Über 180 Besucher
Prof. Dr. Wolfgang Greulich war Gast bei den Parkinson Selbsthilfegruppen Steinfurt und Unna

Foto © Jürgen Thoms - Aus der Serie: „Möglichkeiten und Grenzen der medikamentösen Parkinson-Therapie“ mit Prof. Dr. Wolfgang Greulich
42Bilder
  • Foto © Jürgen Thoms - Aus der Serie: „Möglichkeiten und Grenzen der medikamentösen Parkinson-Therapie“ mit Prof. Dr. Wolfgang Greulich
  • hochgeladen von Jürgen Thoms

Ludwigshaus Horstmarer Str. 9 48565 Steinfurt I Mittwoch 13. März 2019 15:00 bis 17:00 Uhr-  Eine Informationsveranstaltung zum Thema

„Möglichkeiten und Grenzen der medikamentösen Parkinson-Therapie“

Zu dieser Veranstaltung hatten der Vorsitzende im Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V. Reiner Krauße und der Vorsitzende im Parkinson Forum Unna e.V. Dr. Hans Wille eingeladen. Beide Gruppen kooperieren seit 2016, unterstützen sich gegenseitig und planen gemeinsame Aktionen. Ziel beider Gruppen ist die Verbesserung der Lebensqualität für Parkinsonkranke und ihre Angehörigen zu erreichen. Dazu gehören beispielsweise auch die Vorträge anerkannter Fachleute aus der medizinischen Praxis. Mit der Einladung von
Prof. Dr. Wolfgang Greulich
ist es den beiden Vorsitzenden der Parkinson Selbshilfegruppen gelungen einen anerkannten Facharzt nach Steinfurt zu holen. Prof. Dr. Wolfgang Greulich ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie und Ärztlicher Direktor i.R. der Helios-Klinik Hagen-Ambrock.

Über 180 Besucher

konnte Reiner Krauße im vollbesetzten Ludwigshaus begrüßen. Zu den Gästen, um nur einige zu nennen gehörten die Vorsitzende des VdK Ortsverbandes Emsdetten Eveline Gerdes, vom VdK Ladbergen Ernst-Wilhelm Minneker, Vertreter des VdK Ortsverbandes Hopsten und die stellvertretende Rotkreuzleiterin Burgsteinfurt Simone Heinike und die 45 Gäste aus Unna unter Leitung von Mariane Ihne und Betreuung von Dr. Wolf Malkusch von den Johannitern. Grußworte gab es auch von Marianne Ihne vom Parkinson Forum Unna e.V. Sie hatte die Vertretung für Dr. Hans Wille, der leider nicht teilnehmen konnte, übernommen.

Die von der Krankheit Betroffenen mit Ihren Angehörigen und angemeldeten Gäste durften sich auf einen spannenden und informativen Vortrag freuen. Am Beginn seines Vortrags berichtete Prof. Dr. Wolfgang Greulich dass 1961 mit der L-Dopa Therapie bei Patienten, die sich aus dem Liegen nicht aufrichten, aus dem Sitzen nicht aufstehen und vom Stehen nicht zum Gehenstarten konnten, begonnen wurde und diese Bewegungen dadurch wieder möglich wurden.

Motorische Störungen und Gleichgewichtsstörungen

Da die Krankheit jedoch mit den Jahren fortschreitet und durch die Erhöhung der Medikamente Nebenwirkungen, wie motorische Störungen und Gleichgewichtsstörungen mit Sturzgefahr sowie Halluzinationen auftreten können, müssen Neueinstellungen der Medikamente beim Patienten vorgenommen werden. Wie Prof. Greulich erläuterte, können weiterhin auch im späteren Verlauf der Krankheit noch Psychosen oder Demenz dazu kommen. Bei der Therapie mit Dopaminagonisten kann es, besonders bei jüngeren Patienten, zu einer Impulskontroll-Störung, wie Spielsucht, Kaufrausch, Essattacken oder gesteigertem Sexualantrieb kommen. Durch die Veränderung der Medikation können diese Störungen behandelt werden, wobei Prof. Greulich aber auch wiederholt auf die Grenzen der medikamentösen Behandlung hinwies.

Lebensqualität der Patienten in On-Off-Phasen erhöhen

Um die Lebensqualität der Patienten in On-Off-Phasen zu erhöhen, ist eine gleichmäßige Zuführung der Medikamente durch die Duodopa-Pumpe hilfreich. Bei einigen Parkinsonbetroffenen tritt auch eine Störung der Körperhaltung mit einer ausgeprägten abnormen Vorwärtsneigung des Rumpfes, die sogenannte Camptocormie auf. Das kann  mit spezieller Physiotherapie, therapeutischen Hilfsmitteln oder durch eine Operation verbessert werden.

Detailinformation zum Vortrag finden Sie hier in der (Powerpointpräsentation, 46 Seiten, PDF, 3.2 MB)
„Möglichkeiten und Grenzen der medikamentösen Parkinson-Therapie“
von Prof. Dr. Wolfgang Greulich.
Im Anschluss seines Vortrags hatten die Besucher, die aufmerksam und sehr konzentriert seinen Ausführungen, gefolgt waren, Gelegenheit Fragen zu stellen. Es kamen viele Fragen uns sie wurden, auch für Laien verständlich beantwortet.

Zum Abschluss der Veranstaltung

bedankten sich Reiner Krauße und Marianne Ihne im Namen der Teilnehmer bei Prof. Greulich mit einem Präsent für den informativen Vortrag. Reiner Krauße hob hervor, dass die Veranstaltung in dieser Größe nur mit Hilfe von Sponsoren möglich war. Er bedankte sich bei dem Ehepaar Josef und Regina Schirmer, die den Saal kostengünstig zur Verfügung stellten sowie bei ihrem Fördermitglied Margret Essmann, Unternehmensgruppe Essmann’s Backstube, deren freundliches Service-Team die Teilnehmer mit Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken kostenfrei bewirtete. Ebenso bedankte er sich bei der IKK classic, die die Veranstaltung im Rahmen der Projektförderung unterstützte.

Mein Fazit
Als Nichtbetroffener dieser Krankheit begleite und berichte ich seit über acht Jahren über die Parkinson Selbsthilfegruppe Unna. So war es für mich selbsterständlich auch diese Veranstaltung mit zu besuchen und ich kann es nur immer wieder bestätigen:

Hier sind von der Krankheit Betroffene mit ihren Angehörigen gut aufgehoben.

Links
»  Prof. Dr. Wolfgang Greulich
»  Parkinson-Forum Kreis Steinfurt e.V.
»  Parkinson Forum Unna e.V.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen