Studienfahrt des Hansa Berufskollegs Unna nach Auschwitz und Krakau

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Am 12.05.2013 fuhren wir mit 45 Schülern und vier Lehrern zu unserer Studienreise nach Oswiecim/Auschwitz und Krakau in Polen.

Am ersten Tag besichtigten wir die heutige Stadt Oswiecim und das jüdische Viertel, um einen ersten Einblick in die bisher unbekannte jüdische Kultur zu erhalten.

Am nächsten Tag besuchten wir vormittags das Stammlager I in Auschwitz und die Länderausstellungen. Einzelne Länder, aus denen deportiert wurde, haben hier eine eigene Ausstellung gestaltet und berichten über das Leben unter der Nazi-Herrschaft.

Nachmittags führten uns zwei polnische Gästeführerinnen durch das Lager II in Birkenau. Besonders beeindruckend waren die Größe des Lagers und die Baracken. Der Todesweg und die Einrichtungen waren für uns trotz oder gerade wegen des schönen Wetters sehr bedrückend. Viele der Schilderungen der Gästeführerin über das Leben im Lager schockierten uns und waren unfassbar- besonders die Selektionen an der Eisenbahnrampe und die Schilderungen über den grausamen Lageralltag.

Mittwochs besuchten wir erneut das Stammlager I, diesmal mit einer ausführlichen Führung durch das Lager. Besonders schockierend fanden wir die noch erhaltene Gaskammer und das Krematorium. Bei dem Anblick der hinterlassenen Koffer, Kinderschuhe und Haare der Opfer waren die meisten von uns sehr traurig.

Am Donnerstag sprachen wir mit dem 89-jährigen Tadeusz Smreczynski, einem Zeitzeugen, der als junger Mann in Auschwitz inhaftiert war. Die Erinnerungen verfolgen ihn bis heute, obwohl er ein bürgerliches Leben führen kann. Der Versuch, die Erinnerungen durch das Entfernen der eintätowierten Nummer zu löschen, schlug fehl.

Die letzen 1 ½ Tage unserer Studienreise verbrachten wir in der Stadt Krakau, die das junge, moderne Polen repräsentiert. Dort schauten wir uns das jüdische Viertel mit den Drehorten des Films „Schindlers Liste“ an.

Das Ende unserer Reise bildete ein Besuch in einem jüdischen Restaurant mit Livemusik.

Die Studienfahrt war sehr gelungen und hat uns nachhaltig beeindruckt. Wir bedanken uns bei der Stiftung „Erinnern Ermöglichen“ und bei dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk für die finanzielle Unterstützung.

(Text: Linda Eschrich und Niklas Waluk)

Autor:

Gernot Rödiger aus Unna

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