„Ride for Toni“ startet in Massen

Ortsvorsteher Dr. Peter Kracht (dritter von links) wünscht der Familie  Nash aus Ipswich eine gute und erfolgreiche Fahrt und übergibt als Erinnerung  zwei  Heimatbände von Unna
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  • Ortsvorsteher Dr. Peter Kracht (dritter von links) wünscht der Familie Nash aus Ipswich eine gute und erfolgreiche Fahrt und übergibt als Erinnerung zwei Heimatbände von Unna
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Ein trauriger Hintergrund der Aktion


UNNA-MASSEN ■ Eine besondere Spendenaktion nahm am Montag in Massen ihren Start: Die Familie Nash aus Ipswich an der englischen Ostküste machte sich von Massen aus per Fahrrad auf den Weg bis nach Nienburg an der Weser, um Gelder für die Unterstützung des St. Elizabeth-Hospizes einzuwerben. Das sind immerhin 400 Kilometer.

Informationen zu der Aktion
I
n Großbritannien erhalten Hospize keine staatliche Unterstützung und müssen sich selbst finanzieren. Und im St. Elizabeth-Hospiz ist Toni, die älteste Tochter der Familie Nash, im Mai dieses Jahres verstorben.
Vater Alwyn Nash war als Angestellter bei der British Army und lebte mit seiner Familie (mit seiner Frau und seinen drei Töchtern, die alle drei in Deutschland geboren wurden) 20 Jahre lang in verschiedenen Standorten in Deutschland. Von 1991-1993 wohnte die Familie in der Stefan-Zweig-Straße in Massen - danach ging es zurück nach England.

Massens Ortsvorsteher Dr. Peter Kracht und Ratsfrau Gudrun Friese-Kracht
begrüßten am Montag Morgen die Familie Nash an der evangelischen Kirche, wo Vater Alwyn einen Kranz für die im September 1989 von der IRA in Massen ermordete Heidi Hazell niederlegte. Dann schaute sich die Familie ihr altes Haus an. Seit 1993 hat sich in Massen viel verändert - „es ist sehr schade, dass es das Freibad nicht mehr gibt“, sagte Mutter Lesley. „Da waren unsere Kinder Stammgäste.“
So wurden schon am ersten Tag der Reise alte Erinnerungen aufgefrischt - Tochter Emma wusste sogar noch, wo nicht weit entfernt von ihrem Haus früher der Kiosk mit den „Leckereien“ war…

Dann hieß es „Aufsitzen“
für Alwyn, Emma, John (Ehemann der verstorbenen Toni), und Eyal (ein guter Bekannter der Familie und „Rad-Profi“). Gegen 9.00 Uhr machten sich die vier Radler auf den Weg nach Hövelhof in der Senne. Von dort sollte es weitergehen nach Detmold, wo die Familie Nash auch eine Zeit lang gelebt hat. So startete in Massen die emotionale Reise in die eigene Vergangenheit…

Fotos © Jürgen Thoms
22.08.17 06:47:26

Autor:

Jürgen Thoms aus Unna

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