Raphaela Möst

Beiträge zum Thema Raphaela Möst

Kultur
Die Preisträger Raphaela Möst und Günter Alt strahlen um die Wette. | Foto: koeser
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Die Bochumer Theaterpreise 2018 gehen an Raphaela Möst und Günter Alt

Im festlichen Rahmen, flankiert von nuancierten Darbietungen des Vokalensembles „Slixs“, verlieh der Freundeskreis Schauspielhaus Bochum unlängst die Bochumer Theaterpreise. Er nutzte die Gelegenheit, sich bei den Ensemblemitgliedern, den Dramaturgen und nicht zuletzt Intendant Olaf Kröck, die die Königsallee nach dieser Spielzeit verlassen, für die geleistete Arbeit zu bedanken. Der Theaterpreis, der seit der Spielzeit 2005 / 2006 verliehen wird, steht für die besondere Verbundenheit der...

  • Bochum
  • 25.06.18
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Kultur
Auch das Bühnenbild gibt Einblicke in Schrebers Weltbild. | Foto: Stefan
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Eine faszinierende Expedition in die Welt des Wahns: „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ in den Kammerspielen

Ein Mann glaubt, der Mittelpunkt der Welt zu sein, die er retten muss, indem er zur Frau wird und den neuen Messias gebärt: Das ist es, worum es in Daniel Paul Schrebers „Denkwürdigkeiten eines Nervenkranken“ geht, der Schrift, mit der der Jurist seine Entmündigung abwenden wollte. Regisseur Fabian Gerhardt macht daraus in den Kammerspielen eine faszinierende Reise in eine wahnhaft verzerrte Welt – und lenkt dabei ganz nebenbei den Blick auf den gesellschaftlichen Wandel, der sich seit dem...

  • Bochum
  • 23.05.18
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Kultur
Die Königin von Frankreich (Günter Alt, im Vordergrund, links) gibt selbst Männern wie Paris (Raphaela Möst) eine Chance. Brigitte (Daniel Stock, links) und die Parolles (Ronny Miersch) sind da weniger aufgeschlossen. | Foto: Declair

„Das Gelächter der Geschlechter“: Robert Schuster bringt am Schauspielhaus Shakespeares „Ende gut, alles gut“ auf die Bühne

Am Schauspielhaus bringt Regisseur Robert Schuster Shakespeares „Ende gut, alles gut“ auf die Bühne und regt Zuschauer jeden Geschlechts zur Reflexion über die Rollen, die Männern und Frauen immer noch zugeschrieben werden, an – und das ganz ohne erhobenen Zeigefinger. Und das Beste: Höchst vergnüglich ist das Ganze auch noch. Shakespeares Drama wird vom Elan der patenten Helena angetrieben, die Bertram, der sich tapfer sträubt, am Ende dann doch für sich gewinnt. Die unkonventionelle...

  • Bochum
  • 04.02.18
Kultur
Robert Schuster möchte das Potential der düsteren Komödie "Ende gut, alles gut" ausloten. | Foto: Declair

„Doing gender“ - Regisseur Robert Schuster erforscht in seiner Inszenierung von Shakespeares „Ende gut, alles gut“ am Schauspielhaus die Macht der Geschlechterrollen

„In Shakespeares 'Ende gut, alles gut' tut eine junge Frau Dinge, die man ihr so nicht zutraut“, umreißt Regisseur Robert Schuster die Faszination, die das wohl zu Beginn des 17. Jahrhunderts entstandene Stück auf ihn ausübt. Zugleich dürften die unkonventionellen Geschlechterrollen dazu beigetragen haben, dass das Stück zu den selten gespielten Dramen des Meisters aus Stratford-upon-Avon gehört. - Am Samstag, 3. Februar, feiert das Stück am Schauspielhaus Premiere. Im Mittelpunkt steht die...

  • Bochum
  • 31.01.18
Kultur
Der Blick in das rechtsradikale Milieu löst Beklemmungen aus. | Foto: Küster

Das Schauspielhaus liefert mit "Volksverräter!!" eine beunruhigende Bestandsaufnahme der aktuellen politischen Situation in der Bundesrepublik

In einer der eindrücklichsten Szenen aus Hermann Schmidt-Rahmers Inszenierung „Volksverräter!!“, mit der das Schauspielhaus die neue Spielzeit drei Tage vor der Bundestagswahl eröffnete, demonstriert Raphaela Möst in der Rolle der Kathrine Stockmann, dass die Ideologie derer, die den Übergang vom Rechtspopulismus zum unverhohlenen Rechtsradikalismus mit neonazistischen Zügen längst überschritten haben, schon lange unter uns ist. Das Stück ist eine raffinierte Überschreibung von Henrik Ibsens...

  • Bochum
  • 27.09.17
Kultur
"Volksverräter!!" wirft ein beunruhigendes Schlaglicht auf das Erstarken der neuen Rechten. | Foto: Küster

Schauspielhaus eröffnet neue Spielzeit mit "Volksverräter!!"

