Mehr Geld durch Energiesparen

Georg Nicolaiciuc von den Stadtwerken (l.) übergab an den Energiesparberater Michael Göldner (2.v.l.) den Erdgas-Kombi. Tina Riedel (Jobcenter Kreis Unna 2.v.r), sowie Diakonie-Geschäftsführer Jochen Nadolski-Voigt (r.) und Martina Fuchs von der Diakonie dankten für die Unterstützung.
  • Georg Nicolaiciuc von den Stadtwerken (l.) übergab an den Energiesparberater Michael Göldner (2.v.l.) den Erdgas-Kombi. Tina Riedel (Jobcenter Kreis Unna 2.v.r), sowie Diakonie-Geschäftsführer Jochen Nadolski-Voigt (r.) und Martina Fuchs von der Diakonie dankten für die Unterstützung.
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  • hochgeladen von Jörg Stengl

Unna. Rund 1.100 Euro jährlich könnte der 40-jährige Arbeitslose einsparen, wenn er die Stromheizung gegen eine konventionelle Gasheizung austauschen würde. 160 Euro mehr zum Leben hätte die alleinerziehende Mutter auch für ihre vier Kinder, wenn der Durchlauferhitzer sparsam genützt würde.
Diese und viele andere Beispiele nennen die Energieeinsparberater Martin Göldner und Hedhili Akremi von der Diakonie Ruhr-Hellweg. Im Diakonie-Sozialkaufhaus „Die Mühle“ und in den Jobcentern Kreis Unna finden Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld die zusätzliche Unterstützung: Die Energie-sparberater helfen den Haushalten, die Energiekosten deutlich und dauerhaft zu senken.
Das Jobcenter finanziert das Projekt für die nächsten drei Jahre, indem es die Bezahlung der beiden Fachleute über die Bürgerarbeit garantiert. Die Ausrüstung – von Messkoffern, Computern bis zu den Handys – spendieren die Stadtwerke Unna, die auch einen erdgasbetriebenen Fiat Multipla aus dem Stadtwerke-Fuhrpark symbolisch für einen Euro an die Diakonie verkauften.
Diese nehmen dann die Ener­gierechnungen unter die Lupe, suchen mit Checklisten nach Energiefressern und mit Messgeräten nach unnötigen Verbräuchen. „Wir wissen, dass hier noch große Potenziale bestehen“, sagt Tina Riedel, zuständige Projektentwicklerin des Jobcenters Kreis Unna.
Sowohl in Beratungsstellen als auch in den Sozialkaufhäusern der Diakonie stellen wachsende Energiekosten ein großes Thema bei Beziehern von Transferleistungen dar. Dies gelte im Übrigen ebenso für die öffentlichen Haushalte, die in den Kosten der Unterkunft auch die angemessenen Heizkosten bezahlen. Heizkosten, die über die angemessenen hinausgehen, müssen von den Leistungsbeziehern selbst getragen werden.
Effektive Energieeinsparungen seien doch gerade für die Haushalte mit den geringsten Einkommen wichtig. So könnten z.B. Arbeitslosengeld II-Empfänger allein durch Abschaltung von Standby-Energieverbräuchen bis zu 50 Euro jährlich sparen. „Wir verbinden hier eine sinnvolle Unterstützung für sozial benachteiligte Menschen mit energetischen und umweltpolitischen Zielen“, erklärt Georg Nicolaiciuc, Hauptabteilungsleiter der Stadtwerke Unna. „Die klassische Energieberatung erreicht oft nicht alle Bürger. Die Haushalte, die mit Energierechnungen im Rückstand sind, haben Angst vor Zählersperrungen.“
Glaubwürdig seien die Energieberater ohnehin, weil sie aus eigener Erfahrung als ehemalige Arbeitslosengeld II-Empfänger berichten können. Die Energieberatung könnte sich auch für den Kreis Unna kostensenkend auszahlen.
Interessierte Arbeitslosengeld II-Empfänger und Menschen, die auf Sozialgeld angewiesen sind, können die kostenlose Hilfe der Energiesparberater anfordern (Tel. 02303/25024523 oder per Mail energiesparberatung@diakonie-ruhr-hellweg.de).

Autor:

Jörg Stengl aus Unna

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