Im Kampf gegen die Tauben-Plage setzt die Stadt Unna auf Information

Auf der Suche nach Essensresten ist die gemeine Stadttaube oft zu Fuß unterwegs | Foto: Stengl
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Sie streifen im Tiefflug die Köpfe der Passanten und sind als Bodenpersonal oft ein ärgerliches Hindernis: Es ist kein Zufall, dass sich Tauben gerade in den Innenstädten wohlfühlen. Nahrungsabfälle und sogar gezielte Fütterungen sorgen dafür, dass der Tisch für die Tiere reich gedeckt ist.

Dieses künstliche Nahrungsangebot zu verringern, ist Ziel einer Informationskampagne, die jetzt von der Stadt Unna gestartet wurde. Mit dem Faltblatt „Stadttauben in Unna“ sollen Geschäftsleute und Kunden in der Innenstadt über Maßnahmen gegen die Tauben informiert werden. 5.000 Flyer hat die Stadt drucken lassen, wie Uwe Hasche vom Bereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung erklärt. Auch die Beschicker des Wochenmarkts werden einbezogen. „Ziel ist es, die Bürger zu sensibilisieren, dass gerade das Wegwerfen von Nahrungsabfällen und Speiseresten Tauben anlockt und zu einer unnatürlichen Vermehrung bis hin zu einer Taubenplage führen kann“, sagt Hasche.

„Bitte nicht füttern!“ ist die Kernaussage des Informationsblattes. „Stadttauben sind Wohlstandsfolger, die alles fressen, was übrig bleibt“, sagt Harald Köhnemann. Der Vorsitzende des Rassetaubenzuchtvereins Rote Erde sowie Erster Vorsitzender des Verbandes Deutscher Rassetaubenzüchter war als Experte an der Erstellung des Faltblattes beteiligt.

In den vergangenen Jahren sind Städte für Tauben auf Grund des reichen Nahrungsangebotes als Lebensraum attraktiver geworden. Dabei sind aus den ehemaligen Körnerfressern zunehmend Allesfresser geworden. „Gerade bei Stadtfesten und Weihnachtsmärkten und auch an Markttagen sind die Tauben zum Störfaktor geworden“, sagt Michael Nicolaiciuc vom Stadtmarketing. Viele Essensreste bleiben in den offenen Fugen des Marktpflasters liegen. Das ist immer ein gefundenes Fressen für die Tauben.

Die Flyer liegen in Gastronomiebetrieben, Cafés, Backwarengeschäften, im Bürgerservice sowie im zib aus oder steht als Download zur Verfügung. Auch an die Marktbeschicker wird das Faltblatt verteilt.

Auf der Suche nach Essensresten ist die gemeine Stadttaube oft zu Fuß unterwegs | Foto: Stengl
Machen sich stark für umfassende Information der Bürger (v.l.) Harald Köhnemann, Vorsitzender des Rassetaubenzuchtvereins Rote Erde, Ortsvorsteherin Ingrid Kroll, Fayyaz Sahi von der Brasserie, Uwe Hasche vom städtischen Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, Fikri Basaran vom Extrablatt und Michael Nicolaiciuc vom Stadtmarketing Unna. | Foto: Stengl
Autor:

Jörg Stengl aus Unna

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