Werden Stoffe vergangener Epochen auf ihre Bedeutung für die Gegenwart befragt, ist in Bezug auf das Theater heute häufig von Überschreibung die Rede. Als Überschreibung bezeichnet auch Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer seine Bearbeitung von Henrik Ibsens „Ein Volksfeind“ im Schauspielhaus, die wohl nicht zufällig drei Tage vor der Bundestagswahl Premiere hat und schon durch die Abwandlung des Titels in „Volksverräter!!“ den Bogen zu AfD und Pegida schlägt. Ein programmatischer Start in die neue...

  • Bochum
  • 17.09.17
Kultur
Therese Dörr und Daniel Stock in ihren extravaganten Kostümen. | Foto: Küster

"Geschichte wiederholt sich nicht": "Gefährliche Liebschaften" im Schauspielhaus

Denkt man an Choderlos de Laclos' Roman „Gefährliche Liebschaften“, der vielen vor allem durch Stephen Frears' Verfilmung aus dem Jahre 1988 bekannt sein dürfte, so kommen einem Bilder der Libertinage im Adel des vorrevolutionären Frankreich in den Sinn. Auch Jan Neumanns Inszenierung im Schauspielhaus befriedigt vordergründig diese Erwartungshaltung. Doch in Wirklichkeit geht es um etwas anderes. Da werden christlich inspirierte Moralvorstellungen des 18. Jahrhunderts mit denen der heutigen...

  • Bochum
  • 23.04.17
Kultur
Daniel Stock und Therese Dörr agieren in einem verhängnisvollen Intrigenspiel. | Foto: Küster

Mit "Gefährliche Liebschaften" wagt das Schauspielhaus ab Samstag einen Ausflug ins Rokoko

"Erotik und Intimität", sagt Regisseur Jan Neumann, "funktionieren auf der Bühne anders als im Film. Aber auch die Inszenierungsmaschine Theater setzt auf Ausstattung und opulente Bilder." - Wie Stephen Frears' berühmte Verfilmung des gleichnamigen Briefromans von Choderlos de Laclos beruht seine Inszenierung von "Gefährliche Liebschaften" auf Christopher Hamptons Dramatisierung. Der Roman, erstmals 1782 erschienen, stellt ein verhängnisvolles Intrigenspiel in den Mittelpunkt. "Der Zuschauer...

  • Bochum
  • 20.04.17
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Kultur
Harry Haller (Roland Riebeling) macht extreme Erfahrungen. | Foto: Aurin

Betörendes magisches Theater: Hesses "Der Steppenwolf" im Schauspielhaus

Fragt man Menschen nach ihrem Lieblingsbuch, so werden bestimmte Titel immer wieder genannt – Salingers „Der Fänger im Roggen“, Harper Lees „Wer die Nachtigall stört“ und natürlich Hermann Hesses „Der Steppenwolf“. Den Stoff auf die Bühne zu bringen, ist in solchen Fällen ein besonderes Wagnis. Schließlich ist die Gefahr groß, die Vorstellungen der Zuschauer zu verfehlen. Paul Koek begegnet diesem Risiko in den Kammerspielen des Schauspielhauses, indem er mit gängigen Rezeptionsgewohnheiten...

  • Bochum
  • 06.02.17
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Kultur
Orgon (Michael Schütz, l.) geht Tartuffe (Jürgen Hartmann) auf den Leim. | Foto: Küster

Wie umgehen mit einem Betrüger? - Molières "Tartuffe" im Schauspielhaus

Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer bleibt seiner Linie in seiner „Tartuffe“-Inszenierung am Schauspielhaus zumindest in einer Hinsicht treu: Er legt auch diesmal den Finger in gesellschaftliche Wunden und weist auf Probleme hin, die höchst aktuell sind. Dabei wird er Molières weltberühmter Komödie durchaus gerecht. Tartuffe (Jürgen Hartmann) ist ein Betrüger – das ist dem Zuschauer ziemlich schnell klar. Auch für die meisten der auf der Bühne agierenden Figuren ist das kein Geheimnis. Doch...

  • Bochum
  • 02.11.16
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Kultur
Jürgen Hartmann spielt die Titelrolle. Foto: Küster  | Foto: Küster

Ab 22. Oktober: Molières "Tartuffe" kommt im Schauspielhaus auf die Bühne

"'Tartuffe' erzählt die Geschichte der Usurpation einer Gesellschaft durch schamlose Lüge. So gesehen gibt es keinen besseren Zeitpunkt, das Drama zu inszenieren als gerade jetzt. Man muss sich nur den amerikanischen Wahlkampf anschauen, wenn Donald Trump behauptet, niemand respektiere Frauen so wie er", sagt Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer. Er fügt an: "Das eigentlich Bedenkliche ist: Die Gesellschaft bekommt keinen Fuß in die Tür des Faktischen." Dramaturg Olaf Kröck hakt ein: "Das Stück...

  • Bochum
  • 20.10.16
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