Heimatverein organisiert eine Ausstellung mit Werken des Malers
Greferath und Uedem

Der Kölner Maler Johannes Greferath.

UEDEM. Im Frühjahr 2018 hat der Heimatverein einen Aufruf gestartet, ob noch Informationen bzw. Bilder über Johannes Greferath vorliegen. Die Recherchen waren nunmehr erfolgreich.

An Hand von Schreiben des Künstlers, die teilweise in Köln, Düsseldorf oder Krefeld archiviert sind, konnte ermittelt werden, dass er seit 1941 auf Grund der Erkrankung seiner Frau nach Uedem an den Niederrhein gezogen war. Der genaue Wohnort in Uedem konnte nicht ermittelt werden, nach den Schreiben wohnte er in der Nähe des Hotel Janssen, also zwischen Kirche und Bürgerhaus.

Ende 1944 floh er auf Grund der Nähe der Kampfhandlungen am Niederrhein nach Schlesien.

Ende 1945 kehrte er nach Uedem zurück, da er in Köln keine Unterkunft fand. Er wohnte bei der Familie Paeßens in Uedemerfeld (heute Wehren). Er wandte sich an den damaligen Kölner Bürgermeister Konrad Adenauer, der ihn als Künstler ohne politische Beziehungen im Jahre 1946 bezeichnete. Nachdem Johannes Greferath plötzlich im Oktober 1946 verstarb, blieb seine Frau noch ein paar Jahre in Uedem.

Seine Bilder gibt es in vielen Museen am Niederrhein. Besondere Ausstellungen hatte der Kölner Kunstverein im Jahre 1947 in Köln oder das Museum Schloß Rheydt im Jahre 1970 durchgeführt. Auch in der Uedemer Sparkasse gab es bereits im Jahre 1982 eine Kunstausstellung zu Werken Greferaths.

Vom 16. November bis 22. Dezember

Der Heimat- und Verkehrsverein Uedem plant eine Ausstellung zum Thema „Der Kölner Maler Johannes Greferath und Uedem“ in der Hohen Mühle Uedem, Mühlenstraße 101, für die Zeit vom 16. November bis 22. Dezember. Hierzu wurden bereits über 20 Bilder von privaten Sammlern aus dem Rheinland zur Verfügung gestellt. Besonders freut sich der Heimatverein auch Uedemer Motive zu erhalten.

Auf den Zeitungsbericht vom Frühjahr hat sich nunmehr bedingt durchs Internet auch eine Frau aus Bergisch-Gladbach im November gemeldet. Ihr Großvater war Zahnarzt und hat Greferath im Krieg behandelt. Als Gegenleistung hat er das Bild „Dorfstraße in Uedem“ erhalten. Das Bild wird in der Ausstellung gezeigt.

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