Unkraut wird jetzt abgekocht

Seit etwa zwei Wochen sind die Mitarbeiter der Stadtbetriebe Unna unterwegs und bekämpfen Löwenzahn, Girsch, Moos und Brennnessel mit 97 Grad heißem Wasser. Damit wird eine neue Technik im Kampf gegen das Unkraut auf Bürgersteigen, an Hauptverkehrsstraßen und auf Verkehrsinseln getestet. Noch den ganzen Sommer sind die Mitarbeiter mit einem Heißwasser- und Schaum-Gerät unterwegs und brühen das störende Grün minutenschnell bis an die Wurzel weg. Das Prinzip ist einfach, vermeidet Belastungen durch Spritzmittel oder lärmende Geräte und ist schnell in der Handhabung: Mit einer breiten Düse wird das fast 100 Grad heiße Wasser direkt auf die verkrauteten Flächen gespritzt. Eine Zucker-Fettalkohol-Zugabe in der Flüssigkeit sorgt dabei für einen trockenen Schaum, der die Hitze bis zu 90 Sekunden auf den Pflanzen hält. „Die Unkräuter sterben ab, bei der zweiten Behandlung sind auch Wurzeln und Samen verbrannt“, erklärt Ralf Semrock, Bereichsleiter für Grünflächen und Straßen.
Bereits vor einem Jahr gab es einen kleinen Test auf den Bauminseln am Alten Markt. Mit Erfolg, sagt Semrock: „Das behandelte Beet ist bis heute fast unkrautfrei.“
Übrigens, das Prinzip lässt sich auch auf den Hausgebrauch übertragen. Wer kochendes Wasser über Unkraut auf Wegen gießt, sieht bereits nach drei Anwendungen einen Erfolg und tiefer liegende Wurzeln von Bäumen oder Hecken werden nicht beschädigt.

Autor:

Silke Dehnert aus Fröndenberg/Ruhr

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