CDU und Bundeswehr im Dialog
Glückauf-Kaserne in Unna-Königsborn ist und bleibt Standort mit Zukunft

Der Standort Königsborn hat Zukunft: Jörg Schindel (stellv. CDU-Kreisvorsitzender), Elke Middendorf (stellv. Landrätin, CDU), Oberstleutnant Andre Rosarius (Kommandeur Versorgungsbataillon 7), Sibylle Weber (CDU-Kreisgeschäftsführerin), Marco Morten Pufke (CDU-Kreisvorsitzender).
  • Der Standort Königsborn hat Zukunft: Jörg Schindel (stellv. CDU-Kreisvorsitzender), Elke Middendorf (stellv. Landrätin, CDU), Oberstleutnant Andre Rosarius (Kommandeur Versorgungsbataillon 7), Sibylle Weber (CDU-Kreisgeschäftsführerin), Marco Morten Pufke (CDU-Kreisvorsitzender).
  • Foto: CDU
  • hochgeladen von Ann-Christin Botzum

„Die Bundeswehr gehört in die Mitte der Gesellschaft. Das ist kein Lippenbekenntnis, davon sind wir zutiefst überzeugt“, betont Marco Morten Pufke, Vorsitzender der CDU im Kreis Unna. Darum suchten die Christdemokraten den Dialog und stießen in der Glückauf-Kaserne in Unna-Königsborn auf sprichwörtlich offene Türen und Ohren.

Kommandeur Oberstleutnant André Rosarius, eben zurück vom Truppenübungsplatz Baumholder in Rheinland-Pfalz, freute sich über Kontaktaufnahme durch die heimische Politik. Er nahm sich viel Zeit, um der Abordnung des CDU-Kreisverbandes das Versorgungsbataillon 7 mit seinen umfangreichen Aufgaben vorzustellen.

Etwa 95 Prozent der über 1.300 in Königsborn stationierten Soldatinnen und Soldaten sind „Heimschläfer“. Die meisten wohnen mit ihren Familien im Umkreis von 100 km. „Wir sind der letzte verbliebene Standort mit Anbindung an das Ballungszentrum Ruhrgebiet“, erläuterte Rosarius. Aufgrund des großen Einzugsgebietes sei Unna ein äußerst attraktiver Standort und habe im Gegensatz zu Kasernen in der Peripherie keinerlei Nachwuchsprobleme.

Aktuell investiert die Bundeswehr massiv in die Infrastruktur der Glückauf-Kaserne. 500 Einzelunterkünfte sind gerade im Bau. Diese sind überwiegend zur Unterbringung von Lehrgangsteilnehmern vorgesehen. Überhaupt sind Aus- und Fortbildung beim Versorgungsbataillon 7 ein ganz großes Thema. Dazu Rosarius: „Wir haben hier viele unterschiedliche Fahrzeuge und Geräte zu reparieren und in Schuss zu halten. Besonders bei unseren Übungen unter realistischen Bedingungen wird schnell klar, dass große Fachkunde und Professionalität sowie gelegentlich auch Improvisationstalent gefragt sind.“

Die Bundeswehr bietet die verschiedensten Ausbildungsberufe, vom Koch und Notfallsanitäter bis hin zum Kfz-Meister oder Informatiker reicht die Palette an Möglichkeiten. Die Ausbildung für zivilberufliche Qualifikationen erfolgt in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern, wie z.B. der IHK. Um das breite Aufgaben- und Einsatzspektrum des Soldatenberufes deutlich zu machen, veranstaltet die Glückauf-Kaserne alle 2 Jahre einen Tag der offenen Tür für die Bevölkerung. Beim letzten Termin im Juli dieses Jahres kamen weit über 9.000 Besucher. Viele nutzten die Gelegenheit, mit den Soldatinnen und Soldaten ins Gespräch zu kommen.

Als Kreisvorsitzender begrüßt Pufke derartige Initiativen: „Wir halten es für ganz wichtig, dass Bundeswehr und Gesellschaft, Parteien eingeschlossen, im Dialog sind und bleiben. Die Bundeswehr ist schließlich eine Parlamentsarmee“. Man müsse sich stets bewusst sein, dass der von den Bürgerinnen und Bürgern gewählte Bundestag über Auslandseinsätze entscheide. Dies sei eine große Verantwortung.

„Das Wissen um außen- und sicherheitspolitische Zusammenhänge gehört zu den Grundlagen der politischen Bildung. Es ist daher vernünftig und geboten, dass Jugendoffiziere regelmäßig in die Schulen gehen und dort aus erster Hand über den Auftrag und die Aufgaben der Bundeswehr berichten“, betont Pufke.

Autor:

Ann-Christin Botzum aus Stadtspiegel Unna

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