So war's damals

Beiträge zum Thema So war's damals

Überregionales
Die Daten mussten jeden Tag an der Wetterstation abgelesen werden.

So war's damals: Ärger mit dem Wetter

Zu viel Regen, die Sonne zu heiß, der Wind zu stark. Das Wetter ist ein beliebtes Thema. Und meistens, das war schon in alten Zeiten so, hatten die Menschen etwas zu meckern. In der Regel war es den Bürgern an der Lippe zu nass. Denn soviel Regen wie in diesem Jahr, das gab's doch sonst nicht, oder? Schluss war mit dem "gefühlten Wetter", als am Neujahrstag im Jahr 1953 die Wetterstation Lünen in Betrieb ging. Wissenschaftlich und penibel wurde drei Mal am Tag geschaut, wie das Wetter...

  • Lünen
  • 26.03.13
Überregionales
Die Post ist da: Mit der Kutsche kam sie um das Jahr 1925 nach Lünen.

So war's damals: Post kam mit der Kutsche

Verliebte haben es heute leicht. Schnell eine E-Mail schicken oder zum Handy greifen, schon können sie sich ewige Treue schwören. Früher war das - Valentinstag hin oder her - gar nicht so einfach. Die Post kommt. Klar. Nur wann, das war die Frage in einer Zeit, in der Autos und Fahrräder für Briefträger noch weit weg waren. Das Städtchen Lünen mit gut 2.800 Einwohnern hatte seit 1858 das Glück einer eigenen "Post-Expedition". Die Post kam mit der Pferdekutsche in die Stadt. Drei Zusteller...

  • Lünen
  • 12.02.13
  •  4
Überregionales
Schlechte Wege und Straßen? Den Kindern gefiel es. Sie spielen in der Asche auf dem Lindenplatz.

So war's damals: Asche bremste Autos aus

Heute reicht schon ein Schlagloch, um Autofahrer an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Früher war da manches besser, die Straßen aber sicher nicht. Die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg zählten nicht zu den Sternstunden der Mobilität. Goggomobil und Isetta erobern zwar die Straßen, die waren dafür aber nicht bereit. Die Bismarckstraße war um 1953 voller Schlaglöcher, die Laakstraße kaum mehr als ein Feldweg. Die Virchowstraße musste erst gebaut werden und die Bahnstraße war eine...

  • Lünen
  • 08.01.13
  •  4
Überregionales
Das Rathaus ist auf diesem Foto bis zur siebten Etage gebaut, im Vordergrund ist die Mauerstraße zu sehen.

So war's damals: Torte im neuen Rathaus

Es war einst das höchste Rathaus der Bundesrepublik Deutschland mit einem atemberaubenden Blick über die Stadt: Der neue Sitz der Lüner Verwaltung. Nicht nur gearbeitet wurde hier, bei einem Stück Torte konnte man die Aussicht genießen. Lünen braucht ein neues Rathaus! Die Rathauskomission tagt 1953 zum ersten Mal, ein Jahr später wird der Bau ausgeschrieben. Achzig Architekten machen mit, alle wollen sie das Lüner Rathaus bauen. Den Wettbewerb gewinnen schließlich zwei Berliner, Werner...

  • Lünen
  • 11.12.12
  •  4
Überregionales
Ein Bootsanleger hinter dem Garten: So sah es an der Lippe in Lünen um 1932 aus.
2 Bilder

So war's damals: Schiffe fuhren auf der Lippe

Die alte Schleuse an der Lippe verfällt mehr und mehr. Längst vorbei sind die Tage, als Schiffe beladen mit Salz, Steinen, Holz und mehr hier den Fluss befuhren. Doch es gab sie, die große Zeit der Lippeschifffahrt. Die Römer wussten es: Die Lippe ist ein guter Transportweg. Waffen, Truppen und Material verschiffte die Weltmacht über den Fluss. In Dorsten wurde 1462 - das verraten alte Chroniken - der kurfürstliche Lippezoll kassiert. So richtig in Fahrt kamen die Schiffe auf der Lippe...

  • Lünen
  • 04.12.12
Überregionales
Spirituosen made in Lünen: Die Kornbrennerei Schulz-Gahmen feierte 1925 ihr Jubiläum.

