Für die Kunst geht´s unter Wasser

Unterwasserkünstler Markus Asmus im Möwensee in Thüringen. Foto: Sven Plümpe
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  • Unterwasserkünstler Markus Asmus im Möwensee in Thüringen. Foto: Sven Plümpe
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Sieben Bundesländer in 30 Tagen, so lautet die Bilanz von Unterwasserkünstler Markus Asmus. Zum Weltwassertag im März hatte der Unnaer seine Deutschlandtour durch alle 16 Bundeländer gestartet, jetzt fehlen nur noch Hamburg und NRW.
Mit seinen Unterwasser-Radierungen der Deutschlandtour möchte Asmus neben seiner Kunst auch etwas bewegen. Er möchte auf die vielen unterschiedlichen Seen mit ihren Naturreichtümern aufmerksam machen. „In einem See ist so viel Leben drin“, erzählt er. Und inzwischen hat der Unnaer Hobbytaucher viele Seen in Deutschland kennengelernt, hat im Trüben radiert, sich seinen Platz mit Krebsen geteilt, bei glasklarer Sicht gearbeitet und versenkte Autos und Boote erkundet. „Jeder See ist komplett anders“, ist Markus Asmus immer wieder begeistert und fasziniert.
Zu den einzelnen Tauchgängen haben ihn immer wieder seine Tauchsportfreunde von den „Seepferden Unna“ begleitet. „Acht Mitglieder haben mir inzwischen geholfen“, sagt er. So wurde im Saarland gemeinsam im Trüben getaucht, wo ohne Kompass nichts mehr ging. Abgetaucht ist Asmus auch im tiefsten See Deutschlands, dem Walchensee in Bayern. Anstrengend wurde es in Mecklenburg-Vorpommern, wo 105 Stufen auf die Taucher und ihre Ausrüstung warteten. Im schmalen Luzin fand Asmus dann auch einen kaputten Porzellanteller, deren Scherben er für die Radierung verwendete. Der Steinbruchsee in Sachsen-Anhalt beeindruckte hingegen mit einem Geisterwald, den Algen an abgestorbenen Bäumen zauberten. Unheimlich wurde es auch im Möwensee in Thüringen, als sich rund 30 Krebse am Boden tummelten. Hier radierte der Unnaer erstmals mit runden Kieselsteinen. Und in Hemmoor in Niedersachsen konnte Asmus sogar im Sitzen arbeiten, denn ein versunkenes Segelboot bot sich als Sitzgelegenheit an.
Jetzt fehlen dem Unnaer nur noch die Bundesländer Hamburg und NRW. Termine gibt es zwar noch nicht, doch bleibt bis zum Jahresende noch genügend Zeit.
Die Kunst der Deutschlandtour beginnt für Asmus bereits mit den Vorbereitungen für die Reise. „Das Ganze ist Kunst. Beim Packen verbinde ich die Arbeit mit meinem Tauchhobby“, so der Unterwassermaler, der noch viele große Sachen unter Wasser machen möchte. Ideen hat er reichlich.
Hintergrundinfos:
- „Abgetaucht“ hat Markus Asmus aus Unna sein Unterwasser-Projekt genannt. Bis zum Jahresende will er in allen 16 Bundesländern tauchen und unter Wasser eine Radierung anfertigen.
- Radiert, also geritzt wird auf einer Alu-Druckplatte, die auf einer Plexiglasscheibe befestigt ist. Und an der hängen Gewichte, damit die Platte unter Wasser bleibt.
- Die Motive sind dabei an das jeweilige Bundesland mit seinen Grenzen angelehnt.

Unterwasserkünstler Markus Asmus im Möwensee in Thüringen. Foto: Sven Plümpe
Markus Asmus zusammen mit Birgit Rogge-Scheit (l.) im großen Kronensee in Brandenburg. Foto: Sven Plümpe

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