Viele freie Lehrstellen
HWK Dortmund und IHK zu Dortmund appellieren an Jugendliche

Dirk Vohwinkel | Foto: HWK/IHK
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Fast 400 freie Lehrstellen gibt es noch im Bezirk der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, rund 100 im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund – dabei ist das neue Ausbildungsjahr schon ein paar Wochen alt.

Ob in den Kreisen Soest und Unna, in Hamm, Herne, Bochum, Hagen oder Dortmund: In unterschiedlichsten Berufen wird weiterhin nach jungen Menschen gesucht, die eine qualifizierte Ausbildung absolvieren möchten.
Besonders viele offene Ausbildungsplätze im Handwerk gibt es in den Berufen Anlagenmechaniker*in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Dachdecker*in, Metallbauer*in oder Maler*in und Lackierer*in. Bei der IHK sind noch viele freie Lehrstellen in IT-Berufen, als Kaufleute für Versicherung und Finanzen sowie Kaufleute für Büromanagement gemeldet.
„Eine solche Situation haben wir noch nicht erlebt. Die Corona-Pandemie mit all ihren Auswirkungen hat leider sehr großen Einfluss auf die Zahl der abgeschlossenen Lehrverträge“, sagt Tobias Schmidt, HWK-Abteilungsleiter Ausbildungsberatung und Lehrstellenvermittlung.
Im gesamten Bezirk der HWK Dortmund wurden zum Stichtag 30. September) insgesamt 3.482 neu abgeschlossene Lehrverträge verzeichnet. Das entspricht, im Vergleich zum Vorjahr, einem Minus von 468 (11,8 Prozent). „Das ist ein Ergebnis, mit dem wir absolut nicht zufrieden sein können. Umso mehr, als es in den vergangenen drei Jahren ein zwar langsames, aber stetiges Wachstum bei den Vertragsabschlüssen gegeben hat.“
Ähnlich sieht es auch im Bereich der IHK zu Dortmund aus. Zum 30. September 2020 wurden 4.149 neue Ausbildungsverträge registriert. Ein Minus von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aufholjagd hat aber begonnen: So wurden im September 9,1 Prozent mehr Verträge registriert als im Vorjahresmonat. „Wir gehen davon aus, dass bis in den Winter noch viele Ausbildungsverträge geschlossen werden. Die Chancen auf einen ‚Last Minute‘-Ausbildungsplatz stehen besser als im Vorjahr“, sagt Dirk Vohwinkel, Leiter der IHK-Ausbildungsberatung.
Schmidt betont, dass eine Ausbildung auch jetzt noch begonnen werden könne. „Wer will, kann durchstarten. Ein Blick in unsere Lehrstellenbörse lohnt sich.“ Er rät Jugendlichen und deren Eltern, Kontakt zu den HWK-Lehrstellenvermittlern aufzunehmen und sich beim Finden des Wunschberufs helfen zu lassen. „Außerdem kann ich jedem nur ans Herz legen, auch eigenständig auf die Wunschbetriebe zuzugehen.“
In der Lehrstellenbörse der IHK sind noch gut 100 freie Ausbildungsplätze für 2020 eingetragen. „Wer jetzt erst mit einer Ausbildung beginnt, hat nichts verloren“, so Vohwinkel. Der verpasste Stoff könne mithilfe der Ausbildungsbetriebe und Berufsschulen aufgeholt werden. „Außerdem bieten wir gemeinsam mit der HWK noch bis zum 13. Oktober das virtuelle Azubi-Speed-Dating an. Ausbildungsinteressierte können sich hier über aktuelle Angebote oder für das kommende Jahr informieren.“

Dirk Vohwinkel | Foto: HWK/IHK
Tobias Schmidt. | Foto: HWK/IHK
Autor:

Tobias Weskamp aus Dortmund-Ost

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