Über Seepferde und Denkmäler

In der Xantener Südsee musste ein versenktes Stahlschiff in zehn Meter Tiefe gefunden werden.
2Bilder
  • In der Xantener Südsee musste ein versenktes Stahlschiff in zehn Meter Tiefe gefunden werden.
  • Foto: Seepferde Unna
  • hochgeladen von Verena Kobusch

Wracks und Denkmäler unter Wasser sind faszinierende Tauchziele. Im Rahmen der Tauchausbildung bei den Seepferden Unna hat der Verein zusammen mit dem Tauchsportverband NRW eine für sie einmalige Fortbildung gemacht. 

Oftmals sind es Sporttaucher, die Denkmäler finden oder mit ihnen in Berührung kommen. Häufig wissen sie gar nicht, dass es sich um archäologische Schätze handelt. Aus diesem Grund besteht die Gefahr der unbewussten Zerstörung. Erstmals in der 26-jährigen Vereinsgeschichte des Tauchsportvereins Seepferde Unna wurde deshalb das Thema Unterwasserarchäologie und Denkmalgerechtes Tauchen im Rahmen einer Fortbildung angeboten.

Bereits im Mai fand dazu der theoretische Teil im LWL-Museum für Archäologie in Herne statt. Für die Praxistauchgänge ging es in die Xantener Südsee. Ein dort versenktes Stahlschiff in zehn Meter Tiefe sollte zuerst gefunden und danach der Fundort über Wasser mit Hilfe eines Kompasses in einer sogenannten Kreuzpeilung lokalisiert werden. Beim zweiten Tauchgang an dem künstlichen Wrack wurden mit Hilfe eines Zeichenbretts die genaue Lage, die Ausrichtung als auch Abstände festgehalten. Da keine Maßbänder zur Verfügung standen, wurde mit Hilfe der Körperlänge des Tauchers gemessen. Für die Seepferde-Taucher eine sehr ungewohnte Tätigkeit, die zu erstaunlichen Skizzen führte. Diese Daten würden in einem Echtfall an die Denkmalbehörde weitergeleitet.Am Ende des Tages waren sich die Seepferde einig, dass Tauchen so viel mehr bietet, als nur in einen See oder ins Meer zu springen.

In der Xantener Südsee musste ein versenktes Stahlschiff in zehn Meter Tiefe gefunden werden.
Den erfolgreichen Seminarabschluss feierten Patrik Kadera, Peter Dobslaw, Stefan Althoff, Michael Gräwe, Robin Schmitz, Peter Heine, Andreas Plachky, Markus Dettmar (v.l.) und die Seminarleiter des Tauchsportverbandes NRW Naemi Reymann und Thomas Kremers.
Autor:

Verena Kobusch aus Unna

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.