kultur

Der störrische Außenseiter

Zum 75. Geburtstag des provozierenden Multitalents Herbert Achternbusch (*am 23. November) „Meine Zeit ist vorbei. Meine Zeit hat es nie gegeben. Was ich mache, interessiert keinen mehr wirklich“, hatte Herbert Achternbusch kürzlich erklärt. Es gibt zum anstehenden Geburtstag keine pompösen Würdigungen seines facettenreichen künstlerischen Schaffens. Lediglich eine Lesung soll heute in München stattfinden. Anders noch vor fünf Jahren, als in München eine umfangreiche Filmretrospektive...

  • Wattenscheid
  • 22.11.13
Kultur
„Wir lieben und wissen nichts“ von Moritz Rinke wird am 23. und 24. Mai gezeigt.Foto: Annette Boutellier

„Stücke“ mit Jelinek und Kroetz

Seit 1976 werden bei den Mülheimer Theatertagen „Stücke“ die besten neuen Werke deutschsprachiger Dramatiker gezeigt. Vom 11. bis 29. Mai geht das Festival in der Stadt an der Ruhr in die nächste Runde. Den Anfang macht am 11. (19.30 Uhr) und 12. Mai (14 Uhr)„Muttersprache Mameloschn“ von Marianna Salzmann, gefolgt von „Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir“ von Nis-Momme Stockmann am 12. Mai um 17 Uhr. „X-Freunde“ von Felicia Zeller wird am 16. und 17. Mai (jeweils...

  • Essen-Süd
  • 20.03.13
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