Biografisches Konzert im Kühlschiff
"Die letzten Heuler" widmen sich dem Dichter Robert Gilbert

Der Konzertabend spannt den Bogen von den bekannten Songs des Autors Robert Gilbert hin zu Eigenvertonungen bisher nicht vertonter Gedichte.
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  • Der Konzertabend spannt den Bogen von den bekannten Songs des Autors Robert Gilbert hin zu Eigenvertonungen bisher nicht vertonter Gedichte.
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  • hochgeladen von Verena Kobusch

Am Sonntag, 13. Januar, geben „Die letzten Heuler“ ein biografisches Konzert mit dem Titel „Zwischen Bar und Barrikade“. Beginn ist um 20 Uhr im Kühlschiff der Lindenbrauerei Unna, Rio-Reiser-Weg 1. Im Mittelpunkt des Programms steht der Dichter Robert Gilbert (1899 - 1978). Er hat in den Zwanziger und Dreißiger Jahren mit Komponisten wie Hanns Eisler und Werner Richard Heymann zusammengearbeitet. Die Erfolgsschlager 'Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehn', 'Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen', 'Irgendwo auf der Welt', 'Ein Freund, ein guter Freund' und viele andere gehen auf sein Konto und gleichzeitig - unter dem Pseudonym David Weber - massenwirksame Politsongs. Besonders bekannt sind hier das 'Stempellied', 'Die Ballade von der Krüppelgarde' und das geniale Chorstück 'Auf den Straßen zu singen' - in allen Fällen mit Eislerscher Musik. Darüber hinaus hat er fast alle wichtigen amerikanischen Musicals ins Deutsche übersetzt, zum Beispiel 'My fair Lady', 'Annie get your gun' und 'Cabaret' sowie zahllose Gedichte geschrieben, viele davon im berlinerischen Jargon. Hannah Arendt rühmt an ihm die 'Fazilität des Reimens', hält viele seiner Lieder der Aufnahme in ein neues 'Des Knaben Wunderhorn' für würdig und nennt ihn den 'Nachfolger, den Heine nie gefunden hat'.

Der Konzertabend spannt den Bogen von den bekannten Songs des Autors hin zu Eigenvertonungen bisher nicht vertonter Gedichte. So entsteht ein biografischer Bogen, der zwischen den Liedern von zwei professionellen Schauspielern mit Texten und Szenen angereichert wird. So wird Leben und Wirken des Robert Gilbert lebendig. Die Spannweite reicht von energiegeladenden antimilitaristischen und antifaschistischen Songs bis hin zum Edelkitsch des 'Weißen Röss'l', vom Arbeitslosensong zum UFA-Hit, von dem berlinernden Gedicht 'Molle bleibt Molle' bis zum resignativen Aphorismus seiner späten Jahre. Ein Wechselbad der Stile und Gefühle also - und damit typisch 'Heuler'.
Es wirken mit: Freya Deiting (Violine), Sandra Horn und Nico Wellers (Trompete), Ralf Kiwit (Saxophon), Joel Dahlhoff (Xylophon, Percussion), Alexander Litowski (Piano), Eric Richards (Kontrabass), Holger Woltering (Bariton), sowie Barbara Blümel (Kammerschauspielerin, Dortmund) und Michael Kamp (Schauspiel Bochum) und der Chor 'Die letzten Heuler' sowie Solisten aus dem Chor.
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse.

Der Konzertabend spannt den Bogen von den bekannten Songs des Autors Robert Gilbert hin zu Eigenvertonungen bisher nicht vertonter Gedichte.
Die letzten Heuler geben ein biografisches Konzert mit dem Titel „Zwischen Bar und Barrikade“.

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