So war's damals: Prost an der Theke

Ein Bier, ein Korn und Neuigkeiten: Das alles hatten die Kneipen in Lünen zu bieten. Besonders Man(n) traf sich gerne auf ein, zwei, drei oder mehr Getränke am Tresen. Die Lüner waren wohl besonders durstig. Im Verhältnis zur Größe der Stadt gab es schon um die Jahrhundertwende viele Hotels und Gaststätten. Die Kneipenlandschaft konnte sich sehen lassen. Ein alter Text berichtet Jahre später: "Wer da alle mitnehmen wollte, der kam nicht nach Hause." Drei Brauereien in Lünen und Cappenberg...

  • Lünen
  • 27.11.12
  •  1
Überregionales
Romantisch versteckt hinter Bäumen liegt das Schloss Schwansbell um 1938. Rechts ist das alte Torhaus zu sehen.
2 Bilder

So war's damals: Die Herren von Schwansbell

Die Türme überragen die alten Bäume, die Mauern haben viel erlebt. Von Rittersleuten über Nationalsozialisten bis hin zu Waisenkindern. Haus Schwansbell hat eine lange Geschichte. Die Legende berichtet, dass Karl der Große den Schwansbells ihren Namen gab, weil sie so schnell auf das Pferd aufsitzen konnten. Den Kaiser beeindruckte das so sehr, dass er den Adeligen drei Steigbügel für das Wappen verlieh und sie von da an "Swanebolle" nannte, was soviel wie "hurtige Beine" bedeutet. Eine...

  • Lünen
  • 20.11.12
  •  10
  •  1
Überregionales
Pfadfinder waren voll im Trend: Mitglieder der Sippe Berglöwen des Stammes Sturmvogel der Christlichen Pfadfindergemeinschaft Lünen-Süd sind hier bei einer Fahrt nach Dülmen zu sehen.

So war's damals: Junge Lüner machen Urlaub

Koffer packen und ab geht's in den Urlaub! Das Reiseziel für viele Jugendliche aus Lünen stand schnell fest. Das städtische Erholungsheim Gut Altenhofen im Westerwald. Ein Kuraufenthalt im milden Reizklima lockte. Die Stadt hatte das ehemalige Gut bei Morsbach in der Nähe von Siegen Ende 1950 gekauft. Nach einigen Umbauarbeiten konnten die ersten jungen Urlauber, zwanzig Mädchen aus Lünen, im April 1951einziehen. Die Zahl der Betten wird später auf 40 Stück erhöht. Zum Gut gehörte auch ein...

  • Lünen
  • 13.11.12
Überregionales
Die neuen Goggos werden mit dem Zug geliefert.

So war's damals: Straße frei für das Goggo

Es geht wieder aufwärts - mit Vollgas: Nach dem Weltkrieg starten die Lüner durch. Goggo und Isetta machen es möglich, die Stadt wird mobil. Stau auf der Langen Straße und eine Ampel: Das kannte man in Lünen in den 50er Jahren bis dahin nicht. Nur 1.671 Fahrzeuge sind mit dem Stichtag 1. März 1951 auf den Lüner Straße unterwegs, darunter aber 427 Autos. Denn die sind teuer. Wer mobil sein will, kauft lieber ein Motorrad. Davon fahren immerhin 766 Stück durch Lünen. Das ändert sich...

  • Lünen
  • 05.11.12
Überregionales
Fähre ahoi! So ging es über den Kanal.

So war's damals: Mit der Fähre in die Kirche

Not macht erfinderisch! Viele Brücken in Lünen lagen mit dem Ende des Krieges in Trümmern, an das andere Ufer mussten die Menschen trotzdem. In Beckinghausen stach eine Fähre in See. Fußgänger und kleine Lasten - wer oder was rüber sollte über den Lippe-Seiten-Kanal, der musste mit der Fähre fahren. An der Kreuzstraße war sie der Ersatz für die Kanalbrücke und beliebt: Jeden Tag setzten zwischen 30 und 150 Menschen über. Arbeiter der Eisenhütte Westfalia waren das, aber auch Bergleute, die...

  • Lünen
  • 31.10.12
  •  1
Überregionales
Die Molkerei an der Gartenstraße verarbeitete 1953 rund 7,5 Millionen Liter Milch.

So war's damals: Die D-Mark in der Tasche...

Der schlimme Krieg war vorbei, nun ging es aufwärts. Und ein großes Wort machte die Runde: Deutsches Wirtschaftswunder! In der Tasche klimperte das neue Geld, die Deutsche Mark. Das Geld in der Tasche war wieder etwas wert, wir Deutschen "waren wieder wer". Die 50er Jahre machten es möglich. Und mit der guten neuen Mark ließen die Kunden in den Geschäften die Kassen klingeln. Die Wühltische beim Sommerschlussverkauf im Kaufhaus Ernsting in Lünen waren voll. Begehrte Kundin war - nicht nur...

