Besuch aus Namibia

Vor zwei Jahren besuchten Jugendliche aus Unna die Stadt Dordabis in Namibia und fanden dort Freunde. Im nächsten Januar wird der Gegenbesuch erwartet.
  • Vor zwei Jahren besuchten Jugendliche aus Unna die Stadt Dordabis in Namibia und fanden dort Freunde. Im nächsten Januar wird der Gegenbesuch erwartet.
  • Foto: Ev. Kirchgemeinde Unna
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Der Dordabis Freundeskreis im Evangelischen Kirchenkreis Unna engagiert sich seit mehr als 30 Jahren in einer kirchlichen Partnerschaft mit der Stephanus Gemeinde in Dordabis/Namibia. Fünf Gäste von dort werden vom 8. bis 20. Januar 2019 in Unna sein.

Auf dem Programm stehen Workshops, u. a. bei Brot für die Welt. Es werden Hospitationen in der außerschulischen Jugendbildung durchgeführt und natürlich sollen die Gäste auch Unna und die Region kennen lernen.

Über die Jahre sind viele persönliche Kontakte entstanden und gewachsen. Eine erste Jugendbegegnung in Unna fand 2014 statt, 2016 erfolgte die zweite in Dordabis. Teilnehmer auf beiden Seiten waren junge Erwachsene an der Schwelle zwischen Ausbildung und Beruf, mit ganz unterschiedlichen Biografien und Perspektiven, aber der Gemeinsamkeit sich sinnstiftend für die Gesellschaft einbringen zu wollen.

Im Januar 2019 wird nun diese Reihe der Begegnungen fortgesetzt. Im Zentrum der Partnerschaftsbegegnung wird die Planung und Konzeptionierung des „Lighthouse Centers“ stehen. Dahinter verbirgt sich die Idee, ein Kinder- und Jugendzentrum in der kleinen Siedlung Dordabis aufzubauen, um neben kirchlicher Kinder- und Jugendarbeit besonders in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Empowerment tätig werden zu können.

Wer Interesse hat, einzelne Programmpunkte mitzugestalten oder gerne einen Gast für zwei Wochen bei sich aufnehmen möchte (Englischkenntnisse sind von Vorteil), kann sich bei Dorit Remmert melden dorit.remmert@gmx.de, Tel. 01520/9332835.

Das Lighthouse Center in Dordabis - Ein Leuchtturm für Kinder und Jugendliche in Not

Dordabis ist mehr eine Siedlung als ein Dorf im klassischen Sinne. Auf privatem Farmland errichtet, gibt es dort eine Primarschule, ein dazugehöriges Hostel (Internat) und einen kleine Kirche. Die Bevölkerung lebt größtenteils in Wellblechhäusern, nur wenige haben eine Arbeitsstelle. Die schlechte ökonomische Situation und die fehlenden Perspektiven fördern Alkohol - und Drogenkonsum, häusliche Gewalt und die Ausbreitung von HIV.

Kommen die Kinder nach dem vormittäglichen Schulbesuch in ihre Familien zurück, erleben sie ein wenig förderliches Umfeld. Kranke, Betrunkene und desillusionierte Familienmitglieder gehören zum Alltag und stellen eine Gefahr für die Kinder dar. Um dem Ort, der exemplarisch für die ländliche Region in Namibia steht, eine Zukunft zu ermöglichen, muss in die Zukunft der Kinder investiert werden.

Die Idee des Lighthouse Centres ist denkbar einfach: Ein Ort, an dem Kinder im außerschulischen Bereich verlässlich und vertrauensvoll betreut werden, wo ihnen neben sportlichen, kulturellen und spirituellen Aktivitäten z. B. Nachhilfe bzw. Begleitung bei gesundheitlichen oder psychosozialen Problemen angeboten wird.

Viele Aktivitäten können einen positiven Einfluss auf die belasteten Familien und die Dorfgemeinschaft haben: Ein Gemeinschaftsgarten, Aufführungen und Konzerte, Sportwettbewerbe, die Beschäftigung mit Umwelt und Ressourcen (Müll, Wasser, Energie) können dazu beitragen Dordabis zu einem lebenswerterem Ort zu machen. Vor Ort wurde bereits ein gutes Netzwerk geknüpft, Kirchen- und Gemeindevertreter, Lehrer der Primarschule und Mitarbeiterinnen des Hostels befürworten das Lighthouse. Der Eigentümer des Landes, auf dem Dordabis sich befindet, hat die Spende eines zusätzlichen Stückes Land zugesagt für die Errichtung eines neuen Gebäudes für diesen Zweck. Die Fluggesellschaft AirNamibia hat die Partnerschaftsgruppe mit einem 50 %igen Rabatt auf die Flugtickets unterstützt.

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