Welches ist für mich das richtige motorangetriebene Rad? Seniorenberater informierten auf dem Unnaer Marktplatz

Informierten auf dem Marktplatz Unna: (v.l.) Heidemarie Heyer aus Schwerte, Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff (Kommissariat Prävention/Opferschutz), Horst Siewert aus Unna, Gerda Brucksteg aus Unna, Wolfgang Palm aus Bergkamen und Polizeihauptkommissar Ludger Happel (Verkehrserziehung).
  • Informierten auf dem Marktplatz Unna: (v.l.) Heidemarie Heyer aus Schwerte, Kriminalhauptkommissar Volker Timmerhoff (Kommissariat Prävention/Opferschutz), Horst Siewert aus Unna, Gerda Brucksteg aus Unna, Wolfgang Palm aus Bergkamen und Polizeihauptkommissar Ludger Happel (Verkehrserziehung).
  • Foto: ShS
  • hochgeladen von Jörg Stengl

Unna. Immer mehr Radfahrer begeistern sich für Fortbewegungsmittel, die über eine stetige oder variable elektrische Antriebshilfe verfügen. Es sind die so genannten Pedelecs (Fahrräder mit Tretunterstützung), E-Bikes (Kraftfahrzeuge, die auch ohne Tretunterstützung gefahren werden können) und Kleinkrafträder.

Egal, für welches Fahrzeug man/frau – auch dem Alter entsprechend – sich entscheidet, Qualität sollte dabei immer im Vordergrund stehen, meint Seniorenberater Helmut Eckert. Einen ersten Einblick gab’s am ersten Freitag im August auf dem Unnaer Marktplatz. Hier informierte ein Stand der Seniorenberatung über die modernen Fahrräder. Die Seniorenberater gaben Tipps.

Kluge Köpfe schützen sich

So werden beispielsweise hydraulische Bremsen empfohlen. Auch werden Einweisungsfahrten angeregt, denn Pedelecs und E-Bikes sind leise und schnell, auch auf Bergfahrten. Und natürlich sollte der Kopf geschützt sein. "Ob ein Fahrradhelm dafür ausreicht oder ob es doch ein Schutzhelm sein muss, das hängt ganz vom fahrbaren Untersatz ab – wichtig ist es aber immer den Wahlspruch zu beherzigen: Kluge Köpfe schützen sich", appelliert Eckert.
Pedelecs erreichen mit Tretunterstützung eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h – dann schaltet die Tretunterstützung ab – oder aber, wenn nicht in die Pedalen getreten wird. Das Pedelec ist auszurüsten und zu betreiben wie ein Fahrrad. Zum Führen dieses Fortbewegungsmittels ist kein Mindestalter vorgeschrieben, seitens Experten wird aber ein Mindestalter von 14 Jahren empfohlen. Es ist versicherungs- und steuerfrei, nicht zulassungs- und kennzeichnungspflichtig. Mit dem Pedelec müssen gekennzeichnete Radwege benutzt werden.

Fahrerlaubnis ist Pflicht

Anders verhält es sich bei E-Bikes. Es sind Kraftfahrzeuge, die auch ohne Tretunterstützung gefahren werden können. Dabei sind die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeiten auf bis zu 20 km/h (Leichtmofa) beschränkt bzw. bis zu 25 km/h (Mofa). Mindestalter zum Führen dieser Fahrzeuge ist 15 Jahre. Wer nach dem 31.03.1965 geboren wurde, muss zumindest eine Prüfbescheinigung vorlegen. Sie sind versicherungspflichtig und bedürfen einer Betriebserlaubnis.
Beim Führen von Klein- und Leichtkrafträdern ist ein Mindestalter von 16 Jahren erforderlich. Eine entsprechende Fahrerlaubnis ist Pflicht.
Es ist nur ein kleiner Einblick, der an dieser Stelle gegeben wird.

Schulung durch Polizeibehörde

Der steigenden Nachfrage von elektrisch angetriebenen Fortbewegungsmitteln im Zweiradbereich hat das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna Rechnung getragen. Immer mehr Senioren interessieren sich für die elektrischen Zweiräder und so wurden jetzt fünf Seniorenberater durch Polizeihauptkommissar Thomas Glaser gezielt zu dieser Thematik geschult. Glaser ist in der Behörde im Bereich Verkehrserziehung tätig. Das so Erlernte geben die Seniorenberater in verschiedenen Veranstaltungen und auch auf Wochenmärkten wieder.

Telefonisch angefordert werden können die Seniorenberater über das Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz unter der Rufnummer 02307-9214400.

Autor:

Jörg Stengl aus Unna

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