  • Lünen
  • 22.10.12
  •  1
Überregionales
Warten auf das Dampfroß: Der erste Lüner Bahnhof stand an der Ladestraße.

So war's damals: Knocke rettete den Zug

Eine große Dampfwolke, es schnaubte und zischte: Dann war das Eisenbahn-Zeitalter in der Stadt angekommen. Die erste Lokomotive hielt am Bahnhof Lünen. Es war ein historischer Moment, als die Dampflok am 25. November 1874 zum ersten mal über die Gleise von Dortmund Richtung Lünen rollte. Fünfzehn Kilometer ohne Zwischenstopp, dann hatte der Zug den Bahnhof Luenen an der Ladestraße erreicht. Der war extra "weit draußen" gebaut worden, denn die Nachbarn wollten nicht vom Lärm der Züge gestört...

  • Lünen
  • 15.10.12
  •  7
Überregionales
Bombeneinschlag an der Waltroper Straße in Brambauer. Im Hintergrund ist die Herz-Jesu-Kirche zu sehen.

So war's damals: Der Tod kam aus der Luft

Der schreckliche Krieg, er hatte Hoffnungen zerstört. Mit dem Osterfest 1945 kam in Lünen der Glaube an eine Auferstehung aus den Trümmern zurück. Die Amerikaner marschierten ein. Die Jahre des zweiten Weltkrieges hatten eine blutige Schneise der Verwüstung geschlagen. Seit im September 1939 zum ersten Mal Fliegeralarm gegeben wurde, heulten die Sirenen über 1.160 Mal. Der Tod kam aus der Luft. Wenn Bomben aus Fliegern auf Lünen regneten. 1.122 Wohnungen wurden zerstört, noch viel mehr...

  • Lünen
  • 08.10.12
  •  2
Überregionales
Das Lüner Siegel mit dem Löwen liegt heute im Archiv der Stadt.

So war's damals: Wo kommt der Löwe her?

Er ist schon ein Prachtkerl, der Lüner Löwe. Stolz springt er im Wappen der Stadt auf goldenem Grund, sein Schweif endet in zwei Büscheln. Das ist ganz wichtig, historisch belegt und deshalb ist auch vorgeschrieben, wie das Wappen der Stadt Lünen auszusehen hat. Dass der Löwe dabei heute noch nach links springt, sind die alten Rittersleut schuld. Sie trugen das Tier stolz auf dem Schild vor sich her. Und dort sprang der Löwe aus Sicht des Trägers ganz vorschriftsmäßig nach rechts, der...

  • Lünen
  • 18.09.12
  •  2
Überregionales
Schädel wurden gleich mehrfach in Lünen gefunden. An der Parkstraße in einer Baugrube und im Schwansbeller Wald. Oder wie hier auf einem alten Friedhof.
2 Bilder

So war's damals: Schätze aus der Erde

Römer und Germanen gibt's nicht mehr, das Mittelalter ist lange vorbei. Doch die alten Zeiten sind im Lüner Untergrund ganz nah. Dafür musste niemand mit Schatzkarte und Schaufel losziehen, oft waren es Zufallsfunde, die in Lünen für Schlagzeilen sorgte. Joseph, Sohn eines Schneidermeisters, grub 1954 den Garten in Wethmar um, als er plötzlich auf ein Gefäß in der Erde stieß. Eine alte Urne, gefüllt mit Knochenresten, lag da im Boden. Experten sagten, sie sei fast 4.000 Jahre alt. In der...

  • Lünen
  • 10.09.12
  •  2
Überregionales
Wo heute Horstmarer See und Seepark sind, waren vorher Felder und Brachflächen.

So war's damals: Bagger buddelten den See

Bagger fraßen sich in die Erde, ein Strand wurde angelegt und das riesige Loch geflutet. Das Ergebnis: Der Horstmarer See. Eine Attraktion für die Landesgartenschau in Lünen. Das Image des Stadtteils aufpolieren, Bergbau-Narben beseitigen. Das war der Plan, als Lünen sich 1991 um die Landesgartenschau bewarb. Ein Plan, der heftige Diskussionen nach sich zog. Denn schon damals musste im Rathaus jede Mark zwei Mal umgedreht werden. Würde das Projekt nicht zu teuer werden? Das Land...

