326 Stellen im Kreis Unna durch Teilhabechancengesetz gefördert
Eine Chance für Langzeitarbeitslose

Uwe Ringelsiep (Geschäftsführer Jobcenter Kreis Unna), Robin Hackbarth, Christian Kalinowski, Hartmut Ganzke (NRW-Landtagsabgeordneter), Jessica Mense (1. Vorsitzende des Freibadvereins) und Andreas Meyer beim Ortstermin im Freibad. Hackbarth und Meyer sind ebenfalls über geförderte Beschäftigungen an ihre Jobs im Freibad Bornekamp gekommen und kümmern sich unter anderem um die Grünpflege des gesamten Geländes.
  • Uwe Ringelsiep (Geschäftsführer Jobcenter Kreis Unna), Robin Hackbarth, Christian Kalinowski, Hartmut Ganzke (NRW-Landtagsabgeordneter), Jessica Mense (1. Vorsitzende des Freibadvereins) und Andreas Meyer beim Ortstermin im Freibad. Hackbarth und Meyer sind ebenfalls über geförderte Beschäftigungen an ihre Jobs im Freibad Bornekamp gekommen und kümmern sich unter anderem um die Grünpflege des gesamten Geländes.
  • Foto: Freibad Bornekamp
  • hochgeladen von Ann-Christin Botzum

Christian Kalinowski hat als Bademeister im Freibad  Bornekamp alle Hände voll zu tun: Neben der Aufsicht derSchwimmbecken ist er für die Beckenreinigung, Wasserproben und Filterreinigung zuständig. Aber das war nicht immer so, denn der 34-Jährige war lange Jahre arbeitslos, hat keinen Schulabschluss und auch keine Berufsausbildung erlernt. Dank der Unterstützung vom Jobcenter Kreis Unna erhielt er im Freibad Bornekamp nun die Chance auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Jessica Mense, 1. Vorsitzende des Freibadvereins ist froh, Kalinowski eingestellt
zu haben. Sie hatte zuvor einen Antrag auf Fördermittel über das Teilhabechancengesetz beim Jobcenter Kreis Unna gestellt. Denn Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen, erhalten über das im Januar 2019 eingeführte Gesetz guteFördermöglichkeiten. Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep erklärt: „Je länger jemand arbeitslos ist, desto mehr kostet es, ihn wieder in Arbeit zu bringen. Nun haben wir die Möglichkeit, für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren die Lohnkosten vollständig zu übernehmen.“ Im Anschlussjahr müsse der Arbeitgeber zunächst nur einen kleinen Eigenanteil von 10 Prozent leisten, im nächsten 20 Prozent und im dritten 30 Prozent. Ringelsiep ergänzt: „Zusätzlich können auch Weiterbildungskosten vollständig übernommen werden.“

Im Freibad Bornekamp weiß man die Vorteile solcher Förderprogramme für einenSozialen Arbeitsmarkt zu nutzen, denn auch die dort tätige Buchhalterin war einst über einen geförderten 1-EUR-Job ins Freibad gekommen. Im Kreis Unna gibt es bereits 326 Stellen, die über das Teilhabechancengesetz
gefördert werden. Das sei noch lange nicht ausreichend, weiß auch Hartmut
Ganzke, Landtagsabgeordneter NRW. „Die Schaffung von möglichst vielen Arbeitsstellen auf dem sogenannten Sozialen Arbeitsmarkt ist absolut notwendig. Denn sie bieten nicht nur eine Perspektive für Langzeitarbeitslose, sondern aucheine echte Chance für Arbeitgeber.“ Ringelsiep und Ganzke ermutigen gemeinsam Unternehmen der Kreisregion Unna, sich über die Vorteile des neuen Gesetzes zu informieren und vor allem offen zu sein für die Einstellung eines langzeitarbeitslosen Menschen. Beide appellieren deutlich: „Nutzen Sie die guten Fördermöglichkeiten und sichern Sie langfristig Ihren eigenen Arbeitskräftebedarf.“

Autor:

Ann-Christin Botzum aus Stadtspiegel Unna

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