Eine hoch interessante Veranstaltung
Nachlese zum 7. Hiltruper Parkinson-Tag

Foto © Rainer Schwarz -  Aus der Serie: 7. Hiltruper Parkinson-Tag - Dr. med. Wolfgang Kusch, Chefarzt der Neurologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup
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  • Foto © Rainer Schwarz - Aus der Serie: 7. Hiltruper Parkinson-Tag - Dr. med. Wolfgang Kusch, Chefarzt der Neurologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup
  • hochgeladen von Jürgen Thoms

Stadthalle Hiltrup Westfalenstraße 197 48165 Münster-Hiltrup Mittwoch, 22. Mai 2019 I 15:00 bis 18:00 Uhr

Kurzinfos im Überblick

Über 70 Mitglieder vom Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V., 55 Mitglieder vom Parkinson-Forum Unna e.V. und Lünen gehörten zu den zahlreichen Besuchern die Dr. med. Wolfgang Kusch, Chefarzt der Neurologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup, zum 7. Hiltruper Parkinson-Tag in der vollbesetzten Stadthalle Hiltrup begrüßen konnte.

Der Nachmittag begann mit der
Vorstellung des Parkinsonnetzwerkes Münsterland plus
von Dr. Hubertus Lohmann, Leitender Neuropsychologe Klinik für Neurologie mit Klinischer Neurophysiologie im Herz-Jesu-Krankenhaus, Münster-Hiltrup. Hier sind Ärzte, Therapeuten, Pharmazeuten und KIiniken vernetzt um sich über Krankheiten auszutauschen, Fortbildungen zu nutzen und so zum Wohle der Patienten handeln zu können.

Nebenwirkungen von Parkinsonmedikamenten
Zum Thema „Impulskontrollstörungen und andere schwerwiegende Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten" referierte Dr. med. Michael Ohms, leitender Oberarzt der Neurologie am Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup. Am häufigsten treten Impulskontrollstörungen auf, gefolgt von Tagesmüdigkeit, Halluzinationen, Übelkeit sowie weitere Beschwernisse wie Angst oder Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. Dem wirken eine Reduzierung der Dopaminagonisten entgegen bei gleichzeitiger Erhöhung anderer Medikamente. Auch können sich psychische Störungen entwickeln, die Partnerschaften in Gefahr bringen oder gar den Verlust des Arbeitsplatzes zur Folge haben können.

Tiefe Hirnstimulation - Für welche Patienten kommt sie in Betracht?

dazu gab es Informationen von Dr. med. Ralph Lehrke. Er ist Chefarzt der taktischen Neurochirurgie an der St. Barbara-Klinik Hamm Heessen. Patiennten für die es in Betracht kommt sollten seit 4 bis 5 Jahren an Parkinson erkrankt sein wobei es nach „oben" keine feste Grenze gibt. An erster Stelle ist der Tremor zu nennen. Bei sehr vielen Patienten hört das Zittern auf bzw. wird deutlich eingeschränkt. Sie haben mehr Lebensqualität und können wieder aktiv am Leben teilnehmen. Ein weiterer Effekt ist, dass die Medikamente reduziert werden können und somit auch Nebenwirkungen weitestgehend entfallen, der Patient wird neu eingestellt. Zur Steuerung der Elektroden sind derzeit Geräte von drei Herstellern auf dem Markt.

Musiktherapie und Tanzen - Hilfe für Parkinson-Patienten oder Hype?
Nadine Altfeld, Dipl. Musiktherapeutin und neurologische Musiktherapeutin am Herz-Jesu-Krankenhaus Münster-Hiltrup, brachte die Auswirkungen von Musik nahe: Musik bewegt - Motorik, Sprache, Kognition und Emotionen werden positiv beeinflusst. Als Beispiel stellte sie in kurzen Videos u.a. eine Patientin vor, die durch Tanzen in einer Gruppe wieder blockadefrei durch den Saal gehen konnte, was ihr vor dieser Stunde nicht möglich war. Bei einer anderen Patientin wurde das Gehen mit Musikbegleitung deutlich besser. Auch die Beweglichkeit im Allgemeinen und die Feinmotorik sowie die Aufmerksamkeit und die Stimmung verändern sich positiv.

Fragen aus dem Besucherkreis wurden von den Referenten gerne beantwortet. Dr. Hans Wille, der Vorsitzende des Parkinson Forums Unna e.V. fasste es so zusammen.
„Es war eine hoch interessante Veranstaltung: Alle Fachvorträge auf hohem Niveau und dennoch gut verständlich.“

Links
» 
Parkinsonnetz.UKMuenster.de
»  Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V.
» 
Parkinson Forum Unna e.V.

Fotos © Rainer Schwarz - Eine Auswahl aus der Serie: 7. Hiltruper Parkinson-Tag 2019


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