Pilotprojekt „Generation Europe“ am Werkstatt-Berufskolleg

Schulsozialarbeiter Kevin Ewe (l.) und Lehrer Janot van der Kolk (r.) sind gespannt, was die Schüler von ihrem Austausch mitbringen.
  • Schulsozialarbeiter Kevin Ewe (l.) und Lehrer Janot van der Kolk (r.) sind gespannt, was die Schüler von ihrem Austausch mitbringen.
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Sie wollen Erfahrungen sammeln, fremde Menschen und Länderkennen lernen, sich politisch engagieren und sich für ein gemeinsames Europa einsetzen: Zwei Schülerinnen und vier Schüler des Werkstatt-Berufskollegs nehmen an dem Pilotprojekt „Generation Europe“ teil.

Die ersteBegegnung mit Jugendlichen aus Rom/Italien findet in Minsk/Belarus statt. Für die Teilnahme an dem internationalen Projekt, an dem 30 Jugendeinrichtungen aus 15 Ländern beteiligt sind, hat sich Kevin Ewe stark gemacht. Denn ein Motto des Werkstatt-Berufskollegs ist: „Wir sagen Ja zu Europa“. „Viele Jugendliche haben das Gefühl, sie könnten an den politischen Verhältnissen nichts ändern. Wir wollen sie dabei unterstützen, dass sie doch etwas bewegen und verändern können“, sagt der Schulsozialarbeiter.

Das Konzept von „Generation Europe“: Jugendliche aus jeweils drei Ländernarbeiten über einen Zeitraum von drei Jahren kontinuierlich zusammen, um sich politisch einzumischen. Sie identifizieren Probleme vor Ort, treffen sich zu internationalen Begegnungen und unterstützen einander bei lokalen Projekten. 2019 kommen die Jugendlichen aus Rom und Minsk nach Unna. Ziel des Projektes ist, Begegnung und Austausch junger Menschen zu fördern und europäische Jugendpolitik vor Ort zu verankern.

Lehrer Janot van der Kolk unterstützt Kevin Ewe: „In Minsk arbeiten wir nichtnur für ein gemeinsames Europa, sondern lernen auch mit unseren Schülern für die nach der Fahrt anstehenden Klausuren.“ Für den Aufenthalt in Minsk sind die Jugendlichen zwar vom Unterricht freigestellt, aber sie haben sich verpflichtet, den verpassten Unterrichtsstoff aufzuholen und die Klausuren nachzuschreiben. Das Engagement der Jugendlichen für das europäische Projekt wird auch von Schulleiter Dieter Schulze befürwortet.

Wenn die Jugendlichen von Düsseldorf nach Minsk fliegen –für einige übrigens die erste Flugreise – haben sie auch schon einiges Wissen über die Europäische Union im Gepäck. Während der Vorbereitungstreffen haben sie verschiedene Themen rund um die Europäische Union recherchiert, um sich mit den gleichgesinnten Jugendlichen über europäische Werte,
Menschenrechte und nachhaltige Entwicklung auseinander setzen zu können. Nach der Begegnung in Minsk sollen die Jugendlichen des Werkstatt-Berufskollegs gerüstet sein, um in Unna ein „lokales Projekt“ in einer Arbeitsgemeinschaft zu gestalten: „Das kann ein Kunstprojekt genauso sein wie eine Bürgerbefragung. Wir sind sehr gespannt, welche Eindrücke und Ideen die Jugendlichen mitbringen“, sagt Kevin Ewe. Im kommenden Jahr stellen sie die Ergebnisse bei der nächsten Jugendbegegnung vor, die in Unna stattfindet.

Das Projekt „Generation Europe“ wird vom Bundesministerium für Familie,Senioren und Frauen, Erasmus+ und der Stiftung Mercator gefördert.

Autor:

Lokalkompass Unna/Holzwickede aus Unna

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