  • Lünen
  • 03.09.12
Überregionales
Was es dort wohl zu sehen gab? Um Sicherheitsvorschriften machte sich bei diesem Kirmesstand niemand Gedanken.

So war's damals: Gaukler feierten Lünermiß

Erst Gaukler und Pferdekarren, dann Grimassenschneider und Kettenkarussell: Wenn die Lüner feierten, war immer was los. Schon im Mittelalter strömten die Menschen in die Stadt. Gaukler und Pferdekarren, ein buntes Bild auf den kleinen Gassen im mittelalterlichen Lünen. In alten Urkunden ist von einem Jahrmarkt zu lesen, erwähnt im Jahre 1341. Sein Name: Lünermiß, benannt wahrscheinlich nach dem Wort "Kiärmeß". Gefeiert wurde immer nach dem Fest der Heiligen Gereon und Viktor. Chronist...

  • Lünen
  • 27.08.12
  •  5
Überregionales
Im Januar 1905 rollte die Straßenbahn zum ersten Mal Richtung Lünen.

So war's damals: Die Straßenbahn kommt

Alles aussteigen, dieser Zug endet hier! Mitten in der Lüner Innenstadt. Die Straßenbahn machte es möglich. Seit 1905 rollten die Waggons - und waren wenig später schon wieder verschwunden. Hoher Besuch war an Bord, als die Linie 11 Dortmund-Lünen am 12. Januar 1905 zum ersten Mal Richtung Lünen fuhr. Zwei Regierungsbauräte waren dabei, der Landrat und auch Lünens Bürgermeister Becker. Vom Fredenbaum vorbei an der Zeche Minister Stein, durch Altenderne und Gahmen, zur Bahnstraße in Lünen-Süd...

  • Lünen
  • 20.08.12
  •  2
Überregionales
Schloss Buddenburg um 1965, zwölf Jahre später wird es abgerissen.
2 Bilder

So war's damals: Geschichten von der Burg

Eine Burg, ein Schloss, in dem ein Gespenst spuken sollte, eine Ruine: Rund um die Buddenburg in Lippholthausen gibt es viel zu erzählen. Das alte Gemäuer ist heute selbst Geschichte, verfallen im Laufe der Zeit. Es ist kein glücklicher Anfang, den die Geschichte des Hauses Buddenburg hat. Gottschalk und Gottfried Budde, die Namensgeber, bauen 1923 eine Burg in Lippholthausen - und müssen die Mauern wieder einreißen. Den Grafen zu Dortmund ist die Festung vor der eigenen Haustür ein Dorn im...

  • Lünen
  • 14.08.12
  •  3
  •  2
Überregionales
Der Preußenhafen im Jahr 1965: Schiffe, Kräne, Kohleberge.

So war's damals: Kohle, Kräne und Kanal

Schwarze Kohle, weiße Yachten: Zwei Bilder mit viel Kontrast. Es ist eine Reise durch die Geschichte des Preußenhafens in Lünen. Die Bilder vom alten Hafen sind voller Ruhrpott-Romantik. Riesige Kohleberge, Frachtschiffe, die im Hafen vor Anker liegen. Und die Kräne, die Güter hin und her transportieren. Heute ist es still geworden. Weiße Yachten legen leise an und nur der alte Mohrkran erinnert noch an vergangene Jahre, in denen hier einiges bewegt wurde. 1925 konnte der Hafen der Harpener...

  • Lünen
  • 06.08.12
  •  2
  •  1
Überregionales
Sommeridylle im Jahre 1960: Lüner suchten damals gerne im Freibad im Park Erfrischung.

So war's damals: Im Kleidchen zum Baden

Die Kleidchen frisch gewaschen, die Haare adrett frisiert. So geht Lünen anno 1960 Baden. Es ist ein schöner Sommertag, den das schwarzweiß Bild für die Nachwelt festgehalten hat. Geplanscht wird nicht etwa am Horstmarer See, denn den gibt es noch gar nicht. Lünen trifft und vergnügt sich im Park hinter dem ehemaligen Stadtbad. Hier laden zwei schöne Schwimmbecken ein und es gibt auch eine kleine Bude, an der Eis verkauft wird. 1979 ist dann aber Schluss mit dem Badespaß. Die Witterung hat...

  • Lünen
  • 30.07.12
  •  1
  •  3
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.