Ausstellungseröffnung „35 Jahre türkisch-islamische Gemeinde Unna“ und „Glückauf in Deutschland“

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Bürgermeister Werner Kolter, Halit Güner, Dr. Viktoria Waltz, Integrationsratsvorsitzende Ksenija Sakelšek, Hasan Demirci und der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde Unna Yusuf Koç
Unna: Zentrum für Information und Bildung | Mittwoch, 20. September 2017, 19.00 Uhr

Interkulturelle Wochen 2017 in der Kreisstadt Unna

Nach dem Gebet der Religionen am Montag in der Bürgerhalle, der Infoveranstaltung: Das rechte Spiel mit der Religion am Dienstag im Nikolaihaus wurde am heutigen Mittwoch die
Ausstellung „35 Jahre türkisch-islamische Gemeinde Unna“ und
„Glückauf in Deutschland“ durch Bürgermeister Werner Kolter eröffnet. Wir wollen auch in etwas schwierigen Zeiten im Verhältnis mit der Türkei offen, tolerant und fröhlich hier in Unna zusammenleben, so war es in seinen Ausführungen zu hören.


Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen, das dringend benötigte Arbeitskräfte für die Industrie nach Deutschland bringen sollte. Die sogenannten „Gastarbeiter" haben den Aufbau nach dem Krieg mitgetragen, viele sind geblieiben, haben hier ihre Existens aufgebaut und sind Mitbürger geworden.
Am 7. März 1982 wurde die „Türkisch-Islamische Gemeinde zu Unna e.V.“ gegründet. In der Ausstellung sind Fotos aus der Entstehungsgeschichte der türkisch-islamischen Gemeinde zu sehen.

Die zweite Ausstellung Glückauf in Deutschland
zeigt die Geschichte von 76 Jugendlichen, 13,14,15 Jahre alt, die am 24. November 1964 aus der Türkei nach Dortmund, Castrop-Rauxel und Datteln kamen, um im Bergbau zu arbeiten. Sie wurden bei Pestalozzifamilien und in einem Lehrlingsheim untergebracht. Sie wollten eine Ausbildung im Bergbau beginnen und später einmal Ingenieur werden. Ein Deutschkurs sollte das Leben für beide Seiten erleichtern. War es Not, die sie nach Deutschland geführt hat? Es war von allem etwas. In der Türkei sahen sie und ihre Familien keine Aussicht auf eine gesicherte Zukunft. 
Einführungsinformationen zu diesem Projekt der lebendigen Erinnerung gab es von Dr. Viktoria Waltz. Ein Gespräch mit den Zeitzeugen:
Familie Yusuf Koç. Hasan Demirchi und Halit Güner führte der Integrationsbeauftrage der Kreisstadt Unna Cengiz Tekin.

Ksenija Sakelšek, Vorsitzende des Integrationsrats der Kreisstadt Unna lud die Teilnehmer zu weiteren Veranstaltungen der Interkulturellen Wochen Unna ein.
Da geht es gleich weiter mit der
Lesung: Feridun Zaimoglu „Evangelio.Ein-Luther-Roman“ am Mittwoch im Lichtkunstzentrum und am Samstag mit der Radtour „4 Religionen, 2 Räder, 1 Weg“.
Die Tour endet auf dem evangelischen Kreiskirchentag im Königsborner Kurpark.

Alle Termine hier im Kurzüberblick
» Freuen Sie sich liebe Besucher auf die Interkulturellen Wochen in der Kreisstadt Unna

Musikalisch begleitet wurde der Abend von dem Duo.Sevgi & Merhaba und für Tee und einen kleinen Imbiss hatte ein Team der türkisch-islamischen Gemeinde Unna gesorgt.


Fotos © Jürgen Thoms
 21.09.17 15:45:00
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