Komponist Gregor Linßen probt mit "Spontan-Chor" in Unna
Theater-Musik-Oratorium "PSALM2016" - Aufführung in St. Katharina

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Von St.Reimet „Gott wie groß bist Du“ und „Ich freue mich an Dir“ schallt es durch den Großen Konferenzraum des Katharinen-Hospital Unna. Probe für das Theater Oratorium PSALM2016, das zum Katholikentag am 26. Mai 2016 Uraufführung in der Leipziger Oper, später in Rom und Jerusalem, erlebte. Der Autor, Komponist und Instrumentalist Gregor Linßen möchte mit der Vertonung von acht Psalmen einen interreligiösen Dialog anregen und ein Netzwerk unter den Teilnehmern anregen.

Das Musik-Theater-Projekt, hier in Kooperation mit dem Katharinen-Hospital, kommt an verschiedenen Orten in ganz Deutschland zur Aufführung. Nach Speyer, Lingen, Oberhausen, Neuss und Leipzig jetzt auch in Unna. Das Oratorium komponierte Gregor Linßen zur Zeit des Höhepunktes der Flüchtlingswelle 2015. Als nicht nur Deutschland schlagartig mit interkulturellen Problemen konfrontiert wurde, entwickelte er ein Stück, das die christlich-abendländische Kultur in Beziehung setzt zur multikulturellen Gegenwart. Umfasst von der Chormusik stellen kurze Theater-Szenen die Entstehung und heutige Bedeutung christlicher Werte dar. Der Alptraum DAVIDs, eines Atheisten, bildet den Start. Darin gerät die Welt aus den Fugen. In der Realität trifft er auf MARIA, die als Christin mit einem Muslim verheiratet ist...
Spannend ist die Zusammensetzung der Projektteilnehmer, die sich aus dem Pool der Mitwirkenden vorheriger Aufführungen rekrutieren. In Leipzig waren es etwa 200 Chorsänger. „Die Teilnehmer bilden mit der Zeit ein wachsendes Netzwerk“, so Gregor Linßen. Das schaffe neue Kontakte und erleichtere nicht zuletzt die Unterbringung an den Aufführungsorten, die mittlerweile in Gastunterkünften stattfindet. Den Teilnehmer gibt die Probe zu dem Oratorium auch Selbstbewusstsein. „In der Gemeinschaft so ein Werk aufzuführen ist toll, und ich treffe Freunde hier“, erklärt etwa Barbara Pelter aus Duisburg.
Pop-Kompositionen
Der Probenzeitraum ist mit fünf Tagen knapp bemessen, üblich sind zehn Tage für das Oratorium. „Wir müssen bimsen“, gibt Gregor Linßen aus Neuss zu. Dem Ton- und Bildingenieur nutzt sein Wissen bei der Realisierung von Großprojekten. Als musikalischer Leiter von Großgottesdiensten wie der Eröffnung des ökumenischen Kirchentags 2010 und dem Abendgebet der int. Messdienerwallfahrt 2015 mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz erwarb er sich höchste Anerkennung. Auch die offizielle Weltjugendtags-Hymne Venimus adorare eum (2005) und diverse Katholikentagslieder stammen aus seiner Feder.
Die Musik hat Grundzüge von Pop-Kompositionen, das Arrangement insgesamt ist aber vielfältiger angelegt. Ein Streichquintett, Orchesterperkussion und eine Band aus Klavier, E-Bass, E- und Akustikgitarre sowie Schlagzeug bilden die Instrumentierung. Mit großem Aufwand auch ist der Theaterpart verbunden, Licht-, Klang- und Bühnentechnik benötigen eine Aufbauzeit von über 60 Stunden.
Nachhaltige Veränderung
Erwarten dürfen die Zuschauer eine Theaterproduktion, die „den Ort in den Köpfen der Besucher nicht nur für die Zeit der Veranstaltung verändert, sondern dauerhaft“. Gregor Linßen: „Er wird verknüpft mit dem hier erlebten.“
Info:
Die außergewöhnliche musikalische Inszenierung des Pop-Oratoriums „PSALM 2016“ gelangt am Samstag, 30. März 2019 (19 Uhr), zur Aufführung in der Pfarrkirche St. Katharina Unna. 
Eintrittskarten sind ab sofort im Pfarrbüro St. Katharina sind  zum Preis von 10 Euro (Erw.), 5 Euro (Kinder) und Studenten 5 Euro. Ein spezielles  Angebot gibt es für Familien mit 2 Kindern. Sie bezahlen 20 Euro.

Autor:

Stefan Reimet aus Holzwickede

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