Riesenerfolg: 150 Starter beim Balloon Ultralauf am Bürgerzentrum Alte Heide
"Läufer auf Entzug"

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Deutlich mehr Läufer gingen beim Ballon-Ultralauf auf die Strecken ihrer Wahl. Start und Ziel war das Bürgerhaus Alte Heide, das am Wochenende zur Zeltstadt und Wagenburg für die Sportler wurde, die auf dem Gelände campten. Zahlreiche Gäste aus den Nachbarländern begrüßte Jan Philipp Struck zu dem Lauf über Distanzen zwischen 5 und 20 Meilen.  

Mit Schwüle und Nachtgewitter hatten die Dauerläufer etwas zu kämpfen. Einige musste auf der Strecke eingesammelt werden, aber das schmälerte den Spaß am Laufen nicht. Weite Anreisen aus Belgien, der Schweiz, Bayern, Hamburg und der weiteren Region hatten viele Teilnehmer hinter sich. Was einerseits für die guten Erfahrungen aus dem Vorjahr spricht, aber wohl auch den allgemeinen Einschränkungen durch die Coronaphase geschuldet ist, denn viele größere Lauf- und Sportveranstaltungen fallen derzeit den Einschränkungen zum Opfer. 
Die 100 Meilen Gesamtdistanz, acht Laufrunden von 5 bis 20 Meilen, konnten in maximal 33 Stunden bewältigt werden. „Die meisten liefen im Durchschnitt etwa 50 Meilen“, erklärte Sport- und Trainings-Coach Jan Philipp Struck. Der Ultra wird meist von Teilnehmern über 40 Jahren gelaufen.
Senior-Läuferin
Mit 76 Jahren ging die älteste Teilnehmerin an den Start. Aus Süddeutschland nahm sie mehrere Stunden Zugfahrt in Kauf, im Gepäck Zelt und Campingausstattung. Ihre Konstitution musste sie nicht lange beweisen, vor drei Jahren erklomm sie noch den Kilimanscharo. Wie auch der älteste Teilnehmer, der 80 Jahre mitbrachte, lief sie drei Runden. Die Strecken wurden markiert von Lars Gillmann, der alternative Streckenführungen überlegen musste, denn durch Abholzung sind viele schattige Abschnitte entfallen. Die Runden führten Richtung Bönen, Fröndenberg und Ascheberg.
Viele Läufer hatten den Ehrgeiz, die 100 Kilometer vollzumachen. Manche nicht, wie Detlef Vierhaus aus Dortmund: „Nicht so viel gelaufen, aber für uns zählt die Gemeinschaft.“ 2017 lief er 76 Veranstaltungen mit, insgesamt rund 3000 Kilometer. Von anderen Läufen kennt man sich. Die Kleingruppen wie beim Ballon Ultralauf seien übersichtlicher, die Versorgung am Bürgerhaus optimal.
In der Corornazeit hat der Ultralauf besondere Bedeutung, obwohl manche durch den Gewitterregen in der Nacht auf Sonntag „pudelnass“ wurden. Wie Sabine Kramer aus Fretter im Sauerland: „Gefroren und geschnattert haben wir, aber morgens war alles wieder trocken.“ Die Laufzeiten wurden per Chip gespeichert und auf einem Bildschirm übertragen. „Der allerdings noch der Nässe zum Opfer fiel“, wie Mitorganisatorin Franziska Schmor einräumte.
Sehr zufrieden waren die Teilnehmer mit dem Service im Bürgerhaus. Das Team glänzte mit sehr gutem Catering. Unter erschwerten Bedingungen, denn ein Hygienekonzept musste vorgelegt werden. Die Anzahl der Personen pro Raum war begrenzt, Desinfektionsmittel überall griffbereit.
„Für uns die erste größere Veranstaltung seit Beginn der Coronakrise“, so Vorsitzender Lionel Lach. Zu eng sei es nie geworden, alle Teilnehmer hätten sich an die Regeln gehalten. Um das Platzangebot zu erweitern hatte die angrenzende Feuerwache noch Gelände zur Verfügung gestellt.
Chance zum Laufen
„Happy mit der Location“, zeigte sich auch Jan Philipp Struck. „Über das Wetter sehen die Läufer locker hinweg.“ Er freute sich über die größere Nachfrage. „Die Leute sind derzeit auf Entzug und nutzen die Chancen.“ Man habe aber von guter Mundpropaganda profitiert. Werbung sei kaum erforderlich gewesen.
7 Nächte – 7 Marathon
In diesem Jahr organisiert der laufbegeisterte Bönener noch einen speziellen Lauf: Seven in Heaven. Startpunkte sind sieben Städte in Marathon-Distanz zum Bürgerhaus Alte Heide. Jeden Abend ab 19 Uhr bringt ein Bus die Läufer zum Startpunkt nach Dortmund, Schwerte, Menden, Soest, Beckum, Drensteinfurt, von wo es zurück zur Alten Heide geht. Termin: vom 7. bis 13 November 2020. Motto: „Nach der Arbeit auf zum Marathon.“ Aus der Vorweihnachtszeit verschoben in den Januar wird der “Irons-Loons-Trial“. Der Hindernislauf über insgesamt 30 Stunden findet wieder auf einem Feld am Kamen-Karré statt.

Autor:

Stefan Reimet aus Holzwickede

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